News

News

erziehungskunst.de

Als in Berlin die Früheinschulung eingeführt wurde, richtete meine Schule eine Vorklasse für die Fünfjährigen ein, mit gebundenem Tageslauf und einem Lehrplan, der die Basissinne und die Gemeinschaftlichkeit schult. Diese Klasse heißt bei uns »Sonnenklasse« und wird von einem Erzieherteam geführt.

 
jjggugu
 … 

erziehungskunst.de

... findet das – bei aller pädagogischen Phantasie, zu der wir uns aufgerufen fühlen können – nicht mehr statt, was wir uns unter Waldorfschulleben vorstellen und vor Corona-Zeiten erlebt haben: die unbedrohte zwischenmenschliche Begegnung, der angstfreie Austausch, das quirlige Zusammensein.

 
ggugu
 … 

steinerschule berner Oberland

Nachdem wir noch ganz optimistisch den Basar angekündigt haben, ist nun wieder alles ganz anders. Am Basarwochenende wird es im und ums Schulhaus ruhig bleiben. Dafür wird uns der Basar bis in die Adventszeit hinein und vielleicht sogar darüber hinaus begleiten.

ggugu
 … 

erziehungskunst.de

Claus-Peter Röh und Florian Osswald, Leiter der Pädagogischen Sektion der Freien Hochschule für Geisteswissenschaft am Goetheanum seit 2010, werden sich Mitte 2021 bzw. Anfang 2022 von dieser Aufgabe zurückziehen.

 … 

erziehungskunst.de

Lassen wir es dahingestellt sein, ob – was inzwischen viele bezweifeln – die staatlichen Verordnungen zur Eindämmung der Corona-Pandemie wirklich notwendig waren. Auf jeden Fall haben sie das Vertrauen vieler Menschen in die Zuverlässigkeit zentraler Maßnahmen auf wissenschaftlicher Grundlage erheblich gestärkt.

 … 

Jeder hat das Recht, eine Ausnahme zu sein

Das Lebensmagazin der Verlage Freies Geistesleben & Urachhaus Nr 230 | Februar 2019

atempo

Wir alle verbringen einen durchaus bedeutenden Teil unserer Kindheit und Jugend an einem prägenden Ort: der Schule. Sie kann uns befeuern und anregen oder ängstigen und anstrengen. Für manche wird Schule gar zum Lebensthema, wie etwa für den Diplomingenieur Christian Boettger, der schließlich sogar aus Überzeugung Lehrer wurde. Nach langen Jahren an den Freien Waldorfschulen in Karlsruhe und Schopfheim ist er seit 2006 Geschäftsführer des Bundes der Freien Waldorfschulen (www.waldorfschule.de) und seit 2008 zudem Geschäfts­führer der dortigen Pädagogischen Forschungsstelle (www.forschung-waldorf.de). Seine Freude am Unterrichten, seine Neugier am Lernen und den Lernenden hat er auch außerhalb des Klassenzimmers – in das es ihn immer wieder zieht – nicht verloren.
Im Jahr 2019, in dem die Waldorfpädagogik ihren 100. Geburtstag feiert, möchte man nach dem Gespräch mit ihm fast selbst wieder Schülerin werden, wenn man wüsste, dass ein Lehrer mit dieser Hingabe fürs Unterrichten und diesem tiefen Interesse am Menschen an der Tafel stünde.

 

Maria A. Kafitz | Lieber Herr Boettger, Sie haben Luft- und Raumfahrttechnik studiert, wollten also in die höchsten Höhen. Dennoch sind Sie Lehrer geworden. Ist dieser Beruf für Sie eine andere Form von Höhenflug – oder wie kam es zur Entscheidung: weg aus den Weiten des Weltalls und hin zur Schwerkraft einer Schule?
Christian Boettger | Das ist gut: Aus dem Kosmos in den Kosmos der Schule! Die Luft- und Raumfahrttechnik hatte mich wirklich unglaublich begeistert, die Physik, das Kennenlernen der Weltraumforschung, das Miterleben, wie die ersten Menschen auf dem Mond gelandet sind. Und die Perfektion des Technischen faszinierte mich. Zumindest dachte ich, die Technik wäre perfekt. Aber wenn man das Fach dann studiert und merkt, wie oft da gepfuscht, herumgedoktert und improvisiert wird, verliert manches seinen Glanz. Entscheidend aber war etwas anderes: Ich habe bemerkt, dass mich diese Techno­logie und vor allen Dingen die Arbeit in den Forschungsabteilungen eigentlich nicht als ganzen Menschen ergreift, sondern nur als Kopf – und das wollte ich einfach nicht mehr. Also bin ich aus der Luft- und Raumfahrttechnik ausgestiegen und Lehrer geworden, denn beim Unterrichten von Kindern und Jugendlichen muss der Mensch als Ganzes im Mittelpunkt stehen. Zumindest sollte es so sein. Mit fünfundzwanzig gab es damals für mich nur einen Weg, möglichst schnell Lehrer zu werden, und zwar jenen über das Studium der Waldorfpädagogik. Mit diesem Schritt und allem, was ich dabei gelernt und erfahren habe, wurde für mich immer deutlicher, dass ich mich um Menschen kümmern, mit ihnen zusammen sein möchte – und dabei selbst Mensch werden will.

MAK | Was meinen Sie damit: «Mensch zu werden»?
CB | Für mich bedeutet Menschsein eigentlich immer Menschwerden. Niemals fertig, immer in Entwicklung zu sein, immer noch etwas dazuzulernen. Eigentlich ist ein Mensch immer ein Lernender. Und nichts zeigt einem das besser als das Jugendalter. Hierin liegt eine der ganz besonderen und wert­vollen Seiten des Lehrerberufs, der viel zu wenig beachtet wird: Man darf an der Entwicklung eines jungen Menschen teilhaben und sich daran selbst auch entwickeln.

MAK | Eines der wohl bekanntesten Bücher über die Waldorfpädagogik trägt den Titel Erziehung zur Freiheit. Kann man zur Freiheit erziehen? Hat Freiheit innerhalb einer Schule überhaupt einen Platz, einen Ent­faltungsraum?
CB | Es wäre ja fatal, wenn ich nur frei wäre, wenn ich draußen bin. Dann wäre die Schule praktisch ein «Lerngefängnis» und die sogenannte «Freizeit» fände nur andernorts statt. Ich glaube aber, dass Kinder und Jugendliche in der Schule ihre Freiheit erleben müssen. Übrigens auch die Lehrer. Eigentlich muss dieser Lernraum Schule der wirkliche, der echte Freiheitsraum sein. Wenn er das ist, wirkt dies auch auf die Zeit danach.

MAK | Wie kann das gelingen?
CB | Erst einmal muss das Individuum ernst genommen werden. Frei ist man ja nur, wenn man auch wirklich als einzelner Mensch wahrgenommen wird. Ich bin niemals frei als Gruppe. Als Gruppenmitglied und durch Gruppenzwänge ist man praktisch immer schon in sich selbst gefangen. Aber jeder ist einzigartig. Und wir müssen jedem diese Einzigartigkeit zugestehen – jedem Schüler und jedem Lehrer. Ich habe das vor Kurzem bei einem Elterngespräch so formuliert: Jeder Jugendliche in der Schule hat das Recht, eine Ausnahme zu sein.

...

>> zum ganzen Interview in atempo Ausgabe Februar 2019

Zurück