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Freunde der Erziehungskunst

In sehr vielen Ländern bekommen Waldorfschulen keinerlei staatliche Unterstützung. Da die Schulen sich selbst finanzieren müssen, stehen viele Familien vor unüberwindlichen Problemen. Als Bildungspate können Sie genau diesen Familien helfen.

EEin Ein Statement von Hirnforscher Gerald Hüther

Ein Statement von Hirnforscher Gerald Hüther

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Angst ist in der aktuellen Corona-Pandemie omnipräsent, besonders bei Kindern. Zwar sind viele Erwachsene stolz, dass die meisten Kinder bei den Maßnahmen so gut mitmachen, Verantwortung zeigen, eben die Großeltern nicht besuchen, kaum Freunde treffen, Masken tragen usw. Doch dabei unterdrücken sie ihre lebenswichtigen Bedürfnisse nach Verbundenheit und Autonomie. Was passiert dabei im Hirn der Kinder? Was geht verloren? Welche Folgen hat das? Wie kommen wir da wieder raus? Gerald Hüther analysiert, was derzeit mit und bei unseren Kindern passiert und stellt Lösungsmöglichkeiten vor, wie wir ihnen helfen können, dass sie wieder zu mehr Lebendigkeit kommen, jetzt und auch in der Zukunft. Dieses neurobiologische Gespräch macht Mut und kann Eltern, pädagogischen Fachkräften und vlt. auch Politikern helfen, einen anderen, kindgerechteren Umgang mit der aktuellen, von großer Angst dominierten Situation zu finden.Angst ist in der aktuellen Corona-Pandemie omnipräsent, besonders bei Kindern. Zwar sind viele Erwachsene stolz, dass die meisten Kinder bei den Maßnahmen so gut mitmachen, Verantwortung zeigen, eben die Großeltern nicht besuchen, kaum Freunde treffen, Masken tragen usw. Doch dabei unterdrücken sie ihre lebenswichtigen Bedürfnisse nach Verbundenheit und Autonomie. Was passiert dabei im Hirn der Kinder? Was geht verloren? Welche Folgen hat das? Wie kommen wir da wieder raus? Gerald Hüther analysiert, was derzeit mit und bei unseren Kindern passiert und stellt Lösungsmöglichkeiten vor, wie wir ihnen helfen können, dass sie wieder zu mehr Lebendigkeit kommen, jetzt und auch in der Zukunft. Dieses neurobiologische Gespräch macht Mut und kann Eltern, pädagogischen Fachkräften und vlt. auch Politikern helfen, einen anderen, kindgerechteren Umgang mit der aktuellen, von großer Angst dominierten Situation zu finden.jjggugu
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alanus

Hans-Joachim Pieper, Rektor der Alanus Hochschule, hat zwei neue Professorinnen und einen Professor ernannt: Eva Paul lehrt als Professorin für Kunsttherapie, ihre Kollegin Juliane Melches übernimmt seit Februar die Professur für Kunsttherapie mit dem Schwerpunkt psychologische/psychotherapeutische Grundlagen der Kunsttherapie. Nicolai Besgen lehrt als Honorarprofessor für Arbeitsrecht.

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Ein Statement von Hirnforscher Gerald Hüther

