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Goetheanum

Erst die analoge, dann die digitale Welt

Internationale Konferenz der waldorfpädagogischen Bewegung setzt sich für eine entwicklungsorientierte Medienpädagogik ein

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Die Alanus Hochschule für Kunst und Gesellschaft

Medienerziehung an reformpädagogischen Bildungseinrichtungen:

Erziehung bedeutet auch und gerade im „digitalen Zeitalter“, Kinder auf ihrem Weg  zum selbstständig  denkenden Erwachsenen zu begleiten.

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erziehungskunst.de

Frühe Kindheit • Herbst 2018

Treten wir an die Wiege eines Neugeborenen, so können wir davon noch einen Hauch spüren. Ein Zauber liegt über dem Kind, der sich uns sofort mitteilt und uns still werden lässt. Ganz offensichtlich und selbstverständlich befindet sich das Kind in einer Welt, die uns in dieser Weise verschlossen ist, zu der es aber auch für uns eine Brücke bildet.

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erziehungskunst.de

Digitale Medien: Eltern müssen Verantwortung übernehmen

Ein Kind von etwa sieben Jahren bekommt ein Smartphone geschenkt. Es soll seine Freiheiten damit haben, bestimmte Seiten, z.B. Seiten pornografischen oder gewalttätigen Inhalts im Internet jedoch nicht nutzen dürfen. Das Kind freut sich natürlich und versichert den Eltern, entsprechend damit umzugehen.

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Rudolf Steiner Schulen Schweiz

Überprüfen und Schärfen des eigenen Profils

Der vieldiskutierte Lehrplan 21 ist in fast allen Kantonen definitiv beschlossen und für den Volksschul-Unterricht in Kraft. Was bedeutet der neue Lehrplan für die Steinerschulen? Er ist eine Chance.

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erziehungskunst.de

Das ganze Leben hineinwerfen

Franz Glaw, Mathematik- und Deutschlehrer an der Rudolf Steiner Schule Düsseldorf – ein Porträt.

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Perspektive der Demenzkranken stärker einbeziehen

Forschungstagung an der Universität Witten/Herdecke – Deutsches Zentrum für Neurodegenerative Erkrankung zog Bilanz – Ärztehotline eingerichtet

