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Die Alanus Hochschule für Kunst und Gesellschaft

150 Kursangebote für an Weiterbildung interessierte Menschen

 Neben einer Vielzahl von bewährten Kursen in den Bereichen Beruf, Inspiration, Kunst und Ferien hat das Alanus Werkhaus im Jahr 2019 auch viele spannende neue Kurse ins Programm aufgenommen.

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Eliant

Eliant

Warum setzen wir in den Schulen digitale Medien ein, ohne die Auswirkungen zu kennen?

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Freunde der Erziehungskunst

Keine Selbstverständlichkeit: Schulen im ländlichen Afrika

In ihrem aktuellen Spendenaufruf bitten die Freunde der Erziehungskunst um Spenden für Waldorfschulen, die sich vor allem für Kinder in ländlichen Gegenden Afrikas einsetzen.

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Goetheanum

Erst die analoge, dann die digitale Welt

Internationale Konferenz der waldorfpädagogischen Bewegung setzt sich für eine entwicklungsorientierte Medienpädagogik ein

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Fallkonferenzen verbessern Auffälligkeit bei Demenzkranken

Institut für Pflegewissenschaft der Uni Witten-Herdecke legt Studie vor

Von: NNA - Berichterstattung
WITTEN/HERDECKE (NNA). Demenzkranke zeigen weniger auffällige Verhaltensweisen und benötigen deutlich weniger Medikamente, wenn Pflegende Zeit haben, in Fallkonferenzen Gründe für das Verhalten zu suchen und Ärzte die Medikation differenziert hinterfragen. Das ist das wesentliche Ergebnis einer Studie von Pflegewissenschaftlerinnen und Medizinern der Universität Witten/Herdecke. Sie hatten in einer vom Bundesgesundheitsministerium geförderten Untersuchung 163 Bewohner von 15 Dortmunder und Wittener Altenpflegeheimen im Abstand von neun Monaten beobachtet. Sie alle zeigten herausforderndes Verhalten, das mit dem Krankheitsbild der Demenz einhergehen kann: Unruhe, Schreien, Herumwandern oder Aggressivität. Dieses Verhalten macht die Pflege schwierig, belastet Pflegende, Angehörige und die Betroffenen selbst. Häufig liegen Gründe aber in den zwischenmenschlichen Beziehungen, die besondere Kompetenzen der Pflegenden erfordern. "Im Pflegealltag suchen Pflegende oft verzweifelt danach, wie sie die Probleme lösen können, werden damit aber oft allein gelassen. Ärzte versuchen mit nicht immer geeigneten Medikamenten die Symptome in den Griff zu bekommen", beschreibt Prof. Dr. Sabine Bartholomeyczik vom Institut für Pflegewissenschaft die bisherige Praxis. Behandelnde Hausärzte in diesen Einrichtungen wurden entsprechend einer Leitlinie fortgebildet und Pflegende lernten in Fallkonferenzen, wie Bewohner mit herausforderndem Verhalten zu verstehen und dadurch gezielter zu behandeln sind. Nach neun Monaten habe sich in der Beobachtungsgruppe gezeigt, dass die Menge der verordneten Medikamente signifikant gesunken sei. Der Anteil der Bewohner, die allgemein mit Psychopharmaka behandelt wurde, verringerte sich von 75% auf 65%; besonders die Zahl der Neuroleptikaverordnungen sank. Zugleich stieg die Zahl der Bewohner ohne eine Verhaltensauffälligkeit von 11 auf 23%. "Das ist für uns als Forscher ein klares Zeichen, dass die bestehenden Leitlinien und Empfehlungen, wenn sie denn konsequent in Zusammenarbeit der beiden Berufsgruppen eingesetzt würden, die Lebensqualität der Bewohner von Alten- und Pflegeeinrichtungen deutlich verbessern könnten. „Leider steht der Zeitdruck im Alltag und die allgemeine Geldnot im Pflegebereich dagegen. Und es fehlt immer noch an Wissen über die längst bestehenden Empfehlungen sowohl bei Ärzten als auch bei Pflegenden" fasst Dr. med. Stefan Wilm vom Wittener Institut für Allgemeinmedizin und Familienmedizin das Ergebnis der Studie aus seiner Sicht zusammen. "Beide Berufsgruppen wünschen sich in unseren Befragungen feste Zeiten für eine gemeinsame Visite, bessere Kommunikation untereinander und mehr Anerkennung ihrer Arbeit", zitiert Wilm aus den Fragebögen. End/nna/ung Weitere Informationen: Prof. Dr. Sabine Bartholomeyczik, 02302/926-147, sbartholo@uni-wh.de Bericht-Nr.: 100322-03DE Datum: 22. März 2010 © 2010 News Network Anthroposophy Limited (NNA).

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