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Als in Berlin die Früheinschulung eingeführt wurde, richtete meine Schule eine Vorklasse für die Fünfjährigen ein, mit gebundenem Tageslauf und einem Lehrplan, der die Basissinne und die Gemeinschaftlichkeit schult. Diese Klasse heißt bei uns »Sonnenklasse« und wird von einem Erzieherteam geführt.

 
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... findet das – bei aller pädagogischen Phantasie, zu der wir uns aufgerufen fühlen können – nicht mehr statt, was wir uns unter Waldorfschulleben vorstellen und vor Corona-Zeiten erlebt haben: die unbedrohte zwischenmenschliche Begegnung, der angstfreie Austausch, das quirlige Zusammensein.

 
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steinerschule berner Oberland

Nachdem wir noch ganz optimistisch den Basar angekündigt haben, ist nun wieder alles ganz anders. Am Basarwochenende wird es im und ums Schulhaus ruhig bleiben. Dafür wird uns der Basar bis in die Adventszeit hinein und vielleicht sogar darüber hinaus begleiten.

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Claus-Peter Röh und Florian Osswald, Leiter der Pädagogischen Sektion der Freien Hochschule für Geisteswissenschaft am Goetheanum seit 2010, werden sich Mitte 2021 bzw. Anfang 2022 von dieser Aufgabe zurückziehen.

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Lassen wir es dahingestellt sein, ob – was inzwischen viele bezweifeln – die staatlichen Verordnungen zur Eindämmung der Corona-Pandemie wirklich notwendig waren. Auf jeden Fall haben sie das Vertrauen vieler Menschen in die Zuverlässigkeit zentraler Maßnahmen auf wissenschaftlicher Grundlage erheblich gestärkt.

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Die Seele brennt weiter

Freunde der Erziehungskunst

Verheerende Wald- und Buschbrände haben Anfang November in Kalifornien zahlreiche Menschenleben gefordert und schwere Verwüstungen angerichtet.  Das Feuer konnte schließlich komplett eingedämmt werden, doch noch immer werden hunderte von Opfern vermisst. Um die Einheimischen vor Ort psychosozial zu unterstützen, fand vom 6. bis 10. Dezember ein notfallpädagogischer Einsatz in der Katastrophenregion statt.

Besonders schwer traf das  Feuer den Norden des US-Bundesstaates Kalifornien. Am 8. November brach hier das so genannte „Camp Fire“ aus und zerstörte mehr als 60.000 Hektar Land. Dabei kamen rund um die fast völlig abgebrannte Ortschaft Paradise mindestens 80 Menschen ums Leben und etwa 700 weitere Opfer werden noch vermisst.  Seit Beginn der dortigen Aufzeichnungen gab es noch nie so viele Todesopfer bei einem Brand. Es handelt sich daher um die schwerste Feuerkatastrophe in der Geschichte des Westküstenstaates.

Bernd Ruf, geschäftsführender  Vorstand der Freunde der Erziehungskunst Rudolf Steiners e.V. aus Karlsruhe und Gründer der Notfallpädagogik, leitete den Einsatz in Kalifornien. Zusammen mit seinen Teamkollegen aus Deutschland und Brasilien und etwa acht amerikanischen Pädagog*innen arbeitete er an der Blue Oak Charter School in Chico. Hier, etwa 20 Kilometer westlich von Paradise, wurden die Opfer größtenteils in Auffanglagern untergebracht. Zwar hat der normale Schulalltag wieder begonnen, aber er ist stark beeinträchtig durch die schrecklichen Erlebnisse. Viele der Lehrer*innen und Schüler*innen sind obdachlos und leben in diesen Auffanglagern. Sie haben zum Teil alles in den Flammen verloren, ihre Angehörigen, ihre Häuser, ihren Lebensmittelpunkt. „Die Kinder sind daher stark verhaltensauffällig und ihre Eltern oder Erzieher*innen machen sich große Sorgen um sie“, erläutert Bernd Ruf.
Doch auch für die Erwachsenen sind die traumatischen Erlebnisse schwer belastend und sie können kaum darüber sprechen. „Nach Paradise zu fahren ist für viele unvorstellbar. Zu groß ist die Angst davor, dem Gesicht der Katastrophe in die Augen zu blicken“, so Ruf. Psychische Auswirkungen zeigen sich oft erst Wochen, Monate oder Jahre nach einer solchen Katastrophe. „Durch unsere Intervention versuchen wir in der Frühphase der traumatischen Belastung anzusetzen und damit Traumafolgestörungen zu verhindern“, erklärt Ruf.

Im Rahmen von Workshops und Seminaren wurden Erzieher*innen und Lehrer*innen, unter Einbeziehung der Eltern, an der Schule in Chico beraten und geschult. Das Notfallpädagogik-Team hat sie in die Traumatologie eingeführt und ihnen Methoden zur Selbststabilisierung vermittelt. Vormittags stand die Aktivierung der Selbstheilungskräfte der Kinder im Vordergrund. „Durch künstlerische Aktivitäten können Kinder das Erlebte nonverbal ausdrücken, was den Verarbeitungsprozess zusätzlich unterstützt“, veranschaulicht Ruf weiter. Anhand von gemalten Bildern lässt sich meist gut erkennen, wie es im Inneren der Kinder aussieht und wie schwer ihre Seele belastet ist. Für die Betroffenen und Hinterbliebenen in der Region wird es sicher noch ein langer Weg sein, die furchtbaren Geschehnisse zu verarbeiten.

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Kontakt Presse:

Bonnie Berendes
Presse- und Öffentlichkeitsarbeit für Notfallpädagogik
Tel.: 0721-354806 224

Fax: 0721-354806 180
E-Mail: r.luescher-rieger@freunde-waldorf.de
Webseite: www.freunde-waldorf.de

 

Die Freunde der Erziehungskunst Rudolf Steiners e.V. fördern weltweit Initiativen eines freien Bildungswesens. Seit 1971 setzen sie sich für die Waldorfpädagogik und für Freiheit im Bildungswesen ein. Seit 1993 organisiert und betreut das Büro in Karlsruhe internationale Freiwilligendienste in aller Welt und ermöglichte bislang über 20.000 Menschen einen sozialen Dienst in über 350 Projekten in mehr als 60 Ländern. Zurzeit nehmen jährlich fast 2.000 junge Menschen an den Programmen teil. Seit Sommer 2011 können Interessierte über den Verein auch einen 12-monatigen Freiwilligendienst in anthroposophischen Einrichtungen in Deutschland leisten.

 

Seit 2006 sind die Freunde der Erziehungskunst im Bereich „Notfallpädagogik“ tätig. In Folge von kriegerischen Auseinandersetzungen und Naturkatastrophen arbeiteten sie bislang mit psychotraumatisierten Kindern und Jugendlichen im Libanon (2006), China (2008 und 2013), Indonesien (2009), Haiti (2010), Kirgisistan (2010), Japan (2011), Bosnien und Herzegowina (2014), Griechenland (2015), Slowenien (2015), Ecuador (2016), Philippinen (2013-2016), Haiti (2016), Gaza (seit 2009), Nepal (seit 2015), Kenia (2012 – 2013 und seit 2017) Kurdistan-Irak (seit 2013) und Bangladesch (2018).

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