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Wie lernen Kinder und Jugendliche, mit Medien souverän umzugehen? Welches Medium – analog oder digital – ist zu welchem Zweck und in welchem Alter sinnvoll? Und wie ist vor diesem Hintergrund die Medienbildung an Waldorfschulen und Waldorfkindergärten zu beurteilen? Die aktuelle MünDig-Studie („Mündigkeit und Digitalisierung“), die unter der Leitung von Paula Bleckmann, Professorin der Alanus Hochschule, durchgeführt wurde, geht diesen Fragen nach. Erstmalig wurde bei der Untersuchung zum Thema „Bildung im digitalen Zeitalter“ neben Tablet- und PC-Einsatz auch an Zettelkästen, Daumenkinos und Bibliotheksbesuche gedacht.

Die Rudolf Steiner Schule Basel kommuniziert ihre Fallzahlen tagesaktuell dem schulärztlichen Dienst. Am Donnerstagabend waren acht Schüler und vier Lehrpersonen an Covid-19 erkrankt. Bisher mussten keine Klassen in Quarantäne.

Die Rudolf Steiner Schule Basel kommuniziert ihre Fallzahlen tagesaktuell dem schulärztlichen Dienst. Am Donnerstagabend waren acht Schüler und vier Lehrpersonen an Covid-19 erkrankt. Bisher mussten keine Klassen in Quarantäne.

EEin Ein Statement von Hirnforscher Gerald Hüther

Ein Statement von Hirnforscher Gerald Hüther

Ein Statement von Hirnforscher Gerald Hüther

Angst ist in der aktuellen Corona-Pandemie omnipräsent, besonders bei Kindern. Zwar sind viele Erwachsene stolz, dass die meisten Kinder bei den Maßnahmen so gut mitmachen, Verantwortung zeigen, eben die Großeltern nicht besuchen, kaum Freunde treffen, Masken tragen usw. Doch dabei unterdrücken sie ihre lebenswichtigen Bedürfnisse nach Verbundenheit und Autonomie. Was passiert dabei im Hirn der Kinder? Was geht verloren? Welche Folgen hat das? Wie kommen wir da wieder raus? Gerald Hüther analysiert, was derzeit mit und bei unseren Kindern passiert und stellt Lösungsmöglichkeiten vor, wie wir ihnen helfen können, dass sie wieder zu mehr Lebendigkeit kommen, jetzt und auch in der Zukunft. Dieses neurobiologische Gespräch macht Mut und kann Eltern, pädagogischen Fachkräften und vlt. auch Politikern helfen, einen anderen, kindgerechteren Umgang mit der aktuellen, von großer Angst dominierten Situation zu finden.Angst ist in der aktuellen Corona-Pandemie omnipräsent, besonders bei Kindern. Zwar sind viele Erwachsene stolz, dass die meisten Kinder bei den Maßnahmen so gut mitmachen, Verantwortung zeigen, eben die Großeltern nicht besuchen, kaum Freunde treffen, Masken tragen usw. Doch dabei unterdrücken sie ihre lebenswichtigen Bedürfnisse nach Verbundenheit und Autonomie. Was passiert dabei im Hirn der Kinder? Was geht verloren? Welche Folgen hat das? Wie kommen wir da wieder raus? Gerald Hüther analysiert, was derzeit mit und bei unseren Kindern passiert und stellt Lösungsmöglichkeiten vor, wie wir ihnen helfen können, dass sie wieder zu mehr Lebendigkeit kommen, jetzt und auch in der Zukunft. Dieses neurobiologische Gespräch macht Mut und kann Eltern, pädagogischen Fachkräften und vlt. auch Politikern helfen, einen anderen, kindgerechteren Umgang mit der aktuellen, von großer Angst dominierten Situation zu finden.jjggugu
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Die weltweite Zunahme autokratischer Regierungen, auch in Europa, zeigt einmal mehr, dass wir die Demokratie, die gesellschaftliche Solidarität und die Freiheit als Kernelemente einer Zivilgesellschaft aktiv verteidigen müssen, wenn wir nicht wollen, dass sie uns aus den Händen gerissen werden. Freiheit ist weder eine Naturgegebenheit noch ein Selbstgänger, sondern muss immer wieder neu errungen und bewirtschaftet werden. Das gilt insbesondere für die Freiheit im Kultur- und Bildungswesen, ohne die es überhaupt keine Freiheit geben kann.