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Angst ist in der aktuellen Corona-Pandemie omnipräsent, besonders bei Kindern. Zwar sind viele Erwachsene stolz, dass die meisten Kinder bei den Maßnahmen so gut mitmachen, Verantwortung zeigen, eben die Großeltern nicht besuchen, kaum Freunde treffen, Masken tragen usw. Doch dabei unterdrücken sie ihre lebenswichtigen Bedürfnisse nach Verbundenheit und Autonomie. Was passiert dabei im Hirn der Kinder? Was geht verloren? Welche Folgen hat das? Wie kommen wir da wieder raus? Gerald Hüther analysiert, was derzeit mit und bei unseren Kindern passiert und stellt Lösungsmöglichkeiten vor, wie wir ihnen helfen können, dass sie wieder zu mehr Lebendigkeit kommen, jetzt und auch in der Zukunft. Dieses neurobiologische Gespräch macht Mut und kann Eltern, pädagogischen Fachkräften und vlt. auch Politikern helfen, einen anderen, kindgerechteren Umgang mit der aktuellen, von großer Angst dominierten Situation zu finden.Angst ist in der aktuellen Corona-Pandemie omnipräsent, besonders bei Kindern. Zwar sind viele Erwachsene stolz, dass die meisten Kinder bei den Maßnahmen so gut mitmachen, Verantwortung zeigen, eben die Großeltern nicht besuchen, kaum Freunde treffen, Masken tragen usw. Doch dabei unterdrücken sie ihre lebenswichtigen Bedürfnisse nach Verbundenheit und Autonomie. Was passiert dabei im Hirn der Kinder? Was geht verloren? Welche Folgen hat das? Wie kommen wir da wieder raus? Gerald Hüther analysiert, was derzeit mit und bei unseren Kindern passiert und stellt Lösungsmöglichkeiten vor, wie wir ihnen helfen können, dass sie wieder zu mehr Lebendigkeit kommen, jetzt und auch in der Zukunft. Dieses neurobiologische Gespräch macht Mut und kann Eltern, pädagogischen Fachkräften und vlt. auch Politikern helfen, einen anderen, kindgerechteren Umgang mit der aktuellen, von großer Angst dominierten Situation zu finden.jjggugu
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alanus

„Das Graduiertenkolleg Waldorfpädagogik ist ein wichtiger Schritt, um die in der Praxis vielfach bewährte Waldorfpädagogik auch akademisch anschlussfähig zu machen“, erklärt Achim Granz aus dem Vorstand der Software AG – Stiftung. Ziel der Förderung sei es, den Hochschulnachwuchs für eine wissenschaftliche Auseinandersetzung zu interessieren. „Damit wollen wir auch die Voraussetzung für zukünftige Habilitationen bzw. Professuren im Bereich der Waldorfpädagogik schaffen“, führt Grenz weiter aus.

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Angst ist in der aktuellen Corona-Pandemie omnipräsent, besonders bei Kindern. Zwar sind viele Erwachsene stolz, dass die meisten Kinder bei den Maßnahmen so gut mitmachen, Verantwortung zeigen, eben die Großeltern nicht besuchen, kaum Freunde treffen, Masken tragen usw. Doch dabei unterdrücken sie ihre lebenswichtigen Bedürfnisse nach Verbundenheit und Autonomie. Was passiert dabei im Hirn der Kinder? Was geht verloren? Welche Folgen hat das? Wie kommen wir da wieder raus? Gerald Hüther analysiert, was derzeit mit und bei unseren Kindern passiert und stellt Lösungsmöglichkeiten vor, wie wir ihnen helfen können, dass sie wieder zu mehr Lebendigkeit kommen, jetzt und auch in der Zukunft. Dieses neurobiologische Gespräch macht Mut und kann Eltern, pädagogischen Fachkräften und vlt. auch Politikern helfen, einen anderen, kindgerechteren Umgang mit der aktuellen, von großer Angst dominierten Situation zu finden.Angst ist in der aktuellen Corona-Pandemie omnipräsent, besonders bei Kindern. Zwar sind viele Erwachsene stolz, dass die meisten Kinder bei den Maßnahmen so gut mitmachen, Verantwortung zeigen, eben die Großeltern nicht besuchen, kaum Freunde treffen, Masken tragen usw. Doch dabei unterdrücken sie ihre lebenswichtigen Bedürfnisse nach Verbundenheit und Autonomie. Was passiert dabei im Hirn der Kinder? Was geht verloren? Welche Folgen hat das? Wie kommen wir da wieder raus? Gerald Hüther analysiert, was derzeit mit und bei unseren Kindern passiert und stellt Lösungsmöglichkeiten vor, wie wir ihnen helfen können, dass sie wieder zu mehr Lebendigkeit kommen, jetzt und auch in der Zukunft. Dieses neurobiologische Gespräch macht Mut und kann Eltern, pädagogischen Fachkräften und vlt. auch Politikern helfen, einen anderen, kindgerechteren Umgang mit der aktuellen, von großer Angst dominierten Situation zu finden.jjggugu
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erziehungskunst

Sicher haben viele Eltern in der Zeit des Lockdowns reichlich Gelegenheit gehabt, die Beziehungen zwischen Geschwistern intensiver zu erleben. Möglicherweise war aber für die Beobachtung zu wenig Ruhe – man war wohl immer wieder aufgerufen, zwischen streitenden Geschwistern zu schlichten, wodurch eine »Beobachtungswarte« nicht leicht einzuhalten war.

