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Als in Berlin die Früheinschulung eingeführt wurde, richtete meine Schule eine Vorklasse für die Fünfjährigen ein, mit gebundenem Tageslauf und einem Lehrplan, der die Basissinne und die Gemeinschaftlichkeit schult. Diese Klasse heißt bei uns »Sonnenklasse« und wird von einem Erzieherteam geführt.

 
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... findet das – bei aller pädagogischen Phantasie, zu der wir uns aufgerufen fühlen können – nicht mehr statt, was wir uns unter Waldorfschulleben vorstellen und vor Corona-Zeiten erlebt haben: die unbedrohte zwischenmenschliche Begegnung, der angstfreie Austausch, das quirlige Zusammensein.

 
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steinerschule berner Oberland

Nachdem wir noch ganz optimistisch den Basar angekündigt haben, ist nun wieder alles ganz anders. Am Basarwochenende wird es im und ums Schulhaus ruhig bleiben. Dafür wird uns der Basar bis in die Adventszeit hinein und vielleicht sogar darüber hinaus begleiten.

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Claus-Peter Röh und Florian Osswald, Leiter der Pädagogischen Sektion der Freien Hochschule für Geisteswissenschaft am Goetheanum seit 2010, werden sich Mitte 2021 bzw. Anfang 2022 von dieser Aufgabe zurückziehen.

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Lassen wir es dahingestellt sein, ob – was inzwischen viele bezweifeln – die staatlichen Verordnungen zur Eindämmung der Corona-Pandemie wirklich notwendig waren. Auf jeden Fall haben sie das Vertrauen vieler Menschen in die Zuverlässigkeit zentraler Maßnahmen auf wissenschaftlicher Grundlage erheblich gestärkt.

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Eile mit Weile. Ein Erfahrungsbericht zur Einführung der Schreibschrift

Der ganze Mensch schreibt

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Die Ursachen? Anhand detaillierter Analysen der Schriftproben weisen die Autoren nach, dass vor allem die weit verbreitete Vereinfachte Ausgangsschrift (VA) unweigerlich zu Krakelschriften führt, da die Verbindungen zwischen den Buchstaben unstimmig sind. Als »Lösung« dieses Problems wurde in mehreren Bundesländern den Grundschulen freigestellt, die Schreibschrift ganz abzuschaffen. Wie kommen die Kinder also zu einer schönen Schreibschrift und wann ist der richtige Zeitpunkt, sie einzuführen?

Auf Elternabenden wurde ich manchmal gefragt: »Wann fangen Sie denn endlich mit der Schreibschrift an? Also unsere anderen Kinder haben sie schon viel früher gelernt!« Zur »Erklärung« erzählte ich dann die folgende Geschichte von Till Eulenspiegel:

Till Eulenspiegel ging eines schönen Tages mit seinem Bündel an Habseligkeiten zu Fuß zur nächsten Stadt. Auf einmal hörte er, wie sich schnell Hufgeräusche näherten, und eine Kutsche hielt neben ihm. Der Kutscher hatte es sehr eilig und rief: »Sag schnell – wie weit ist es bis zur nächsten Stadt?« Till Eulenspiegel antwortete: »Wenn Ihr langsam fahrt, dauert es wohl eine halbe Stunde. Fahrt Ihr schnell, so dauert es zwei Stunden, mein Herr.« – »Du Narr«, schimpfte der Kutscher und trieb die Pferde zu einem schnellen Galopp an, und die Kutsche entschwand Till Eulenspiegels Blick. Till Eulenspiegel ging gemächlich seines Weges auf der Straße, die viele Schlaglöcher hatte. Nach etwa einer Stunde sah er nach einer Kurve eine Kutsche im Graben liegen. Die Vorderachse war gebrochen und es war just der Kutscher von vorhin, der sich nun fluchend daran machte, die Kutsche zu reparieren.

Der Kutscher bedachte Till Eulenspiegel mit einem bösen und vorwurfsvollen Blick, worauf dieser nur sagte: »Ich sagte es doch: Wenn Ihr langsam fahrt, eine halbe Stunde …«

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Nach der Einführung des Alphabets schreiben die Kinder in den ersten beiden Schuljahren in Druckschrift. Erst zu Beginn oder im Laufe der dritten Klasse wird die Schreibschrift eingeführt. Pädagogisch begründet wird dieser für manche Eltern vielleicht ungewöhnlich späte Zeitpunkt damit, dass die Fähigkeit zur Formenbildung, wie sie beim Formenzeichnen geübt wird, erst voll ausgebildet sein sollte. Eurythmie und Handarbeit helfen dabei, die Fingergeschicklichkeit und Bewegungssicherheit für die »Laufschrift« zu entwickeln. Rudolf Steiner betont in seinen pädagogischen Vorträgen, wie wichtig das Schreiben als Grundlage für das Lesenlernen sei: »Vor allen Dingen soll man [...] erkennen, dass man nicht das Lesen-Lehren vor dem Schreiben-Lehren treiben soll, denn im Schreiben, insbesondere, wenn es aus dem malenden Zeichnen, zeichnenden Malen herausgeholt ist, betätigt sich der ganze Mensch. Die Finger sind dabei beteiligt, die Lage des Körpers, der ganze Mensch ist dabei beteiligt. Beim Lesen ist nur der Kopf beteiligt. Und man sollte möglichst spät [...] an das Kind heranbringen, was nur einen Teil des Organismus in Tätigkeit versetzt und den anderen gleichgültig lässt. Das allerwichtigste ist, dass man zuerst den ganzen Menschen in Bewegung, in Regsamkeit bringt und dann einen Teil.«

Welche Schreibschrift ist die richtige?

Ich begann nicht, wie etwa von Rolf Rein in einem »Erziehungskunst«-Aufsatz empfohlen, mit der Vereinfachten Ausgangsschrift, denn sie wirkte auf mich auf Anhieb künstlich und unharmonisch; diese Entscheidung wurde nachträglich durch das oben genannte Buch bestätigt. Eine geeignetere Grundlage für die Herausbildung einer geformten individuellen Handschrift schien mir die gute alte Lateinische Ausgangschrift zu sein.

Selbstredend ist Voraussetzung für die Einführung der Schreibschrift, dass der Klassenlehrer die gewählte Schrift selber sicher beherrscht, in der Form, wie die Kinder sie schreiben sollen; diese ist vom ihm – da er ja gewohnt ist, in seiner individuellen Handschrift zu schreiben – auch gleichsam neu zu lernen. Das mag einiges Üben erfordern!

Als Einstieg machte ich den Kindern an der Tafel deutlich, dass die Schreibschrift eine in Fluss gebrachte Druckschrift ist; das kann man auch gut von den Kindern auf Blättern ausprobieren lassen.

>> Zum Beitrag »Eile mit Weile – Ein Erfahrungsbericht zur Einführung der Schreibschrift« von Ludger Helming-Jacoby, »Erziehungskunst«, Heft 9/2018.

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