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Goetheanum

Erst die analoge, dann die digitale Welt

Internationale Konferenz der waldorfpädagogischen Bewegung setzt sich für eine entwicklungsorientierte Medienpädagogik ein

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Die Alanus Hochschule für Kunst und Gesellschaft

Medienerziehung an reformpädagogischen Bildungseinrichtungen:

Erziehung bedeutet auch und gerade im „digitalen Zeitalter“, Kinder auf ihrem Weg  zum selbstständig  denkenden Erwachsenen zu begleiten.

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erziehungskunst.de

Frühe Kindheit • Herbst 2018

Treten wir an die Wiege eines Neugeborenen, so können wir davon noch einen Hauch spüren. Ein Zauber liegt über dem Kind, der sich uns sofort mitteilt und uns still werden lässt. Ganz offensichtlich und selbstverständlich befindet sich das Kind in einer Welt, die uns in dieser Weise verschlossen ist, zu der es aber auch für uns eine Brücke bildet.

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erziehungskunst.de

Digitale Medien: Eltern müssen Verantwortung übernehmen

Ein Kind von etwa sieben Jahren bekommt ein Smartphone geschenkt. Es soll seine Freiheiten damit haben, bestimmte Seiten, z.B. Seiten pornografischen oder gewalttätigen Inhalts im Internet jedoch nicht nutzen dürfen. Das Kind freut sich natürlich und versichert den Eltern, entsprechend damit umzugehen.

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Rudolf Steiner Schulen Schweiz

Überprüfen und Schärfen des eigenen Profils

Der vieldiskutierte Lehrplan 21 ist in fast allen Kantonen definitiv beschlossen und für den Volksschul-Unterricht in Kraft. Was bedeutet der neue Lehrplan für die Steinerschulen? Er ist eine Chance.

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erziehungskunst.de

Das ganze Leben hineinwerfen

Franz Glaw, Mathematik- und Deutschlehrer an der Rudolf Steiner Schule Düsseldorf – ein Porträt.

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"Organisierte Verantwortungslosigkeit"

Wer Kapital ohne Bindung an die Realwirtschaft anlegt, fördert Blasen, sagt Ökobanker Thomas Jorberg. Ein Interview vor dem Weltfinanzgipfel über die Lehren aus dem Crash. ...

Von: ZEIT ONLINE, Rudolf Stumberger

Thomas Jorberg, Vorstandssprecher GLS Bank
geboren 1957, verheiratet, 2 Kinder, wohnt in Bochum
Bankausbildung und Tätigkeit bei der GLS Gemeinschaftsbank eG und einer Volksbank, Studium der Wirtschaftswissenschaften an den Universitäten Bochum und Stuttgart mit Abschluss "Diplom-Ökonom".
Seit 1986 tätig bei der GLS Gemeinschaftsbank eG, seit 1993 Vorstand und seit 2003 Vorstandssprecher bei der GLS Gemeinschaftsbank. Seit 1995 ebenfalls Gründungsvorstand bei der GLS Beteiligungs AG und Initiator der Energiefonds.
Für sein Engagement für einen anderen Umgang mit Geld erhielt er 2002 den Stromrebellenpreis der Schönauer Energieinitiativen.
Thomas Jorberg ist zuständig für die Strategieentwicklung, das Eigenanlagemanagement, die Vermögens- und Kundenberatung, die Kreditkundenbetreuung, das Marketing, die Öffentlichkeitsarbeit und die Standorte Bochum, Stuttgart und Freiburg.


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ZEIT ONLINE: Warum ist die GLS-Bank von der Finanzkrise nicht betroffen?

Thomas Jorberg: Unsere Arbeit ist von Anfang an auf Transparenz ausgelegt. Wir sagen unseren Kunden genau, was wir mit dem angelegten Geld machen. Unsere Kredite vergeben wir zu 50 Prozent im Sozialen und Kulturellen, zu 25 Prozent im Ökologischen und zu 25 Prozent im Wohnbereich. Wir machen keine spekulativen abstrakten Geldanlagen, deshalb haben wir auch keine Verluste aus solchen Geschäften.

ZEIT ONLINE: Sie suchen eine größere Nähe zu ihren Kunden und Kreditnehmern als andere Banken.

Jorberg: Normalerweise ist der einzige Maßstab, nach dem über eine Geldanlage entschieden wird, der Zinssatz bei gegebenem Risiko. Unsere Kunden hingegen haben die Möglichkeit, zu wissen, was mit dem Geld passiert. Sie kommen zu uns, weil sie wollen, dass wir soziale, ökologische oder Wohnbau-Projekte finanzieren.

ZEIT ONLINE: Lässt sich eine derart zweckgebundene Nutzung des Geldes angesichts der globalen Verflechtung der Finanzmärkte überhaupt durchhalten?