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erziehungskunst

Was es braucht, ist eine vorbehaltlose forschende Haltung, die Bereitschaft, andere Erfahrun-gen und Blickwinkel zu tolerieren und sich auf sie einzulassen. Beides bildet die Grundlage, wieder eine gemeinsame Sprache zu finden

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erziehungskunst

Die Corona-Pandemie hat uns jetzt schon fast ein Jahr im Griff. Wie haben die Waldorfschulen die Lage bisher gemeistert? Was wird aus den Schulen berichtet?

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Angst ist in der aktuellen Corona-Pandemie omnipräsent, besonders bei Kindern. Zwar sind viele Erwachsene stolz, dass die meisten Kinder bei den Maßnahmen so gut mitmachen, Verantwortung zeigen, eben die Großeltern nicht besuchen, kaum Freunde treffen, Masken tragen usw. Doch dabei unterdrücken sie ihre lebenswichtigen Bedürfnisse nach Verbundenheit und Autonomie. Was passiert dabei im Hirn der Kinder? Was geht verloren? Welche Folgen hat das? Wie kommen wir da wieder raus? Gerald Hüther analysiert, was derzeit mit und bei unseren Kindern passiert und stellt Lösungsmöglichkeiten vor, wie wir ihnen helfen können, dass sie wieder zu mehr Lebendigkeit kommen, jetzt und auch in der Zukunft. Dieses neurobiologische Gespräch macht Mut und kann Eltern, pädagogischen Fachkräften und vlt. auch Politikern helfen, einen anderen, kindgerechteren Umgang mit der aktuellen, von großer Angst dominierten Situation zu finden.Angst ist in der aktuellen Corona-Pandemie omnipräsent, besonders bei Kindern. Zwar sind viele Erwachsene stolz, dass die meisten Kinder bei den Maßnahmen so gut mitmachen, Verantwortung zeigen, eben die Großeltern nicht besuchen, kaum Freunde treffen, Masken tragen usw. Doch dabei unterdrücken sie ihre lebenswichtigen Bedürfnisse nach Verbundenheit und Autonomie. Was passiert dabei im Hirn der Kinder? Was geht verloren? Welche Folgen hat das? Wie kommen wir da wieder raus? Gerald Hüther analysiert, was derzeit mit und bei unseren Kindern passiert und stellt Lösungsmöglichkeiten vor, wie wir ihnen helfen können, dass sie wieder zu mehr Lebendigkeit kommen, jetzt und auch in der Zukunft. Dieses neurobiologische Gespräch macht Mut und kann Eltern, pädagogischen Fachkräften und vlt. auch Politikern helfen, einen anderen, kindgerechteren Umgang mit der aktuellen, von großer Angst dominierten Situation zu finden.jjggugu
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Christian Schlumpf baut mit seiner Schulklasse an einem Wikingerboot. Vor den Sommerferien soll die gesamte siebte Klasse der Rudolf Steiner Schule Berner Oberland damit den Thunersee umrunden. Das Experiment wirkt schon vor Hälfte der Bauzeit, denn die Steffisburger Klasse rudert immer kräftiger in die gleiche Richtung.

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Kleidung im Dienst der Entwicklung des Bewusstseins

Kulturtagung am Goetheanum machte Zusammenhänge zwischen dem Ich und seinen Hüllen deutlich

Von: NNA-Korrespondent Wolfgang G. Voegele

Bekleidungskunst

Foto: Das Zuccoli-Ensemble
         Fotografin Charlotte Fischer
DORNACH (NNA). „Die Hüllen und das Ich. Wandlungen der Seele als Grundlage der Kulturepochen“ war der Titel einer Tagung im Oktober im Dornach. Als Referenten hatte die Sektion für Schöne Wissenschaften die Kulturanthropologin Heide Nixdorff, von 1986 bis 2005 Professorin für
Kulturgeschichte der Textilien an der Universität Dortmund, und den Physiker
und Schriftsteller Leonhard Speckner
gewinnen können.