Die Rudolf Steiner Schule Basel kommuniziert ihre Fallzahlen tagesaktuell dem schulärztlichen Dienst. Am Donnerstagabend waren acht Schüler und vier Lehrpersonen an Covid-19 erkrankt. Bisher mussten keine Klassen in Quarantäne.

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Wie können wir unsere Kinder und uns dazu befähigen, ein nachhaltiges Leben zu leben?

Die Rudolf Steiner Schule Basel kommuniziert ihre Fallzahlen tagesaktuell dem schulärztlichen Dienst. Am Donnerstagabend waren acht Schüler und vier Lehrpersonen an Covid-19 erkrankt. Bisher mussten keine Klassen in Quarantäne.

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Angst ist in der aktuellen Corona-Pandemie omnipräsent, besonders bei Kindern. Zwar sind viele Erwachsene stolz, dass die meisten Kinder bei den Maßnahmen so gut mitmachen, Verantwortung zeigen, eben die Großeltern nicht besuchen, kaum Freunde treffen, Masken tragen usw. Doch dabei unterdrücken sie ihre lebenswichtigen Bedürfnisse nach Verbundenheit und Autonomie. Was passiert dabei im Hirn der Kinder? Was geht verloren? Welche Folgen hat das? Wie kommen wir da wieder raus? Gerald Hüther analysiert, was derzeit mit und bei unseren Kindern passiert und stellt Lösungsmöglichkeiten vor, wie wir ihnen helfen können, dass sie wieder zu mehr Lebendigkeit kommen, jetzt und auch in der Zukunft. Dieses neurobiologische Gespräch macht Mut und kann Eltern, pädagogischen Fachkräften und vlt. auch Politikern helfen, einen anderen, kindgerechteren Umgang mit der aktuellen, von großer Angst dominierten Situation zu finden.Angst ist in der aktuellen Corona-Pandemie omnipräsent, besonders bei Kindern. Zwar sind viele Erwachsene stolz, dass die meisten Kinder bei den Maßnahmen so gut mitmachen, Verantwortung zeigen, eben die Großeltern nicht besuchen, kaum Freunde treffen, Masken tragen usw. Doch dabei unterdrücken sie ihre lebenswichtigen Bedürfnisse nach Verbundenheit und Autonomie. Was passiert dabei im Hirn der Kinder? Was geht verloren? Welche Folgen hat das? Wie kommen wir da wieder raus? Gerald Hüther analysiert, was derzeit mit und bei unseren Kindern passiert und stellt Lösungsmöglichkeiten vor, wie wir ihnen helfen können, dass sie wieder zu mehr Lebendigkeit kommen, jetzt und auch in der Zukunft. Dieses neurobiologische Gespräch macht Mut und kann Eltern, pädagogischen Fachkräften und vlt. auch Politikern helfen, einen anderen, kindgerechteren Umgang mit der aktuellen, von großer Angst dominierten Situation zu finden.jjggugu
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Die aktuellen Themen, die uns derzeit beschäftigen, wie Krieg, soziale Ungerechtigkeit, Diversität und Inklusion, Nachhaltigkeit, Klimawandel, die Digitalisierung der Arbeitswelt und der Kommunikation, die Krise der Wahrheit, die Herausforderungen der Demokratie – sie alle erfordern neue Fähigkeiten und Denkweisen, neue Wege des Zusammenseins.

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Beim Stichwort „Titanic“ spielt sich in den meisten Menschen der preisgekrönte Film von James Cameron ab. Doch beim 8. Klassspiel der Rudolf Steinerschule in Ittigen erwarteten die Besucher nicht die Liebesgeschichte zwischen Rose und Jack, sondern die Erzählung der tatsächlichen Tragödie selbst. Insgesamt sechs Mal begeisterten Sie mit ihrer Aufführung das Publikum. Unsere Redaktion hat alle sechs Vorstellungen besucht und berichtet.

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Auch die Steinerschulen in der Schweiz öffnen ihre Türen für Kinder aus der Ukraine

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Wir alle stehen fassungslos vor einer beispiellosen Katastrophe. Unsere Ideale und Werte einer Gesellschaft mit Recht auf Frieden und Bildung sind innerhalb kürzester Zeit durch den kaltblütigen Angriff auf die Menschen in einem demokratischen Land erschüttert worden. Nichts kann diesen brutalen und kriegerischen Akt rechtfertigen.

