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Die Alanus Hochschule für Kunst und Gesellschaft

150 Kursangebote für an Weiterbildung interessierte Menschen

 Neben einer Vielzahl von bewährten Kursen in den Bereichen Beruf, Inspiration, Kunst und Ferien hat das Alanus Werkhaus im Jahr 2019 auch viele spannende neue Kurse ins Programm aufgenommen.

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Eliant

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Warum setzen wir in den Schulen digitale Medien ein, ohne die Auswirkungen zu kennen?

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Freunde der Erziehungskunst

Keine Selbstverständlichkeit: Schulen im ländlichen Afrika

In ihrem aktuellen Spendenaufruf bitten die Freunde der Erziehungskunst um Spenden für Waldorfschulen, die sich vor allem für Kinder in ländlichen Gegenden Afrikas einsetzen.

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Goetheanum

Erst die analoge, dann die digitale Welt

Internationale Konferenz der waldorfpädagogischen Bewegung setzt sich für eine entwicklungsorientierte Medienpädagogik ein

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Die Alanus Hochschule für Kunst und Gesellschaft

Medienerziehung an reformpädagogischen Bildungseinrichtungen:

Erziehung bedeutet auch und gerade im „digitalen Zeitalter“, Kinder auf ihrem Weg  zum selbstständig  denkenden Erwachsenen zu begleiten.

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Eile mit Weile. Ein Erfahrungsbericht zur Einführung der Schreibschrift

Der ganze Mensch schreibt

erziehungskunst.de

Die Ursachen? Anhand detaillierter Analysen der Schriftproben weisen die Autoren nach, dass vor allem die weit verbreitete Vereinfachte Ausgangsschrift (VA) unweigerlich zu Krakelschriften führt, da die Verbindungen zwischen den Buchstaben unstimmig sind. Als »Lösung« dieses Problems wurde in mehreren Bundesländern den Grundschulen freigestellt, die Schreibschrift ganz abzuschaffen. Wie kommen die Kinder also zu einer schönen Schreibschrift und wann ist der richtige Zeitpunkt, sie einzuführen?

Auf Elternabenden wurde ich manchmal gefragt: »Wann fangen Sie denn endlich mit der Schreibschrift an? Also unsere anderen Kinder haben sie schon viel früher gelernt!« Zur »Erklärung« erzählte ich dann die folgende Geschichte von Till Eulenspiegel:

Till Eulenspiegel ging eines schönen Tages mit seinem Bündel an Habseligkeiten zu Fuß zur nächsten Stadt. Auf einmal hörte er, wie sich schnell Hufgeräusche näherten, und eine Kutsche hielt neben ihm. Der Kutscher hatte es sehr eilig und rief: »Sag schnell – wie weit ist es bis zur nächsten Stadt?« Till Eulenspiegel antwortete: »Wenn Ihr langsam fahrt, dauert es wohl eine halbe Stunde. Fahrt Ihr schnell, so dauert es zwei Stunden, mein Herr.« – »Du Narr«, schimpfte der Kutscher und trieb die Pferde zu einem schnellen Galopp an, und die Kutsche entschwand Till Eulenspiegels Blick. Till Eulenspiegel ging gemächlich seines Weges auf der Straße, die viele Schlaglöcher hatte. Nach etwa einer Stunde sah er nach einer Kurve eine Kutsche im Graben liegen. Die Vorderachse war gebrochen und es war just der Kutscher von vorhin, der sich nun fluchend daran machte, die Kutsche zu reparieren.

Der Kutscher bedachte Till Eulenspiegel mit einem bösen und vorwurfsvollen Blick, worauf dieser nur sagte: »Ich sagte es doch: Wenn Ihr langsam fahrt, eine halbe Stunde …«

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Nach der Einführung des Alphabets schreiben die Kinder in den ersten beiden Schuljahren in Druckschrift. Erst zu Beginn oder im Laufe der dritten Klasse wird die Schreibschrift eingeführt. Pädagogisch begründet wird dieser für manche Eltern vielleicht ungewöhnlich späte Zeitpunkt damit, dass die Fähigkeit zur Formenbildung, wie sie beim Formenzeichnen geübt wird, erst voll ausgebildet sein sollte. Eurythmie und Handarbeit helfen dabei, die Fingergeschicklichkeit und Bewegungssicherheit für die »Laufschrift« zu entwickeln. Rudolf Steiner betont in seinen pädagogischen Vorträgen, wie wichtig das Schreiben als Grundlage für das Lesenlernen sei: »Vor allen Dingen soll man [...] erkennen, dass man nicht das Lesen-Lehren vor dem Schreiben-Lehren treiben soll, denn im Schreiben, insbesondere, wenn es aus dem malenden Zeichnen, zeichnenden Malen herausgeholt ist, betätigt sich der ganze Mensch. Die Finger sind dabei beteiligt, die Lage des Körpers, der ganze Mensch ist dabei beteiligt. Beim Lesen ist nur der Kopf beteiligt. Und man sollte möglichst spät [...] an das Kind heranbringen, was nur einen Teil des Organismus in Tätigkeit versetzt und den anderen gleichgültig lässt. Das allerwichtigste ist, dass man zuerst den ganzen Menschen in Bewegung, in Regsamkeit bringt und dann einen Teil.«

Welche Schreibschrift ist die richtige?

Ich begann nicht, wie etwa von Rolf Rein in einem »Erziehungskunst«-Aufsatz empfohlen, mit der Vereinfachten Ausgangsschrift, denn sie wirkte auf mich auf Anhieb künstlich und unharmonisch; diese Entscheidung wurde nachträglich durch das oben genannte Buch bestätigt. Eine geeignetere Grundlage für die Herausbildung einer geformten individuellen Handschrift schien mir die gute alte Lateinische Ausgangschrift zu sein.

Selbstredend ist Voraussetzung für die Einführung der Schreibschrift, dass der Klassenlehrer die gewählte Schrift selber sicher beherrscht, in der Form, wie die Kinder sie schreiben sollen; diese ist vom ihm – da er ja gewohnt ist, in seiner individuellen Handschrift zu schreiben – auch gleichsam neu zu lernen. Das mag einiges Üben erfordern!

Als Einstieg machte ich den Kindern an der Tafel deutlich, dass die Schreibschrift eine in Fluss gebrachte Druckschrift ist; das kann man auch gut von den Kindern auf Blättern ausprobieren lassen.

>> Zum Beitrag »Eile mit Weile – Ein Erfahrungsbericht zur Einführung der Schreibschrift« von Ludger Helming-Jacoby, »Erziehungskunst«, Heft 9/2018.

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