Jorberg: Das hat natürlich seine Grenzen. Rund 70 Prozent unserer Bilanzsumme geht in direkte Kredite. Hier weiß der Anleger genau, was mit seinem Geld passiert. 30 Prozent mindestens aber muss jede Bank am Kapitalmarkt so anlegen, dass sie stets liquide ist. Das machen wir auch, indem wir diese Summe bei der westdeutschen Genossenschaftszentralbank anlegen. Wir wissen zwar nicht ganz genau, was damit passiert. Aber das Geld bleibt im genossenschaftlichen Bankensektor. Zusätzlich veröffentlichen wir eine Übersicht sämtlicher festverzinslicher Wertepapiere, die wir besitzen, damit der Kunde nachvollziehen kann, wo sein Geld steckt. Wir sind sehr transparent.

ZEIT ONLINE: Wenn die GLS-Bank in soziale oder ökologische Projekte investiert, ist dann das Risiko, dass diese Projekte scheitern, nicht größer als das "normaler" Geldanlagen?

Jorberg: Ich würde sagen: im Gegenteil. Der Widerspruch zwischen Ökologie und Ökonomie ist eine Mär. Auch eine freie Schule oder heilpädagogische Einrichtung wird unter ökonomischen Gesichtspunkten geführt. Natürlich prüfen wir, bevor wir Kredite vergeben, sehr genau auch die relevanten ökonomischen Fragen. Soziale und ökologische Kriterien sind zwar entscheidend, aber jedes Projekt muss sich auch rechnen.

ZEIT ONLINE: Konnte man die Finanzkrise voraussehen?

Jorberg: Ja, schon länger. Man konnte mindestens schon seit zwei Jahren erkennen, dass in den USA die Immobilienpreise in eine realwirtschaftlich nicht mehr begründbare Höhe steigen. Dennoch hätte wohl niemand eine Krise in dieser Dimension und Dynamik vorausgesagt.

ZEIT ONLINE: Worin sehen Sie die wesentlichen Ursachen für den Crash?

Jorberg: Es gibt keine monokausalen Erklärungen. Aber ein ganz entscheidender Punkt ist, dass wir sehr, sehr viel Geld auf dem Markt haben - Stichwort Pensionsfonds, ölexportierende Länder, China. Dieses Geld drückt in rentable Geldanlagen. So entstehen abstrakte Finanzprodukte, sozusagen eine künstliche Nachfrage nach dem im Übermaß vorhandenen Angebot an Geld. Was aber fehlt, ist eine klare Bindung an realwirtschaftliche Investitionen in Maschinen, Gebäude oder andere Güter. Wenn aber die Verbindung zwischen Finanz- und Realwirtschaft immer lockerer wird, entstehen Blasen und Spekulationsexzesse, die letztlich verheerende realwirtschaftliche Auswirkungen haben können.

ZEIT ONLINE: Ist der Stabilisierungspakt der Bundesregierung richtig?

Jorberg: Klar war: Die Politik musste den Zusammenbruch der Banken verhindern. Die entscheidende Frage aber ist: Was kommt danach? Wie wird der Finanzmarkt künftig reguliert? Da fehlt es noch an konkreten Konzepten.

ZEIT ONLINE:

Darüber soll der Weltfinanzgipfel in wenigen Tagen beraten. Was wären Ihre Forderungen?

Jorberg: Dort, wo es um realwirtschaftliche Einlagen und Finanzierungen geht, sollte die Politik eher deregulieren. Dieses Geschäft ist eh schon überreguliert. Manche rein abstrakte Finanzmanöver, etwa Hedging, Leerverkäufe oder der Handel mit Krediten, sollten schlicht verboten werden. Dazwischen gibt es noch einen Bereich, der stärker reguliert werden muss. Viele Derivate sind sinnvoll, etwa zur Absicherung von Zins- oder Währungsrisiken. Aber sie müssen stärker reguliert werden. Das gilt auch für die Rating-Agenturen.

ZEIT ONLINE: Brauchen wir eine neue Moral und Ethik der Wirtschaft?

Jorberg: Man hört von Bankmanagern oft den Satz, dass niemand persönlich für die Entwicklung auf den Finanzmärkten haftbar gemacht werden könne. Dies stimmt insofern, als heute bei Geldanlagen nur der Zinssatz zählt, für den kleinen Anleger bis hoch zum Bankchef Ackermann. Das ist systemisch organisierte Verantwortungslosigkeit. Davon müssen wir wegkommen. Geld anlegen bedeutet, die Gesellschaft zu gestalten. Wir müssen ein anderes gesellschaftliches Verständnis für den Umgang mit Geld entwickeln.

ZEIT ONLINE:

Haben wir es wie bei der Weltwirtschaftskrise 1929 mit einer Art Systembruch zu tun?

Jorberg: Manche Erscheinungen wie die Entwicklung an den Börsen sind ähnlich, aber wir haben ganz andere Rahmenbedingungen. Den Vergleich mit 1929 kann man machen, ich glaube aber nicht, dass er zu Lösungen führt.

ZEIT ONLINE: Haben wir den Höhepunkt der Krise schon überschritten?

Jorberg: Wer heute in dieser Hinsicht eine Prognose abgibt, hat wenig aus den vergangenen anderthalb Jahren gelernt. Ich kann das nicht voraussehen.

November 2008

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