Von: NNA - Berichterstattung
Von NNA-Korrespondentin Edith Willer-Kurtz WITTEN/HERDECKE (NNA). Die Wünsche und Perspektiven der Betroffenen sollten in die Demenzforschung stärker einbezogen werden. Diese Forderung erhoben Wissenschaftler auf der Jahrestagung des Deutschen Zentrums für Neurodegenerative Erkrankung (DZNE) in der Helmholtz-Gemeinschaft in Witten/Herdecke. Die Tagung fand in der Privaten Universität Witten/Herdecke statt, anwesend waren etwa 150 Teilnehmer aus Verbänden, Pflegeeinrichtungen und aus der Forschung. Durch die zunehmende Lebenserwartung in Deutschland bei gleichzeitig rückläufiger Geburtenrate werden in den überschaubaren nächsten Jahrzehnten zu wenige junge Menschen zu viel alte Menschen pflegen, unterstützen und begleiten. Gleichzeitig sinkt die Attraktivität des Krankenpflegerberufs in der Gesellschaft, massive Probleme im Bereich der Pflege sind von daher zu erwarten. Um hier Perspektiven zu schaffen, hatte das Bundesministerium für Bildung und Forschung vor einem Jahr das Deutsche Zentrum für Neurodegenerierte Erkrankungen (DZNE) eingerichtet mit dem Hauptsitz in Bonn und mehreren Standorten in ganz Deutschland. Pierluigi Nicotera als wissenschaftlicher Vorstand des DZNE in Bonn berichtete den Teilnehmern der Tagung von der enormen Aufbauarbeit: Kooperationsverträge seien abgeschlossen oder endverhandelt zwischen Universitäten, Instituten, Kliniken und Stiftungen in Witten/Herdecke, München, Magdeburg, Bonn, Göttingen, Rostock/Greifswald und Tübingen. Grundlagenforschung und klinische Forschung sollten optimal verknüpft werden. Ziel sei eine Verbesserung des öffentlichen Gesundheitswesens durch die Identifizierung derjenigen Faktoren, die sowohl den Umgang mit den Patienten als auch die Information von Pflegender und Angehöriger optimieren, so Nicotera. Im Jahr 2009 publizierte das DZNE 21 wissenschaftliche Veröffentlichungen, weitere wurden für 2010 angekündigt. Eine Hotline für Ärzte wurde eingerichtet, an die sich Ärzte bei Fragen zur Alzheimer Erkrankung richten können. Zwischen dem DZNE und dem WIDO, dem Forschungsinstitut der AOK konnte eine Zusammenarbeit etabliert werden. Neue Programme zur Erforschung seltener neurodegenerativer und pädiatrischer neurodegenerativer Erkrankungen wurden in Zusammenarbeit mit verschiedenen Universitäten (Ulm, Bonn, Göttingen) geschaffen. Das waren nur einige Beispiele aus dem Vernetzungsprogramm. Prof. Dr. Sabine Bartholomeyczik als Sprecherin des DZNE-Standorts Witten/Herdecke unterstrich die Bedeutung der guten Zusammenarbeit der verschiedenen Teilnehmer des Gesundheitswesens bei der Versorgung der Demenzkranken. Bei der ärztlichen und pflegerischen Versorgung forderte Bartholomeyczik die verstärkte Einbeziehung der Perspektive der Menschen mit Demenz, so dass eine Versorgung für ein Alltagsleben in Normalität – unter Berücksichtigung der jeweiligen Beeinträchtigung entstehe. Denn der Wunsch der Erkrankten nach Normalität sei groß, soziale Kontakte sollten aufrecht erhalten bleiben und Partnerbeziehungen sollten nicht zu Pflegebeziehungen mutieren. Um die Gefühle der Erkrankten von Verlust und Ausgeschlossenheit zu verringern, wirke Gewissheit des Behütetseins, auch emotionale und materielle Sicherheit. So könne eine Autonomie möglichst lange erhalten bleiben. Mehrmals wurde die Bedeutung der Betroffenenperspektive auch für die Versorgungsforschung betont, so von Elisabeth Stechl von der Charité Berlin. Heike von Lützau-Hohlbein von der Alzheimer Gesellschaft berichtete von unhaltbaren Zuständen in der Pflege Demenkranker, sie belegte dies mit einer Befragung, nach der die meisten in der Altenpflege tätigen nicht in der Einrichtung alt werden wollten, in der sie arbeiten. Es sei wichtig, dass die Forschungsergebnisse des DZNE auch an der Basis ankommen. Bei der Sensibilisierung der Öffentlichkeit zum Thema degenerative Erkrankung müsse zunächst der Schrecken vor der Krankheit genommen werden. Schon Kindergarten und Schulen sollten über den Umgang mit Erkrankten aufgeklärt werden. Wohnungsgesellschaften müssten sich des Themas annehmen, um Multimobilität zu ermöglichen. So sei die Erscheinung der degenerativen Demenz eine Herausforderung und eine gemeinsame Aufgabe, eine in Würde gehaltene Lebensqualität müsse ihr Ziel sein. Umzugehen sei mit der fehlenden Krankheitseinsicht der Erkrankten und deren Widerstand, Hilfe anzunehmen. Bei fortschreitendem Abbauprozess ließen die Fähigkeiten nach, die eigene Leistungsfähigkeit würde nicht aktualisiert und so komme es zu Fehleinschätzungen der eigenen Kompetenz. Aggressionen entstünden, weil keiner seine Verantwortung abgeben wolle, denn das sei ja ein Grundbedürfnis jeden Menschen, auch des Alten. Die Wissenschaftlerin vertrat außerdem die These, dass durch ein Verdrängen der Zukunft die Gestaltung derselben bei den Versorgungsstrategien vernachlässigt werde. Ziel müsse es sein, ein soziales Klima mit möglichst wenig Angst und damit auch die Lebensqualität zu erhalten. Die große Sorge der anwesenden Wissenschaftler galt der Umsetzung ihrer Forschungsergebnisse an der Basis der Pflege. Bisher sei es so, dass die umfassende Sicht der Forschung nicht schnell genug zum Pflegepersonal gelange. Die Weiterentwicklung der Pflegewissenschaft, sowie vernetzte Versorgung wurden als der stärkste Wirtschaftszweig der Zukunft eingeschätzt. END/nna/wil ______________________

Kontakt:

DZNE Deutsches Zentrum für Neurodegenerierte Erkrankungen e. V. Standort Witten Stockumer Straße 12 58453 Witten Masterstudiengang Pflegewissenschaft an der Privaten Universität Witten/Herdecke gGmbH Fakultät für Pflegewissenschaft Stockumer Straße 12 58453 Witten www.uni-wh.de/pflege Bericht-Nr.: 100920-04DE Datum: 20. September 2010 © 2010 News Network Anthroposophy Limited (NNA).

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