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Freunde der Erziehungskunst

Die Webseite der Freunde der Erziehungskunst hat einen neuen Look. Nach langer Vorbereitungszeit konnte die Seite Anfang März 2019 online gehen.

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Waldorf 100

Studierende und Wissenschaftler*innen aller Fachrichtungen, sowie Lehrer*innen haben ab sofort die Möglichkeit, Praxisbeispiele aus der Klassenlehrerzeit an der Waldorfschule online zu streamen. Im neuen deutsch- und englischsprachigen Streaming-Portal stellt die Pädagogische Forschungsstelle kostenlos bisher unveröffentlichtes Filmmaterial für Lehrerbildung und Forschung bereit. 

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atempo

Im Jahr 2019, in dem die Waldorfpädagogik ihren 100. Geburtstag feiert, möchte man nach dem Gespräch mit ihm fast selbst wieder Schülerin werden, wenn man wüsste, dass ein Lehrer mit dieser Hingabe fürs Unterrichten und diesem tiefen Interesse am Menschen an der Tafel stünde. - Christian Boettger im Gespräch mit Maria A. Kafitz

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erziehungskunst.de

Um sich über die dringendsten Arbeits- und Forschungsaufgaben für die Waldorfschul- und Kindergartenbewegung auszutauschen, haben sich etwa 20 Experten aus Deutschland, der Schweiz, Brüssel und Großbritannien Anfang November letzten Jahres in Dornach getroffen.

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erziehungskunst - frühe Kindheit


Liebe Leserin, liebe Leser,

zu ihrem ersten Geburtstag bekommt Marie ein rotes Mützchen von ihrer Patin geschenkt. Es wird rasch zu ihrem Lieblingsstück, ohne das sie das Haus nicht mehr verlässt, und das sie auch im Haus trägt. Selbst als sie schon sechs Jahre alt ist, die Mütze inzwischen ausgebleicht, schlabberig und wiederum recht klein auf dem Kopf aussieht, wird sie angezogen. Immer, auch nachts. Tolle, neue, bunte und schicke Mützen haben keine Chance. Erst als Marie in die Schule kommt, ein paar Wochen vergangen sind, liegt die Mütze auf einmal in der Ecke. Sie braucht sie nicht mehr. Die Mütze hat ausgedient, sie hat ihren Zweck erfüllt. –

Maries Mütze war eine Art Zaubermütze: Nicht nur, dass sie so lange Zeit mitgewachsen ist, sich immer weiter vergrößerte, sondern auch dahingehend, dass sie ihr Wärme gab, Schutz bedeutete vor der Außenwelt, Heimat und Vertrautes beinhaltete. Und sie war Zeichen von Liebe und Zuwendung – ein bisschen Patin war immer mit dabei.

Wärme ist eine Frage der Qualität auf mehreren Ebenen, wie Edmond Schoorel in seinem Büchlein über Wärme und ihre Bedeutung für das heranwachsende Kind schreibt. Wir brauchen sie unmittelbar zum Leben, nur aus Wärme und in Wärme kann Neues entstehen. Der Erhalt der physischen Wärme ist für das Neugeborene das Allerwichtigste, kommt es doch aus einem Raum, der immer die richtige Wärme hatte, in dem Innen und Außen noch nicht getrennt waren. Es ist darauf angewiesen, dass wir ihm äußerlich Wärme geben, denn es selbst könnte sie nicht halten. Eng mit dieser Art von Wärme ist die Ebene des Energiehaushaltes verknüpft. Auch für diesen müssen vorerst die Eltern und Erzieher sorgen. Regelmäßig essen, trinken, schlafen, draußen sein und wieder drinnen, sich bewegen und wieder ruhen – Rhythmisches überhaupt – schafft die richtige Balance, so dass die Energie zur Wärme wird. Wärme liegt aber auch in unserer Zuwendung, im Blick auf die Kinder. In der Begegnung entsteht Wärme. Wir würden seelisch verkümmern und erkalten, könnten uns nicht im Vertrauen zu uns selbst entwickeln, wenn wir dieses seelische Wärmebett nicht hätten. Räume, die keinen Platz lassen für zwischenmenschliches Miteinander, werden kalt. Da nützt auch die Zentralheizung nichts mehr. Und nicht zuletzt ist die vierte Ebene die der Begeisterung – mit Begeisterung lassen die Kinder sich auf die Welt ein. Nehmen wir ihnen die Freude an der Welt durch den wissenden, nüchternen Blick, so entziehen wir ihnen eine entscheidende Qualität für ihre Entwicklung, die ganz aus dieser inneren Wärme entsteht.

Ziehen wir unseren Kindern also solange Mützen auf, aber solche, die aus Fäden der Liebe gesponnen sind, die sie hüllen, bis die Zeit gekommen ist, sie abzulegen und die Wärme innen angekommen ist.

Ariane Eichenberg

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