Auch jenen Zuhörern, die mit dem Thema „Bekleidung“ schon etwas vertraut
waren, boten die beiden Referenten viel Neues und Nachdenkenswertes, ihre
interessante Ausführungen ergänzten sich vorzüglich. Neben den etwa hundert
aufmerksam und teilweise begeistert mitgehenden Zuhörerinnen bildeten Männer übrigens - vermutlich bedingt durch die Thematik - eine Minderheit.

In sieben Vorträgen, teilweise von eindrucksvollen Kostüm-Demonstrationen
auf der Bühne und von Diaprojektionen begleitet, entstand ein lebendiges
Bild der Beziehung zwischen den Wesensgliedern des Menschen, seinen
leiblich-seelischen Hüllen und seinen Kleider-Hüllen. Die Kulturepochen
Ägyptens, Griechenlands und des neuzeitlichen Mitteleuropa wurden aus
geistesgeschichtlicher und menschenkundlicher Sicht durchleuchtet. Bestimmte
Kleidungsformen dienten der Abbildung, der Förderung oder der Verhinderung
seelisch-geistige Entwicklungen. Besondere Beachtung fand das Verhältnis der
textilen Hüllen zu den in der Anthroposophie Rudolf Steiners dargestellten
Wesensgliedern, der Empfindungsseele, der Verstandes- und Gemütsseele und
der modernen Bewusstseinsseele.

Die Veranstaltung machte deutlich, wie sich in der Bekleidung menschliches
Bewusstsein spiegelt oder gegebenenfalls auch verhüllt. Von Anfang an seien
Kleiderhüllen nicht nur Bedeckung gewesen, sondern Projektionsfläche: man
ziehe im besten Fall etwas an, um selbst so zu werden.

Anthroposophie versöhne die gegensätzlichen Auffassungen: im Osten Geist als Widersacher der (sinnlichen, materieverhafteten) Seele; im Westen ein
materialistisches Menschenbild, das keinen Ich-Kern mehr, nur noch Hüllen
kenne. Speckner wies darauf hin, dass sich das Verhältnis zwischen Kern und
Hülle ständig wandle. Anknüpfend an Steiners Buch „Theosophie“ zeigte er,
wie der Mensch als geistiges Wesen seine Hüllen erobert und allmählich
seinem Wesen einfügt: „Das Ich erhält Wesen und Bedeutung von dem, womit es verbunden ist.“ Der Kern werde im Lauf der Zeit Hülle und umgekehrt. Das
könne anhand der aufeinanderfolgenden Kulturepochen exemplarisch dargestellt werden.

So sahen etwa die Ägypter, auch nach Meinung des bekannten Religions- und
Kulturwissenschaftlers Jan Assmann
, in ihrer strengen
„bewegungskorrigierenden, würdigen“ Kleidung ein begleitendes Mittel, um die
sonstige Erziehung zur Tugend des „Aufeinanderhörens“, das die
Unsterblichkeit garantieren sollte, zu unterstützen. Aus anthroposophischer
Perspektive handelte es sich dabei um die Zügelung des Astralleibes, des
Sitzes von persönlichen Trieben und Begierden, während in der
griechisch-römischen Kultur die Umbildung des Ätherleibes, des
Lebenskräfteleibes, im Vordergrund gestanden habe. Die Kleidung habe – wie
alle Ausprägungen von Gesellschaften – ihren Urgrund in den jeweiligen
Mysterien, die den geistigen Hintergrund aller Kulturen bilden.
Einsichtsvolle Menschen („Eingeweihte“) hätten die Kulturen gestiftet, wie
es in überlieferten Mythen angedeutet ist und so organisiert, dass jeweils
ein Wesensglied des Menschen besonders ausgebildet werden konnte. Speckner verwies hierzu auf die Forschungen des Ägyptologen Frank Teichmann. Die vielfältigen Formen der Bekleidung und Mode im Lauf der Geschichte seien demnach nicht beliebig oder zufällig, sondern zielvoll gelenkt im Dienste einer bestimmten Entwicklung.

