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Freunde der Erziehungskunst

Die Webseite der Freunde der Erziehungskunst hat einen neuen Look. Nach langer Vorbereitungszeit konnte die Seite Anfang März 2019 online gehen.

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Waldorf 100

Studierende und Wissenschaftler*innen aller Fachrichtungen, sowie Lehrer*innen haben ab sofort die Möglichkeit, Praxisbeispiele aus der Klassenlehrerzeit an der Waldorfschule online zu streamen. Im neuen deutsch- und englischsprachigen Streaming-Portal stellt die Pädagogische Forschungsstelle kostenlos bisher unveröffentlichtes Filmmaterial für Lehrerbildung und Forschung bereit. 

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atempo

Im Jahr 2019, in dem die Waldorfpädagogik ihren 100. Geburtstag feiert, möchte man nach dem Gespräch mit ihm fast selbst wieder Schülerin werden, wenn man wüsste, dass ein Lehrer mit dieser Hingabe fürs Unterrichten und diesem tiefen Interesse am Menschen an der Tafel stünde. - Christian Boettger im Gespräch mit Maria A. Kafitz

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erziehungskunst.de

Um sich über die dringendsten Arbeits- und Forschungsaufgaben für die Waldorfschul- und Kindergartenbewegung auszutauschen, haben sich etwa 20 Experten aus Deutschland, der Schweiz, Brüssel und Großbritannien Anfang November letzten Jahres in Dornach getroffen.

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Digitale Medien: Eltern müssen Verantwortung übernehmen

»Geschenk« als Belastung für das Kind

erziehungskunst.de

Doch früher oder später wird das Kind auf genau diese Seiten kommen, auf die es nicht kommen darf, sei es, dass ein Freund oder eine Freundin ihm die entsprechenden Seiten zeigen. Und das geht schnell, wie wir alle wissen. Das Kind sieht sich den Inhalt der Seiten an und weiß sofort: Jetzt mache ich etwas Verbotenes und bekommt ein schlechtes Gewissen. Zu den Eltern wird es sicher nicht gehen und ihnen alles erzählen, denn deren Vertrauen hat es ja eben gebrochen. Daraus entwickeln sich Schuldgefühle, und wir sehen, wie das »Geschenk« zu einer Belastung für das Kind und die Eltern wird. Das Smartphone, verpackt mit Vertrauen und rosa Schleife, entpuppt sich als eine schwere Verantwortung, der das Kind noch nicht gewachsen ist und die eigentlich die Eltern zu tragen haben.

Eltern stehen damit heute vor einer extrem schwierigen Aufgabe. Das Smartphone gibt es noch nicht sehr lange. Die daraus entstehenden pädagogischen Herausforderungen sind jedoch immens und wachsen exponentiell. Denn das Smartphone ist kein Geschenk im herkömmlichen Sinn, weil der Umgang damit in die besondere Verantwortung der Eltern, nicht des Kindes fällt. Das ist ein täglicher Kampf. Diese Verantwortung können wir nicht abgeben oder auf unser Kind übertragen. An dieser Stelle kann nur Kontrolle fruchtbar sein.

Vertrauen und Kontrolle sind kein Widerspruch

Als Mutter von vier Kindern mit jetzt schon einiger Erfahrung im Umgang mit digitalen Medien kann ich sagen, dass der größte Antagonist in der Erziehung das Smartphone meiner Kinder und der Umgang damit ist. Es wird viel über Medienkompetenz gesprochen. Medienkompetenz kann sich meiner Erfahrung nach jedoch nur entwickeln, wenn die Kinder so lange wie möglich medienabstinent leben dürfen. Medienkompetenz bedeutet für mich, dass das Kind so viel Innerlichkeit, so viel Innenraum ausbilden kann, dass es diese Fremdeinwirkungen als solche bei den digitalen Medien erkennt. Ein Zeichen dafür, dass solche Innerlichkeit vorhanden ist, kann sein, dass ein Kind nach einer gewissen Zeit an seinem Smartphone bemerkt, dass es ihm zu viel wird. Ich denke, dass ein Kind, das schon im frühen Alter digitale Medien benutzt, nicht zu einem Ende finden kann. In meiner Wahrnehmung wirken junge Kinder, die zu viele digitale Medien nutzen, überfordert und verloren.

Manche Kinder wollen sich immer wieder neue Spiele herunterladen, obwohl sie dies nur in Absprache mit den Eltern machen dürfen. Trotzdem geschieht es immer wieder, dass die Abmachungen nicht eingehalten werden. Da hilft meines Erachtens nur regelmäßiges Kontrollieren des Handys. Mit dieser Kontrolle haben viele Eltern allerdings Probleme, weil sie denken, sie würden dem Kind nicht vertrauen. So meinte neulich ein Waldorflehrer: »So ein bisschen Privatsphäre im Internet müsste man dem Kind doch lassen«, woraufhin ich ihn gefragt habe, ob er im Ernst der Meinung sei, dass es im Internet überhaupt Privatsphäre gebe.

Das zeigte mir: Der freiheitliche Umgang benötigt entschieden die Übernahme von Verantwortung. Verantwortung zu übernehmen, hat etwas mit pädagogischer Kompetenz zu tun. Eine wertvolle Stütze kann hier die Elternschaft einer Schulklasse sein, indem ein gemeinsam hergestellter Verantwortungsraum gebildet wird, innerhalb dessen sich das Kind in Freiheit bewegen kann. Das heißt, die Elternschaft legt Regeln fest, kontrolliert und begleitet die Kinder im Umgang mit ihrem Smartphone. Wir müssen die Elternabende mehr dafür nutzen, diese Art der Verantwortung für unsere Kinder wahrzunehmen.

>> zum gesamten Bericht auf erziehungskunst.de

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