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Als in Berlin die Früheinschulung eingeführt wurde, richtete meine Schule eine Vorklasse für die Fünfjährigen ein, mit gebundenem Tageslauf und einem Lehrplan, der die Basissinne und die Gemeinschaftlichkeit schult. Diese Klasse heißt bei uns »Sonnenklasse« und wird von einem Erzieherteam geführt.

 
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... findet das – bei aller pädagogischen Phantasie, zu der wir uns aufgerufen fühlen können – nicht mehr statt, was wir uns unter Waldorfschulleben vorstellen und vor Corona-Zeiten erlebt haben: die unbedrohte zwischenmenschliche Begegnung, der angstfreie Austausch, das quirlige Zusammensein.

 
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steinerschule berner Oberland

Nachdem wir noch ganz optimistisch den Basar angekündigt haben, ist nun wieder alles ganz anders. Am Basarwochenende wird es im und ums Schulhaus ruhig bleiben. Dafür wird uns der Basar bis in die Adventszeit hinein und vielleicht sogar darüber hinaus begleiten.

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Claus-Peter Röh und Florian Osswald, Leiter der Pädagogischen Sektion der Freien Hochschule für Geisteswissenschaft am Goetheanum seit 2010, werden sich Mitte 2021 bzw. Anfang 2022 von dieser Aufgabe zurückziehen.

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Lassen wir es dahingestellt sein, ob – was inzwischen viele bezweifeln – die staatlichen Verordnungen zur Eindämmung der Corona-Pandemie wirklich notwendig waren. Auf jeden Fall haben sie das Vertrauen vieler Menschen in die Zuverlässigkeit zentraler Maßnahmen auf wissenschaftlicher Grundlage erheblich gestärkt.

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Aus Waldorf100 wird 100 % Waldorf

Schöne Pflanze »Waldorf«

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Die Aktion Waldorf100 entstand aus dem Blick auf die Entstehung der ersten Waldorfschule, die dann zur weltweiten Erfolgsstory auf pädagogischem Gebiet wurde. In den zum Geburtstagsfest präsentierten literarischen Darstellungen dieser Vorgänge wird die innere Kraft der Waldorfschule hervorgehoben; Steiner sprach am 20. August 1919 von der Waldorfschule als praktischem Beweis »der Durchschlagskraft der anthroposophischen Weltorientierung«.

Nun kann der ehrliche Blick auf den Zustand mancher Waldorfschule die Frage aufwerfen, was es mit der »anthroposophischen Weltorientierung« denn hier konkret noch für eine Bewandtnis hat. Kurz: sollte sich der Slogan Waldorf100 von 2019 nicht zu 100% Waldorf in 2020 steigern? Das heißt, sollte dies nicht von allen Beteiligten, also Schülern, Eltern und Lehrern angestrebt werden, dass sich die Hoffnung Rudolf Steiners vom 20.8.1919 realisiert? »Anthroposophische Weltorientierung« wird hier so zu verstehen sein, wie Steiner seinerzeit auf Anfrage der Brockhaus-Redaktion nach der Erklärung was »Anthroposophie« sei, geantwortet hat: »Anthroposophie ist ein Erkenntnisweg, der das Geistige im Menschenwesen zum Geistigen im Weltenall führen möchte ...«, auch bekannt als erster der Anthroposophischen Leitsätze (24.2.1924, GA 26). Richtig verstanden bedeutet dies, dass mit dem Rückenwind der Festlichkeiten die intensive Bearbeitung von aktuellen pädagogischen, sozialen und gesellschaftlichen Themen in der Schule und deren Umfeld jetzt erst recht möglich sein sollte.

Konkret könnte das bedeuten, dass eine Begeisterungswelle für die Themen und Aufgaben aus der »Allgemeinen Menschenkunde« durch die deutsche Schulbewegung geht, die auch alle Lehrkräfte in ihrem Bann zieht. Dann bliebe es nicht aus, dass die Eltern davon angeregt würden, sich mit den tieferen Motiven der Schule zu beschäftigen und sicherlich würde es Wege geben, das Interesse der Schüler an ihrer Schule, sprich der Pädagogik, aufzugreifen und zu befriedigen.

Organisatorisch ist das alles schon vorbereitet. Für Lehrkräfte gibt es vielfältige Fortbildungsangebote (siehe auch unter waldorfschule.de), für die Eltern der Schulanfänger gibt es zwar Einführungsveranstaltungen, danach aber ist oft Stille. Als Alternative kann etwas gefunden werden, wie z.B. in Witten-Annen am Institut für Waldorf-Pädagogik, wo schon zum zweiten Mal Grundlagenkurse für Eltern mit dem Motto »Auf Augenhöhe« stattgefunden haben. Eltern werden dadurch angeregt, sich mit Themen aus der Waldorfpädagogik weiterhin zu beschäftigen. In Witten-Annen lernen sich durch diese mehrmaligen Samstagstreffen auch Eltern aus ganz verschiedenen Schulen kennen und regen sich gegenseitig an, sich an ihrer Schule einzubringen. Meiner Beobachtung nach gibt es für diese Aufgabe genügend Kolleginnen und Kollegen mit einer soliden grundständigen waldorfpädagogischen Ausbildung. Nicht überall jedoch werden sie angesprochen. Das Einbeziehen der interessierten Menschen bei der Gestaltung der Themen und der Erarbeitung der Grundlagen ist Voraussetzung für die Realisierung eines freien Geisteslebens.

Meiner Meinung nach wird erst, wenn Arbeit an den Grundlagen der Waldorfpädagogik zur Basis für alle Beteiligten wird – das wären die 100% – sich der Humus bilden, auf dem die schöne Pflanze »Waldorf« richtig gedeihen kann. Wenn nicht, wird sie zu einem anfangs noch schön anzusehenden Trockenblumenstrauß, dann verstaubt sie. Das will doch wahrlich keine Schulgemeinschaft!

Zum Autor: Nach Waldorfschulzeit (Berlin u. Frankfurt/M), Studium in Tübingen Geschichte, Politik u. Geographie, 1. u. 2. Staats-Examen. Seit 1975 Waldorflehrer, seit 1999 Dozent am Institut für Waldorf-Pädagogik, Witten-Annen. 2015 Mitbegründer des «Waldorf-Experten-Service« – aktive Ruheständler helfen Schulen. Veröffentlichung: »Benjamin Franklin – von einem der auszog, die Welt zu verändern«, Stuttgart 2011, 2. Auflage, Email: demisch(at)wittenannen.net

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