Wie könnte die Bekleidung im heutigen Zeitalter der Bewusstseinssele
aussehen? „Kleidung wird Kunst, wenn ich weiß, warum ich sie trage“, sagte
Joseph Beuys. Rudolf Steiner zufolge entstand das Bedürfnis nach Bekleidung,
nachdem die Fähigkeit des Sehens der menschlichen Aura verloren gegangen
war. (Steiner: „Zufall, Notwendigkeit und Vorsehung“ GA 163). Die
Bekleidungskunst habe zu allen Zeiten versucht, die naturgegebenen
übersinnlichen Hüllen fantasievoll abzubilden oder neu zu gestalten.
Körperbemalung und Tätowierung der Naturvölker machten die visionären Klänge und Muster der menschlichen Aura sichtbar.

Selbsterziehung, Forschung, Bildung und nicht zuletzt Meditation dienten dem
Ziel, die Seele zu reinigen. Es gehe um Aura-Gestaltung. Wieviel „Festkleid“
wir bei einem gewissen Erfolg darin dann noch brauchen, werde sich zeigen,
so Nixdorff. Der unbewusste Griff nach Lieblingsfarben habe vielleicht mit
der Befindlichkeit der Seele zu tun, „die auch in der Aura zur Erscheinung
kommt“. Nixdorff berief sich auf ein Wort des Philosophen Walter Benjamin,
demzufolge die Versenkung ins Äußere die Frage nach dem Gestalter und den
Beweggründen für seine Gestaltung der Materie wachrufe. So werde der Blick
geweckt „in die Unschärfe, ins Innere und je nachdem auch ins Jenseits.“

Ausgehend von Steiners Annahme, dass das aurische Farbenerleben in Zukunft
wieder möglich sein werde, prognostizierte Speckner eine zunehmende
Individualisierung der Mode und Bekleidungskunst: „Je mehr unter den
Menschen das aurische Farbensehen wieder Platz greift, umso mehr werden
schreiende Gegensätze zwischen der Aura eines Menschen und seiner Kleidung
wieder wahrnehmbar. Geschmackvolle Menschen werden sich aus wohlverstandenem Eigeninteresse davor hüten, deplatzierte Missverhältnisse in ihrer Hülle zu zeigen (...) Während die Pariser Modeszene jedes Jahr der Welt ihre Vorstellungen eines einheitlichen „Look“ diktiert, werden die aurischen
Unterschiede, die ja zu den physischen noch hinzukommen, ein starker Anreiz
zu individueller Bekleidungskunst sein“, so Speckner.

Unter Mithilfe der Bühnenkostümabteilung des Goetheanum vollzog sich eine
eindrückliche Darstellung des Vorgetragenen: vier Personen - zwei Paare-
ließen sich mit ägyptischen beziehungsweise griechischen Gewändern
bekleiden, die ausnahmslos nach historisch gesicherten Vorbildern
angefertigt waren. Dadurch konnte die Entstehung der einzelnen Faltenwürfe,
aber auch die in diesen Gewändern mögliche Beweglichkeit nachvollzogen
werden. Eine selten zu sehende Demonstration, die mit viel Beifall bedacht
wurde.

In seinem abschließenden Vortrag befasste sich Speckner mit der
neuzeitlichen Geistesentwicklung seit der Renaissance und mit dem
Auseinanderfallen von exoterischer (äußerer) und esoterischer (innerer)
Wissenschaft. Wie einst dem Rosenkreuzertum falle heute der Anthroposophie
die Aufgabe zu, die getrennten Wissenschaftskulturen wieder
zusammenzuführen.

Die Tagung wurde künstlerisch mitgestaltet durch das „Ensemble Eurythmie
Zuccoli“
, das Dichtungen aus verschiedenen Kulturepochen eurythmisch
darstellte.

End/nna/vog

Bericht-Nr.: 091105-01DE Datum: 5. November 2009

© 2009 News Network Anthroposophy Limited (NNA).

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