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Jeder hat das Recht, eine Ausnahme zu sein

Im Jahr 2019, in dem die Waldorfpädagogik ihren 100. Geburtstag feiert, möchte man nach dem Gespräch mit ihm fast selbst wieder Schülerin werden, wenn man wüsste, dass ein Lehrer mit dieser Hingabe fürs Unterrichten und diesem tiefen Interesse am Menschen an der Tafel stünde. - Christian Boettger im Gespräch mit Maria A. Kafitz

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erziehungskunst.de

Mensch werden im digitalen Zeitalter. Netzwerktreffen in Dornach

Um sich über die dringendsten Arbeits- und Forschungsaufgaben für die Waldorfschul- und Kindergartenbewegung auszutauschen, haben sich etwa 20 Experten aus Deutschland, der Schweiz, Brüssel und Großbritannien Anfang November letzten Jahres in Dornach getroffen.

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erziehungskunst.de

Hansjörg Hofrichter gestorben

Peter Hohage schreibt in seinem Ehemaligen-Rundbrief zum 70. Geburtstag von Hansjörg Hofrichter, dass er zu den Persönlichkeiten gehöre, die man sich aus dem Werdegang der Nürnberger Rudolf-Steiner-Schule und auch aus der Waldorfschul-Bewegung nicht mehr wegdenken könne.

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Eliant

EU-weite Kampagne für humane Bildung

Eine altersgerechte Digitalisierung entscheidet darüber, wie autonom denkend und zukunftsfähig die neuen Generationen heranwachsen dürfen. Deshalb hat ELIANT im Jahr 2018 das Schwergewicht der Arbeit auf altersgerechten Einsatz der digitalen Medien gesetzt.

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Sekem Geschäftsführer zuversichtlich über Ergebnis in Kopenhagen

Biobranche soll gemeinsam handeln

Von: NNA - Berichterstattung

Zuversichtlich

KOPENHAGEN (NNA).
Trotz der anhaltenden Ungewissheit über dessen Ausgang am letzten Tag des Klimagipfels in Kopenhagen, hat sich das Mitglied der ägyptischen Delegation und Sekem-Geschäftsführer Helmy Abouleish zuversichtlich gezeigt, dass es in Kopenhagen ein Ergebnis geben wird, das auch eine gestärkte Rolle der Landwirtschaft im Rahmen eines neuen globalen Abkommens berücksichtigt.

„Ich bin mir sicher, dass ein Ergebnis in Kopenhagen erreicht wird, auch in
Bezug auf die Landwirtschaft. Aufgrund der enormen internationalen
Aufmerksamkeit kann sich kein Politiker ein Scheitern leisten,“ erklärte
Abouleish diese Woche. „Dennoch ist Kopenhagen nur eine erste
Weichenstellung in Richtung nachhaltige Umweltpolitik, der Weg muss jedoch
auch von Konsumenten und Unternehmen gegangen werden,“ fügte der
Sekem-Geschäftsführer hinzu.

Nach schwierigen Verhandlungen in den letzten zwei Wochen, die mehrmals zu
scheitern drohten, versuchen die am letzten Tag in Kopenhagen versammelten
Staats- und Regierungschefs doch noch zu einem Ergebnis zu kommen.

Verhandlungshürden sind das Ausmaß, in dem die reichen Länder ihre
Treibhausgasemissionen reduzieren sollen, und ob die Entwicklungsländer ihre
Ausstöße auch einschränken sollen, und die Art und Weise wie Mittel, um die
Auswirkungen des Klimawandels zu reduzieren zur Verfügung gestellt werden
sollen. Die armen Länder wollen eine direkte Finanzhilfe während die reichen
Länder Methoden wie den Emissionshandel bevorzugen.

In Kopenhagen hat sich Abouleish besonders für eine gestärkte Rolle der
Landwirtschaft im Rahmen eines neuen globalen Abkommens eingesetzt, welche sowohl die Emissionen als auch die negativen Risiken für den Landbau
berücksichtigt. Obwohl sie bereits 1997 in Kyoto besprochen wurde, gäbe es
noch immer nahezu keine Methoden, welche emissionsarme Anbauweisen
finanziell belohnten. Die Vereinfachung und Erweiterung solch eines Anreizes
könne hierbei zu schnellen Erfolgen, sprich Emissionseinsparungen, führen.

In welcher Form die Landwirtschaft in ein neues Protokoll integriert werde
sei bisher noch offen, sagte der ägyptische Delegierte. Der Grund liege in
den unterschiedlichen Standpunkten der verschiedenen Länder. Während die
Länder von Südamerika sich auf die Forstwirtschaft konzentrierten, betonten
andere Staaten den Boden- und Humusaufbau.

„Die Verhandlungspartner im Bereich der Land- und Forstwirtschaft müssen
gemeinsam Verantwortung übernehmen. Die Abholzung muss sofort gestoppt und dies finanziell honoriert werden. Zugleich muss aber auch ein klarer
Zeitplan vorliegen, bis wann die technischen Details für eine umfassendere
Berücksichtigung der Böden geklärt ist,“ warnte Helmy Abouleish.

Darüber hinaus hätten alle gemeinsam sicherzustellen, dass neben den
Emissionen auch weitere soziale und ökologische Aspekte berücksichtigt
würden, damit nicht einseitige Systeme gefördert werden, die neben
Emissionseinsparungen zu anderen negativen Ergebnissen führen.

In einem Interview aus Anlass des Weltklimatages, wandte sich der Sekem CEO
an alle Entscheidungsträger mit dem Aufruf, die Kohlenstoffbindung in Böden,
die Forstwirtschaft und die nachhaltige Raumnutzung einen Teil des
Klimaschutzabkommens zu machen.

Abouleish rief daher die Biobranche auf gemeinsam zu handeln: „Nach wie vor
besteht die Gefahr, dass die konventionelle Agrarindustrie sich die aktuelle
Entwicklung zu eigen macht und dies zu unerwünschten Ergebnissen wie z.B.
riesigen Monokulturen führt. Die Aufgabe, dies zu verhindern durch
ganzheitliche Konzepte, können Unternehmen, Verbände und
Forschungseinrichtungen nur zusammen bewältigen.“ Weiter bestätigt der
Geschäftsführer, „die SEKEM Gruppe wird sich auch weiterhin national und
international an dieser Bewegung beteiligen.“

Wie auch immer die Ergebnisse von Kopenhagen letztlich ausfielen, aufbauend
darauf müssten sich insbesondere die ergänzenden Arbeitsgruppen zu
technischen Details (SBSTA) sowie zur Implementierung (SBI) mit der
Umsetzung der Verhandlungsergebnisse auseinander setzen, erklärte Abouleish. „Erst während dieses Prozesses wird sich herausstellen, ob biologische Anbauweisen besonders berücksichtigt werden - ein wichtiger Punkt, für den sich der Einsatz der gesamten Bio-Branche lohnt,“ so der Ägypter.

END/nna/cva

Bericht-Nr.: 091218-01DE Datum: 18. Dezember 2009

© 2009 News Network Anthroposophy Limited (NNA).

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