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Freunde der Erziehungskunst

Die Webseite der Freunde der Erziehungskunst hat einen neuen Look. Nach langer Vorbereitungszeit konnte die Seite Anfang März 2019 online gehen.

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Waldorf 100

Studierende und Wissenschaftler*innen aller Fachrichtungen, sowie Lehrer*innen haben ab sofort die Möglichkeit, Praxisbeispiele aus der Klassenlehrerzeit an der Waldorfschule online zu streamen. Im neuen deutsch- und englischsprachigen Streaming-Portal stellt die Pädagogische Forschungsstelle kostenlos bisher unveröffentlichtes Filmmaterial für Lehrerbildung und Forschung bereit. 

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atempo

Im Jahr 2019, in dem die Waldorfpädagogik ihren 100. Geburtstag feiert, möchte man nach dem Gespräch mit ihm fast selbst wieder Schülerin werden, wenn man wüsste, dass ein Lehrer mit dieser Hingabe fürs Unterrichten und diesem tiefen Interesse am Menschen an der Tafel stünde. - Christian Boettger im Gespräch mit Maria A. Kafitz

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erziehungskunst.de

Um sich über die dringendsten Arbeits- und Forschungsaufgaben für die Waldorfschul- und Kindergartenbewegung auszutauschen, haben sich etwa 20 Experten aus Deutschland, der Schweiz, Brüssel und Großbritannien Anfang November letzten Jahres in Dornach getroffen.

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Durch Gesundheitspflege Gewalt an Schulen vorbeugen

Witten-Herdecker Pflegewissenschaftler fordern Einführung der Health School Nurse als Konsequenz aus Amokläufen - Jedes siebte Kind mit psychischen Problemen ...

Von: NNA-Berichterstattung
Fotos: Charlotte Fischer

School Health Nurses im Schulalltag

WITTEN-HERDECKE (NNA). Die Einführung von Schulgesundheitspflege in Deutschland als Konsequenz aus den Amoklauf-Katastrophen an den Schulen in Erfurt und Winneden hat der Pflegewissenschaftler Andreas Kocks von der Universität Witten/Herdecke gefordert. Angst und Misstrauen den eigenen Kindern gegenüber dürften nicht die Antwort auf diese schrecklichen Ereignisse sein, so Kocks. Depressionen und andere psychische Probleme im Kindes- und Jugendalter seien kein seltenes Phänomen, sie beträfen im Schnitt jeden siebten Schüler. Es stelle sich die Frage, wer diesen Kinder an deutschen Schulen helfe. Schulpsychologen seien nur ein Schritt in eine richtige Richtung, betonte Kocks, der die Arbeit von School Health Nurses in anderen Ländern untersucht.

In Skandinavien, Großbritannien oder Kanada gibt es an allen Schulen Health Nurses. Sie sind dort im Schulalltag präsent, d.h. sie sind für Kinder und Jugendliche zu jeder Zeit Ansprechpartner bei allen gesundheitlichen, das heißt, körperlichen, seelischen und sozialen Fragestellungen oder Problemen. „Wenn wir eine Kultur des Hinhörens, Hinschauen und des Vertrauens an deutschen Schulen wollen, müssen wir den Kindern und Jugendlichen auch niederschwellige Angebote machen“, betonte Kocks.

Zu den Aufgaben der Schulgesundheitspflege gehört auch die regelmäßige Untersuchung aller Kinder. "Neben der Versorgung von Verletzungen oder
Hilfestellung bei Erkrankungen sind es diese regelmäßigen Untersuchungen,
die die Basis für eine intensive Vertrauensstellung der School Nurses sind",
so die Forschungsergebnisse von Kocks. Im Durchschnitt besuche zum Beispiel
jedes schwedische Kind viermal pro Jahr aus eigenem Antrieb eine School
Nurse. Wichtig sei auch die Präsenz der School Health Nurses im Schulalltag,
der direkte Kontakt zu den Schülern und ihre Schweigepflicht. School Health
Nurses seien in Schweden diejenige Berufsgruppe an der Schule, der die
Schüler am meisten vertrauen. Die Vertrauensstellung und Selbstverständlichkeit dieses Angebotes seien die Basis für Kinder, um über
ihre Ängste oder Sorgen überhaupt zu reden. Dabei gehe es um Kopfschmerzen, Übelkeit und Bänderzerrungen, aber auch um Themen wie Mobbing, Ausgrenzung, häusliche Gewalt oder Suizidgefahr. Der große Gewinn einer pflegerischen Gesundheitsversorgung in den Schulen liege im einfachen Zugang zu Kindern und Jugendlichen, ohne diese zu stigmatisieren.

Das Institut für Pflegewissenschaft an der Universität Witten/Herdecke hat
sich die Entwicklung des für Deutschland neuen Berufsbildes der Schulgesundheitspfleger auf die Fahnen geschrieben. Ein erstes Treffen mit
Vertretern aus Politik, Schule, Berufsverbänden und Stiftungen hat hierzu
bereits stattgefunden mit dem Ziel, einen Modellversuch zu ermöglichen.

End/nna/ung

Bericht-Nr.: 090417-01DE Datum: 17. März 2009

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