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erziehungskunst.de

Hansjörg Hofrichter gestorben

Peter Hohage schreibt in seinem Ehemaligen-Rundbrief zum 70. Geburtstag von Hansjörg Hofrichter, dass er zu den Persönlichkeiten gehöre, die man sich aus dem Werdegang der Nürnberger Rudolf-Steiner-Schule und auch aus der Waldorfschul-Bewegung nicht mehr wegdenken könne.

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Eliant

EU-weite Kampagne für humane Bildung

Eine altersgerechte Digitalisierung entscheidet darüber, wie autonom denkend und zukunftsfähig die neuen Generationen heranwachsen dürfen. Deshalb hat ELIANT im Jahr 2018 das Schwergewicht der Arbeit auf altersgerechten Einsatz der digitalen Medien gesetzt.

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Die Alanus Hochschule für Kunst und Gesellschaft

150 Kursangebote für an Weiterbildung interessierte Menschen

 Neben einer Vielzahl von bewährten Kursen in den Bereichen Beruf, Inspiration, Kunst und Ferien hat das Alanus Werkhaus im Jahr 2019 auch viele spannende neue Kurse ins Programm aufgenommen.

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Pauschal und subjektive Diskreditierung

Anthroposophen befremdet über Bezeichnung Rudolf Steiners als „Rassist“ in Wochenzeitung des Bundestages

Von: Medienstelle Anthroposophie im Info3-Verlag

Unverständlich

(Medienstelle Anthroposophie). Das vom Deutschen Bundestag herausgegebene Wochenblatt „Das Parlament“ sorgt mit einem Beitrag in seiner Bücherbeilage für Unmut: Autor Nikolaus German bezeichnet in einer Besprechung des Buches von Philipp Blom über Europa in der Zeit vor dem ersten Weltkrieg („Der taumelnde Kontinent“) Rudolf Steiner „als einen Geistesverwandten des national-sozialistischen Rassenwahns und arischen Herrenmenschentums“. Damit macht er sich das von Blom gezeichnete Steiner-Bild unkritisch zu eigen. Diese Verortung des Anthroposophen und Waldorf-Schulgründers Rudolf Steiner in die Vorläuferschaft des Nationalsozialismus ist sachlich unhaltbar und stellt eine Verletzung tausender sozial engagierter Menschen dar, die sich in Deutschland und in vielen Ländern der Welt heute auf sein Werk beziehen. Die Veröffentlichung einer derart pauschalen und subjektiven Diskreditierung in einem vom Deutschen Bundestag herausgegebenen Organ ist unverständlich. „Steiner war als Autor des 19. Jahrhunderts in einen Diskurs eingebunden, der von Kolonialismus und Eurozentrismus geprägt war. Ein ‚Rassist’ oder Nazi war er dadurch aber ebenso wenig wie etwa der Darwinist Ernst Haeckel oder andere Wissenschaftler seiner Zeit,“ meint dazu Dr. Jens Heisterkamp von der Zeitschrift „info3 – Anthroposophie im Dialog“. Der Publizist und Historiker hatte sich letztes Jahr im „Frankfurter Memorandum“ (http://www.info3.de/wordpress/?p140)  intensiv mit den immer wieder erhobenen Rassismus-Vorwürfen gegen Steiner beschäftigt. „Selbstverständlich sind viele  Äußerungen Steiners zum Thema menschlicher Rassen heute überholt oder missverständlich,“ so Heisterkamp. Trotz solcher Aussagen bleibe Steiner ein großer Humanist und bis heute wirksamer sozialer Reformer. Auch der Historiker Helmut Zander ist in seinem Werk „Anthroposophie in Deutschland“ ebenso wie andere Fachhistoriker zu einem wesentlich differenzierteren Bild über Steiner als Nikolaus German und Philipp Blom gelangt. Anthroposophen und Waldorfvertreter setzen sich längst selbstkritisch mit Äußerungen Steiners auseinander, die heute diskriminierend wirken. Eine Kommission hat bereits vor zehn Jahren das Gesamtwerk Steiners diesbezüglich untersucht und auf den zeitgeschichtlichen Kontext dieser Aussagen verwiesen. Der für die Herausgabe der Bücher und Vorträge Steiners zuständige Steiner-Verlag verweist dementsprechend in seinen Ausgaben mit Kommentaren auf die Problematik einzelner Äußerungen hin. Auch der Bund der Freien Waldorfschulen in Deutschland hat sich vor geraumer Zeit  in seiner „Stuttgarter Erklärung“ (http://www.waldorfschule.info/upload/pdf/Stuttgarter_Erklaerung.pdf) eindeutig von jeder Form von Rassismus distanziert. Text auch unter www.medienstelle-anthroposophie.de _____________________________________________________ Dr. Richard Everett
Medienstelle Anthroposophie im Info3-Verlag
Tel. 04181 - 3 18 47
www.medienstelle-anthroposophie.de
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Info3-Verlagsgesellschaft Brüll & Heisterkamp KG
Sitz: Frankfurt am Main
Handelsregister Frankfurt am Main, HRA 28503
Persönlich haftende Gesellschafter
Ramon Brüll, Dr. Jens Heisterkamp
UST-ID-Nr. DE 111 999 318 __________________________________
© Medienstelle Anthroposophie im Info3-Verlag 2009   Die Medienstelle Anthroposophie ist ein unabhängiges Portal zu den auf Rudolf Steiner zurückgehenden kulturellen und sozialen Impulsen. Die Medienstelle informiert über relevante Vorgänge der anthroposophischen Bewegung und bezieht Stellung, wenn Anthroposophie im gesellschaftlichen Kontext gefragt ist oder auch selbst in der Kritik steht.  

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