News

News

erziehungskunst.de

Als in Berlin die Früheinschulung eingeführt wurde, richtete meine Schule eine Vorklasse für die Fünfjährigen ein, mit gebundenem Tageslauf und einem Lehrplan, der die Basissinne und die Gemeinschaftlichkeit schult. Diese Klasse heißt bei uns »Sonnenklasse« und wird von einem Erzieherteam geführt.

 
jjggugu
 … 

erziehungskunst.de

... findet das – bei aller pädagogischen Phantasie, zu der wir uns aufgerufen fühlen können – nicht mehr statt, was wir uns unter Waldorfschulleben vorstellen und vor Corona-Zeiten erlebt haben: die unbedrohte zwischenmenschliche Begegnung, der angstfreie Austausch, das quirlige Zusammensein.

 
ggugu
 … 

steinerschule berner Oberland

Nachdem wir noch ganz optimistisch den Basar angekündigt haben, ist nun wieder alles ganz anders. Am Basarwochenende wird es im und ums Schulhaus ruhig bleiben. Dafür wird uns der Basar bis in die Adventszeit hinein und vielleicht sogar darüber hinaus begleiten.

ggugu
 … 

erziehungskunst.de

Claus-Peter Röh und Florian Osswald, Leiter der Pädagogischen Sektion der Freien Hochschule für Geisteswissenschaft am Goetheanum seit 2010, werden sich Mitte 2021 bzw. Anfang 2022 von dieser Aufgabe zurückziehen.

 … 

erziehungskunst.de

Lassen wir es dahingestellt sein, ob – was inzwischen viele bezweifeln – die staatlichen Verordnungen zur Eindämmung der Corona-Pandemie wirklich notwendig waren. Auf jeden Fall haben sie das Vertrauen vieler Menschen in die Zuverlässigkeit zentraler Maßnahmen auf wissenschaftlicher Grundlage erheblich gestärkt.

 … 

Gold des Sprechens

erziehungskunst.de

Der kleine Dialog, welcher zwischen der grünen Schlange und dem goldenen König geführt wird, stammt aus Goethes Märchen, das den Höhepunkt und Schluss der Unterhaltungen deutscher Ausgewanderter (1795) bildet. Eigenartig und sonderbar erscheint uns auf den ersten Blick die Bedeutungsverschiebung vom Gold über das Licht zum Gespräch. Galten doch seit Urzeiten Gold und Licht als Symbole des Göttlichen. Das Gespräch hingegen ist etwas ganz Menschliches, Irdisches. Ob es den Glanz des Himmlischen erhält, hängt von uns ab. Genaues Sprechen und ein genaues Hören sind dafür notwendig. Hören bedeutet, das Eigene verstummen lassen – Selbstlosigkeit –, sich ganz dem Anderen hingeben oder den Anderen ganz in mir aufnehmen mit seiner Stimme. Und Sprechen bedeutet, Vertrauen zu haben, dass der andere mich hören kann. Gespräch ist ein fortwährendes Hin und Her zwischen Ein- und Ausatmen, Einschlafen und Aufwachen, Hingabe und Aussprache. Es ist ein bewegter Prozess, in dessen unsichtbaren Zwischenraum sich eine Art Gefäß bildet, in das hinein sich Höheres gießen kann. Solch ein Gespräch hat dann Gold und Licht in sich aufgenommen.Schon mit unseren ungeborenen Kindern führen wir Gespräche, bewusste und unbewusste. Sie hören uns zu, lange bevor wir das wissen. Werden sie geboren, dann knüpfen wir an dieses Gespräch an, führen es fort durch Blicke, Berührungen und Worte, die nun direkt an sie gerichtet sind. Auf diese Ansprache folgen dann die ersten zarten Antworten, ein Tönen, das zum Lautieren wird und schließlich zum Wort. Begeben wir uns in diesen Sprachwerdungsprozess mit all unseren Sinnen hinein, so können wir das gemeinschaftsbildende Element von Sprache wahrnehmen. Denn Sprache ist nicht etwas einsames, sondern immer etwas, was den anderen Menschen voraussetzt. Das zeigen die vielen Situationen von Kindern, mit denen in frühester Kindheit nicht gesprochen wurde und die in Folge nie richtig sprechen lernen konnten. Dabei ist die Wirksamkeit von Sprache auf die seelisch-geistige und physische Entwicklung nicht so sehr an Aussage und Information gebunden.Sprache wirkt vor allem auf der Ebene des Klangs, des Rhythmus, überhaupt durch ihre musikalisch-poetische Geste. Sie beeinflusst damit unsere Atmung, das Gehirnwasser, den Blutkreislauf und trägt entscheidend dazu bei, wie sich unsere physische Organisation bildet: »Denn wir sind so, wie wir uns am Worte entwickeln« (Rudolf Steiner). – Sich am Wort entwickeln, dem Wort wieder Raum geben, um sich in diesem zu begegnen, ist auch ein Geschenk. Und vielleicht auch eines das im Sinne von Goethe mehr leuchtet als Glitzergold und Lichterketten.


Inhalt • Winter 2019

Thema: Sprechen & Sprache
  • Rainer Patzlaff: Sprechenlernen. Ein musikalisch-plastisches Meisterwerk
Mensch & Initiative
  • Maximilian Buchka: Geschichte des Waldorfkindergartens
Mit Kindern leben
  • Lorenzo Ravagli: Schneetreiben
  • Susanne Bregenzer: Ewig ein schlechtes Gewissen. Beichte einer Waldorf-Mama
Leicht gemacht
  • Frank Kaliss: Welches Bilderbuch soll ich meinem Kind schenken?
Kindergartenpraxis
  • Dagmar Scharfenberg: Das Völkchen in der Puppenecke
  • Barbara Leineweber: Die Bienenwachswerkstatt
Blick in die Welt
  • Nana Göbel: Waldorfkindergärten im Baltikum
Dialog
  • Die Würde des Kindes ist antastbar. Im Gespräch mit Gabriele Pohl
Kolumne | Müllers Meinung
  • Birte Müller: Weihnachtsperfektionismus

***

Die Zeitschrift »Erziehungskunst – Frühe Kindheit« wird von der Vereinigung der Waldorfkindergärten in Zusammenarbeit mit dem Bund der Freien Waldorfschulen herausgegeben.


Bei Fragen zu Bestellungen wenden Sie sich bitte an:
Leserservice | Verlag Freies Geistesleben | Postfach 13 11 22 | 70069 Stuttgart | Tel: 0711 2853226 | Fax: 0711 2853210
E-Mail: abo(at)geistesleben.com

Zurück