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Die Alanus Hochschule für Kunst und Gesellschaft

150 Kursangebote für an Weiterbildung interessierte Menschen

 Neben einer Vielzahl von bewährten Kursen in den Bereichen Beruf, Inspiration, Kunst und Ferien hat das Alanus Werkhaus im Jahr 2019 auch viele spannende neue Kurse ins Programm aufgenommen.

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Eliant

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Warum setzen wir in den Schulen digitale Medien ein, ohne die Auswirkungen zu kennen?

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Keine Selbstverständlichkeit: Schulen im ländlichen Afrika

In ihrem aktuellen Spendenaufruf bitten die Freunde der Erziehungskunst um Spenden für Waldorfschulen, die sich vor allem für Kinder in ländlichen Gegenden Afrikas einsetzen.

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Erst die analoge, dann die digitale Welt

Internationale Konferenz der waldorfpädagogischen Bewegung setzt sich für eine entwicklungsorientierte Medienpädagogik ein

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Medienerziehung an reformpädagogischen Bildungseinrichtungen:

Erziehung bedeutet auch und gerade im „digitalen Zeitalter“, Kinder auf ihrem Weg  zum selbstständig  denkenden Erwachsenen zu begleiten.

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„Macht, Gewalt, Verantwortung“ im Licht des Denkens

Dreihundertfünfzig Gäste bei Trauerfeier für Joachim Daniel - In einem seiner letzten Vorträge sprach er über „Macht, Gewalt und Verantwortung“

Von: NNA - Berichterstattung

Joachim Daniel überraschend verstorben

DORNACH/DÜSSELDORF (NNA). Überraschend ist der Eurythmist und Kulturwissenschaftler Joachim Daniel verstorben. Daniel war früher Dozent an der Akademie für Eurythmische Kunst und Dramaturg am Goetheanum. Durch seine Vorträge und Studienreisen zu Stätten alter Kulturen war er vielen Menschen in der anthroposophischen Bewegung bekannt, zu seiner Trauerfeier in der Schreinerei am Goetheanum fanden sich 350 Gäste ein. Daniel starb im 49. Lebensjahr an einem Kreislaufversagen. Noch vor kurzem hatte NNA-Korrespondentin Edith Willer-Kurtz Daniel bei einem Vortrag im Michael-Zweig der Anthroposophischen Gesellschaft in Düsseldorf erlebt. „Macht, Gewalt und Verantwortung“ war sein Thema. NNA möchte mit diesem Bericht an einen Menschen erinnern, von dem es in der Wochenschrift „Das Goetheanum“ heißt :“Zeitlebens suchte Daniel nach Wegen, Wissenschaft, Anthroposophie und Kunst zu verbinden“. Die Begriffe „Macht Gewalt, Verantwortung“, die in der heutigen Zeit verschiedentlich auftauchen, bedachte Daniel an jenem Abend in Düsseldorf tief greifend philosophisch, mal forschend, mal wissenschaftlich, immer als Angebot zum Mit- und weiteren Nachdenken. Dabei ging es ihm um die Gestaltkraft der Ideen der Menschheit, d.h. die Frage, wie die Erde weiter Gestalt bekommen kann. Die Zuhörer erlebten sich so mehr in einer Denkfabrik als in einer Vorlesung. Das Ziel des Vortragenden war: Eigene Fragen im Zuhörer entwickeln. Daniel wies auf den Zustand hin, dass die Menschen die Natur heute mit Baumaschinen mehr bewegten als die Winde und weitere natürliche Einflüsse. Zwar erkenne und begreife der Mensch seine Verantwortung für die Welt zunehmend, was dies aber genau bedeute, sei umstritten, hier treffe man auf eine Vielfalt von Meinungen. Der Mensch heute verstehe sich als autonomes Subjekt in Selbstverwirklichung des eigenen inneren Ichs. Damit komme auch der Freiheitsbegriff ins Spiel. Daniel  erklärte die verschiedene Interpretationen des Begriffs im Osten und Westen. Im Westen verstehe man Menschenrechte als Freiheitsrechte, im Osten gäbe es Menschenrechte, Individualität und Freiheit, wobei die Menschenrechte die Idee des Friedens in sich tragen würden. Menschenrechte könnten so einerseits Gesetz sein nach dem Motto „Wer hat welches Recht“oder - wie in Asien – die Frage beinhalten „Wie komme ichWIR zum Frieden“. Wie man durch Denken in die Zukunft kommt, erläuterte Daniel am Beispiel des Denkens der Antike. Hier weise man dem Menschen die Fähigkeit zu, sich durch Denken in eine andere Zeit, an einen anderen Ort zu versetzen. Der Referent zitierte hier Plato: „Denken ist eine Gegenwart von Abwesenheiten“. Der Mensch habe die Fähigkeit und damit auch die Macht, durch sein Denken die Möglichkeiten zu entdecken, die in der Zukunft liegen. So werde Zukunft möglich. Vergangenheit hingegen sei eben unveränderbar. Beim Thema Gewalt bemühte Daniel das Beispiel des Windes oder des Sturms. Sie werde es immer geben, aber die Windgewalt werde beim Segeln genutzt, mit Kiel und Navigation mithilfe des Sternenhimmels habe man durch sie Amerika entdecken können. Mit der Zivilisation und dem Eigentum seien Machtkriege entstanden, auch dadurch, dass die Lebensweise der Menschen nicht mehr mit der Naturverbunden sei. Die Verantwortung schließlich betrachtete Daniel als die große starke Seite der Macht, sie lebt nicht in der Wiederholung, sondern sei stets auf etwas gerichtet. Verantwortung habe man vor jemandem oder für jemand, Kinder zum Beispiel. Verantwortung `vor´ sei über das juristische hinausgehende, diemoralische Stellung entscheide mit. Verantwortung für mich und vor mirselber zeige schon, in der Verantwortung liege etwas verborgen. In der modernen Zeit sehe man in der Verantwortung vor allem eine Möglichkeit der Individualität, aber hier rückte Daniel diese Sichtweise zurecht: In Wahrheit entspringe sie den Sachzusammenhängen der Welt. Der eigentliche Kern liege außerhalb, in der möglichen Struktur der Welt. Somit sei Verantwortung das Organ des Menschen für sein Schicksal, sein Karma. Verantwortung frage auch danach „was mich als Mensch von der Welt umgibt“, folgerte Daniel. Fragen zur Erkenntnistheorie wurden ausgesprochen, weitere sollten im Einzelnen entstehen. Nun ist Joachim Daniel über die Schwelle zur geistigen Welt gegangen. Die Impulse, die er mit seiner Tätigkeit bewirkte, wirken in den Menschenweiter. End/nna/wil/ungLink: www.zeitfuerkultur.ch/  Bericht-Nr.: 091103-02DE Datum: 3. November 2009 © 2009 News Network Anthroposophy Limited (NNA). ____________________________

>> Joachim Daniel ist verstorben

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