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EEin Ein Statement von Hirnforscher Gerald Hüther

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Angst ist in der aktuellen Corona-Pandemie omnipräsent, besonders bei Kindern. Zwar sind viele Erwachsene stolz, dass die meisten Kinder bei den Maßnahmen so gut mitmachen, Verantwortung zeigen, eben die Großeltern nicht besuchen, kaum Freunde treffen, Masken tragen usw. Doch dabei unterdrücken sie ihre lebenswichtigen Bedürfnisse nach Verbundenheit und Autonomie. Was passiert dabei im Hirn der Kinder? Was geht verloren? Welche Folgen hat das? Wie kommen wir da wieder raus? Gerald Hüther analysiert, was derzeit mit und bei unseren Kindern passiert und stellt Lösungsmöglichkeiten vor, wie wir ihnen helfen können, dass sie wieder zu mehr Lebendigkeit kommen, jetzt und auch in der Zukunft. Dieses neurobiologische Gespräch macht Mut und kann Eltern, pädagogischen Fachkräften und vlt. auch Politikern helfen, einen anderen, kindgerechteren Umgang mit der aktuellen, von großer Angst dominierten Situation zu finden.Angst ist in der aktuellen Corona-Pandemie omnipräsent, besonders bei Kindern. Zwar sind viele Erwachsene stolz, dass die meisten Kinder bei den Maßnahmen so gut mitmachen, Verantwortung zeigen, eben die Großeltern nicht besuchen, kaum Freunde treffen, Masken tragen usw. Doch dabei unterdrücken sie ihre lebenswichtigen Bedürfnisse nach Verbundenheit und Autonomie. Was passiert dabei im Hirn der Kinder? Was geht verloren? Welche Folgen hat das? Wie kommen wir da wieder raus? Gerald Hüther analysiert, was derzeit mit und bei unseren Kindern passiert und stellt Lösungsmöglichkeiten vor, wie wir ihnen helfen können, dass sie wieder zu mehr Lebendigkeit kommen, jetzt und auch in der Zukunft. Dieses neurobiologische Gespräch macht Mut und kann Eltern, pädagogischen Fachkräften und vlt. auch Politikern helfen, einen anderen, kindgerechteren Umgang mit der aktuellen, von großer Angst dominierten Situation zu finden.jjggugu
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Lernen und Aufwachsen im Zeitalter der Digitalisierung

Verantwortung für Gesellschaft und Umwelt

 

Die Corona-Krise führt vor Augen, wie wichtig zwischenmenschliche Kontakte und Gemeinschaft sind – vor allem für Heranwachsende. Im Unterricht auf Distanz erfahren sie derzeit deutlich die Grenzen des digitalen Lernens und erleben, dass eine Bildungseinrichtung mehr ist als nur ein Ort der Wissensvermittlung und Vorbereitung auf den Eintritt in die berufliche Welt. Doch was genau soll Schule außerdem leisten?

Waldorfschulen haben darauf Antworten gefunden, die gesellschaftlich zwar immer wieder polarisieren, aber in Zeiten von Pandemie und Klimakrise auch sehr zeitgemäß erscheinen: Ein soziales Miteinander von Lernenden und Lehrenden steht hier im Mittelpunkt einer ganzheitlichen Pädagogik, die die Kinder mit ihren persönlichen Stärken wahrnimmt und neben intellektuellen auch kreative, künstlerische, praktische und soziale Fähigkeiten fördert. Eingebettet in eine starke Schulgemeinschaft werden so Bildung und Entwicklung der Persönlichkeit unterstützt: Jede und jeder soll sich als Gestalter des eigenen Lebens und der Gesellschaft verstehen – in Menschlichkeit sowie im wertschätzenden Umgang mit der Natur.

