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Die Emil-Molt-Stiftung sammelt Spendengelder zur Förderung der Waldorflehrerausbildung

Die neu gegründete Emil-Molt-Stiftung macht den großen Mangel an gut ausgebildeten Waldorflehrer*innen zu ihrem zentralen Anliegen.
Die junge Stiftung bietet die Möglichkeit, die qualifizierte Ausbildung angehender Waldorfpädagogen zu unterstützen.

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16. Kasseler Jugendsymposion zum Thema »Zukunft«

Das letzte Kasseler Jugendsymposion behandelte das Thema »Zukunft«.
Die Veranstaltungs-reihe stellte in bewährter Weise einen aktuellen und facettenreichen Begriff zur Diskussion und erschloss diesen interdisziplinär und multiperspektivisch.

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Das »innere Kind« lieben lernen. Eine professionelle Aufgabe

Für Lehrer und Erzieher ist das Annehmen des verletzten inneren Kindes und das Aufwecken des Sonnenkindes eine professionelle Aufgabe

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Jedes Kind ein Schauplatz der Welt.

Zum Lernbegriff der Waldorfpädagogik
Dass die Welt uns anspricht, erleben wir auch als Erwachsene.



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Willkommen im digitalen Zeitalter

Im Abgrund der Anonymität
Wenn der Mensch sich auf seine besonderen Fähigkeiten besinnt, braucht er sich vor der Maschine nicht zu fürchten.

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Den Menschen wiederentdecken

Das digitale Zeitalter braucht eine neue Pädagogik.
Maschinell zu denken heißt, die Welt aus Einzelteilen zu denken. Die neue Schule jedoch geht von den Zusammenhängen aus. Und sie fragt nach dem Bezug zum jeweiligen Menschen. In jedem Fach. In jedem Alter. Ganz konkret

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Das »innere Kind« lieben lernen. Eine professionelle Aufgabe

Erfahrungen, die man immer wieder macht, belastende Gefühle, die immer wieder auftauchen, lassen sich häufig auf Muster zurückführen, die aufgelöst werden können. Dafür ist die sogenannte »Arbeit mit dem inneren Kind« eine wirksame psychotherapeutische Methode.

Kindheitsmuster

Ein junger Lehrer, noch nicht lange an der Schule, hat sich für die Organisation einer Schulfeier verantwortlich erklärt und dafür etliche Zeit investiert. In der letzten Konferenz vor der Feier ist er krank. Die Kollegen gehen das Programm durch und bemerken, dass die Moderation noch offen ist. Da es weitere dringende Tagesordnungspunkte gibt, klärt man das Problem schnell, ein Freiwilliger findet sich. Leider denkt niemand daran, den erkrankten Kollegen zu informieren. Als er schließlich davon erfährt, ist er enttäuscht, da er sich auf die Moderation vorbereitet hatte. In einem Winkel seiner Seele hatte er sich ausgemalt, dort auf der Bühne Anerkennung für sein Engagement zu erhalten. Tatsächlich hatte ihn diese Aussicht motiviert, sich besonders einzusetzen.

Nehmen wir weiter an, dass damit für ihn ein Lebensthema berührt wird. In seiner Kindheit hat ihn sein Vater wenig beachtet, wenig gelobt, viel kritisiert. Für die Seele des kleinen Jungen war das eine wiederkehrende Verletzung. Das Bedürfnis des Kindes, gesehen, anerkannt und liebevoll unterstützt zu werden, wurde immer wieder enttäuscht. Und die Seele nahm den für sie damals einzig möglichen Ausweg, indem sie sich langsam unempfindlicher gegen diesen kindlichen Schmerz machte, ihn in einen dunklen Winkel verdrängte. Obwohl die Verdrängung für das Kind sinnvoll, ja vielleicht überlebensnotwendig war, bleibt die seelische Verletzung im Erwachsenenalter unbewusst lebendig und wird bei ähnlichen Situationen in der Gegenwart »erinnert« und neu aktiviert.

Verdrängung, Schutz und Projektion

Viele Menschen tragen solche verdrängten Kindheitsverletzungen in sich. Damals waren sie unerträglich – und so fühlen sie sich auch heute noch an. Nur, dass der äußere Anlass nicht mehr da ist und man als Erwachsener ganz andere Möglichkeiten hätte, damit umzugehen. Anthroposophisch gesprochen leben solche Erfahrungen als Dispositionen im Ätherleib fort.

Das Problem beginnt da, wo wir solche Gefühle und Stimmungen nicht erleben wollen. Wir verdrängen sie und versuchen, uns durch kompensatorische Handlungen vor ihnen zu schützen. Das starke Engagement unseres Lehrers ist ein Schutzmechanismus, um dem latenten Gefühl seiner Wertlosigkeit zu entkommen. Es gibt viele verschiedene Verhaltensweisen, durch die wir den schlimmen Gefühlen der Vergangenheit zu entfliehen versuchen: viel grübeln, viel reden, sich ablenken, immerzu anderen helfen wollen, alles perfekt haben wollen, anderen die Schuld geben, dauernd Pläne machen, problematisieren, funktionieren, immer lustig sein, distanziert sein, oberflächlich sein, starkes Be- und Verurteilen, Scheinharmonie erzeugen, sich zurückziehen, rationalisieren, immerzu klagen … All dies bringt uns aus unserer Mitte. Wir verlieren den Kontakt mit uns selbst....

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» zum gesamten Bericht in erziehungskunst.de vom September 2017

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