Wird die Waldorfschule diesem Anspruch gerecht? Passt ihre 1919 erstmals formulierte Pädagogik in unsere moderne Gesellschaft? Und: Welchen Herausforderungen muss sie sich heute stellen? Um das herauszufinden, hat ein Forscherteam der Alanus Hochschule für Kunst und Gesellschaft in Alfter bei Bonn über 3.000 Absolventen der 254 deutschen Waldorfschulen befragt. Fast 2.000 von ihnen gehören zur Generation der „Millennials“, deren Vertreter zwischen 1980 und 2002 geboren wurden und in einem überwiegend digitalisierten Umfeld aufgewachsen sind. Ihre Erfahrungen, Einschätzungen und Lebenswege fassen Dirk Randoll und Jürgen Peters in dem Band „Wir waren auf der Waldorfschule“ zusammen, der jetzt bei Beltz Juventa erschienen ist.

Positive Erinnerungen an die Schulzeit
Das Wichtigste, was sie als Waldorfschüler gelernt oder erlebt hätten, sagen die in der Studie befragten Millennials, seien Freude am Lernen, ein breites Lernangebot, die Wertschätzung des Einzelnen sowie eine gute Atmosphäre und soziales Miteinander. „Insgesamt konnten wir feststellen, dass Waldorf-Absolventen sehr viel Gutes mit ihrer Schulzeit verbinden“, so Randoll, Professor für empirische Sozialforschung an der Alanus Hochschule. „Das unterstreicht auch die Tatsache, dass laut Befragung neun von zehn Ehemaligen heute wieder auf eine Waldorfschule gehen würden“, ergänzt Jürgen Peters, der an der Alanus Hochschule als Lehrkraft für besondere Aufgaben tätig ist. „Drei Viertel der Befragten mit Kindern schicken sogar ihren Nachwuchs auf eine Waldorfschule bzw. haben vor dies zu tun.“

Eine Ursache dafür liegt offenbar in dem begründet, was Waldorfschulen in Deutschland von anderen Schulformen unterscheidet: Die Schüler werden hier von Beginn an bis zum Abschluss in Stufe 12 oder 13 durchgehend im selben Klassenverband unterrichtet. Die Wirkung dieses Konzeptes, das für 90 Prozent der Befragten von großer Bedeutung ist, ist in der Studie unter anderem in den Einschätzungen zum schulischen Einfluss auf das Sozialverhalten erkennbar: Über 85 Prozent führen ihre Fähigkeit, auf Schwächere Rücksicht zu nehmen und gemeinsam im Team etwas erarbeiten zu können, auf ihre Zeit an der Waldorfschule zurück.

Kreativität, Persönlichkeitsentwicklung und spät einsetzender Leistungsdruck
Zu den Beweggründen der eigenen Eltern für die Schulwahl befragt, nennen rund die Hälfte der Alumni pädagogische Motive: Vor allem der Unterricht in musisch-künstlerischen sowie handwerklich-praktischen Fächern, die ganzheitlich ausgerichtete Lernumgebung und die Förderung der Persönlichkeit hätten für die Waldorfschule gesprochen – Besonderheiten dieser Schulform, die auch die Ehemaligen in der Rückschau positiv hervorheben. So schätzen über 90 Prozent den handwerklichen und musisch-künstlerischen Unterricht als wichtig oder sehr wichtig ein. „Mehr als 95 Prozent“, so Randoll, „geben in diesem Kontext an, dass die Schule die Entwicklung ihrer kreativen Fähigkeiten begünstigt habe.“

Um festzustellen, ob Waldorfschulen darüber hinaus die Entwicklung der Persönlichkeit stärken können, stellen die Autoren zum Beispiel die Frage nach dem gesellschaftlichen Engagement der Ehemaligen. Der Studie zufolge sind sie überdurchschnittlich häufig ehrenamtlich oder politisch aktiv: Während sich in der Bevölkerung im Schnitt knapp 16 Prozent sozial engagieren, tun dies unter den Waldorfabsolventen mehr als doppelt so viele. Etwa ein Viertel der Befragten setzt sich nach eigenen Angaben zudem politisch ein. Auch die hohe Zustimmung zu positiven Effekten auf das Selbstvertrauen könne, wie Randoll verdeutlicht, im Sinne einer wirksamen Persönlichkeitsbildung verstanden werden. Ferner habe die Mehrheit der Befragten bestätigt, an der Waldorfschule einen achtsamen Umgang mit der Natur erlernt zu haben: „80 Prozent betonen, dass ihre Schulzeit Verbundenheit und Verantwortung für die Umwelt gefördert hat“, präzisiert Peters. Unter anderem werde dies ermöglicht durch Erfahrungen in und mit der Natur, beispielsweise im Schulgarten oder im Rahmen des Landwirtschaftspraktikums.

Ein weiterer Faktor, der laut Studie in den Augen vieler Eltern für die Waldorfschule spricht, ist der geringe Leistungsdruck. Hier müsse differenziert werden, hebt Randoll hervor: „Während Kinder und Jugendliche bis Klasse 10 Zeit zum eigenen, entdeckenden Lernen haben und im Lernalltag möglichst viele Sinne angesprochen und gefördert werden, kommt mit dem Einsetzen der Oberstufe eine Lernkultur hinzu, die vom Lernen vorgegebener und reproduzierbarer Inhalte geprägt ist, um auf staatliche Abschlüsse vorzubereiten“. Dem entsprechend äußern 80 Prozent der befragten Ehemaligen, dass sie frei von Leistungsdruck hätten lernen können, in der Oberstufe aber mit Anforderungen konfrontiert worden seien, auf die sie sich nicht ausreichend vorbereitet gefühlt hätten. In dieses Bild passt der hohe Anteil an Nachhilfe, die etwa die Hälfte der Schüler in Anspruch genommen hat. „Der Großteil davon in Mathematik und Fremdsprachen vor zentralen Abschlussprüfungen wie dem Abitur oder der Fachhochschulreife“, präzisiert Randoll.

Lehrerbildung und digitale Medien als Herausforderung
Bei der Beurteilung der Lehrer zeigt die Studie erkennbare Unterschiede zwischen der Einschätzung menschlich-pädagogischer und fachlicher Fähigkeiten: „Für die meisten – rund 87 Prozent – ist das Schüler-Lehrer-Verhältnis von gegenseitiger Wertschätzung geprägt“, berichtet Peters. Die fachliche Qualifikation der Lehrer, insbesondere in der Oberstufe, wird hingegen zurückhaltender bewertet. „Sie trifft für knapp 24 Prozent der Befragten voll und für knapp 61 Prozent eher zu“, zitiert der Forscher aus der Studie. Speziell die Fachkompetenz in den Naturwissenschaften bei Oberstufenlehrern werde hier bemängelt.

Walter Riethmüller vom Bund der Freien Waldorfschulen kommentiert dies in einem abschließenden Kapitel zur Studie. Er sieht neben der Gewinnung kompetenter Fachlehrer für die Oberstufe auch in der Lehrerbildung eine „Daueraufgabe“, an der kontinuierlich und mit hohem finanziellen Einsatz bereits seit 15 Jahren gearbeitet werde. „An dieser Stelle gibt die Studie wichtige Hinweise und neue Denkanstöße“, erklärt Andreas Rebmann von der Software – AG Stiftung, die die Studie zusammen mit dem Bund der Freien Waldorfschulen finanziert hat. „Auf dieser Grundlage können wir im Rahmen unserer Förderung der akademischen Aus- und Weiterbildung von Waldorflehrern in Zukunft noch gezielter Impulse setzen“.

Ein Punkt, den die Absolventen an mehreren Stellen in der Studie eher moderat beurteilen, ist der Umgang mit digitalen Medien. Für mehr als die Hälfte der Befragten hatte die Waldorfschule keinen oder einen eher ungünstigen Einfluss auf die Ausbildung dieser Fähigkeit. Vor diesem Hintergrund überrascht es nicht, dass ein Drittel die Digitalisierung als eine wichtige Herausforderung für die Waldorfschulen betrachtet. Der Forderung, neue Medien und den reflektierten Umgang damit in den Lehrplan zu integrieren, sei man „allerdings schon vor einigen Jahren nachgekommen“, unterstreicht Walter Riethmüller. Er stellt fest: „In der Zeit der Fragebogenerhebung waren aber offensichtlich die Folgen noch nicht dort angekommen, wo sie hingehören, nämlich in den Schulalltag.“ Die Frage nach der Art der Einbeziehung digitaler Medien und dem richtigen Zeitpunkt ihrer Anwendung, bekräftigt der Waldorfpädagoge, bleibe aber virulent.

Unter dem Strich veranschaulicht die Studie von Randoll und Peters, dass Waldorfschulen bei jungen Menschen Kreativität, eine hohe soziale Kompetenz und Teamgeist ausbilden und viele mit dem Wunsch entlassen, Verantwortung für Gesellschaft und Umwelt zu übernehmen. Dadurch stellt Waldorfschule einen Gegenentwurf zu einem ökonomisierten Bildungsverständnis dar, der in seiner Wirksamkeit von den Absolventen bestätigt wird. „Angesichts der Krisen unserer Zeit ist es nicht auszuschließen“, so die Autoren, „dass dieser Entwurf für Bildungseinrichtungen in Gegenwart und Zukunft immer mehr an Bedeutung gewinnt.“

***

Randoll, Dirk / Peters, Jürgen (Hg.): „Wir waren auf der Waldorfschule“. Ehemalige als Experten in eigener Sache. Beltz Juventa. 143 Seiten, ISBN: 978-3-7799-6246-5

Pressekontakt:
Alanus Hochschule, Tatjana Fuchs, tatjana.fuchs@alanus.edu, Tel.: +49 2222 93 21-1902
Bund der Freien Waldorfschulen, Nele Auschra, pr@waldorfschule.de, Tel.: +49 40 3410 76990
Software AG – Stiftung, Christine Hueß, c.huess@sagst.de, Tel.: +49 6151 91665-145

Alanus Hochschule für Kunst und Gesellschaft
Gesellschaft zukunftsfähig gestalten – unter diesem Leitgedanken fördert die Alanus Hochschule für Kunst und Gesellschaft die fachliche und persönliche Bildung des ganzen Menschen. Im Miteinander von Kunst und Wissenschaft setzt die Hochschule Impulse und öffnet Räume für nachhaltige gesellschaftliche Transformation. Die staatlich anerkannte Kunsthochschule hat zwei Standorte in Alfter an der Stadtgrenze zu Bonn und ein Studienzentrum in Mannheim. Sie bietet Studiengänge aus den Bereichen Architektur, Bildende Kunst, Schauspiel, Eurythmie, Kunsttherapie, Pädagogik, Betriebswirtschaftslehre und Philosophie an, ihr Fachbereich Bildungswissenschaft besitzt das Promotionsrecht. Derzeit sind rund 1.900 Studierende eingeschrieben, alle Abschlüsse sind staatlich anerkannt. www.alanus.edu

Bund der Freien Waldorfschulen e.V.
Die derzeit 254 deutschen
Waldorf- und Rudolf-Steiner Schulen haben sich zum Bund der Freien Waldorfschulen e.V. (BdFWS) mit Sitz in Stuttgart zusammengeschlossen, wo 1919 die erste Waldorfschule eröffnet wurde. In Deutschland besuchen 90.000 Schüler:innen eine Waldorfschule. Die föderative Vereinigung lässt die Autonomie der einzelnen Waldorfschule unangetastet, nimmt aber gemeinsame Aufgaben und Interessen wahr. www.waldorfschule.de

Software AG – Stiftung
Mit einem Kapital von mehr als 1,2 Milliarden Euro zählt die Software AG – Stiftung (SAGST) zu den größten Förderstiftungen Deutschlands. Sie ist keine Unternehmensstiftung, sondern Großaktionärin der Software AG. Ins Leben gerufen wurde sie vom Unternehmensgründer Dr. h. c. Peter Schnell, der in den 1990er-Jahren alle Anteile am IT-Unternehmen in die Stiftung eingebracht hat. Seitdem unterstützt die SAGST Projekte freier gemeinnütziger Träger in Europa und Brasilien, die ausschließlich und unmittelbar dem Gemeinwohl dienen. Einer ihrer Schwerpunkte liegt dabei auf dem Bereich „Erziehung und Bildung“. Vor diesem Hintergrund fördert die SAGST u. a. reformpädagogische Konzepte sowie insbesondere die Aus- und Weiterbildung von Waldorflehrer:innen. www.sagst.de

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Tatjana Fuchs
Kommunikation und Marketing
Tel.: +49 (0)2222 9321 – 1902
E-Mail: tatjana.fuchs@alanus.edu


Dr. Julia Wedel
Pressesprecherin (verantwortlich)
Tel.: +49 (0)2222 9321 – 1942
E-Mail: julia.wedel@alanus.edu
Internet: www.alanus.edu

Alanus Hochschule für Kunst und Gesellschaft

Alanus University of Arts and Social Sciences

Villestraße 3 – 53347 Alfter

 

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