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Hansjörg Hofrichter gestorben

Peter Hohage schreibt in seinem Ehemaligen-Rundbrief zum 70. Geburtstag von Hansjörg Hofrichter, dass er zu den Persönlichkeiten gehöre, die man sich aus dem Werdegang der Nürnberger Rudolf-Steiner-Schule und auch aus der Waldorfschul-Bewegung nicht mehr wegdenken könne.

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Eliant

EU-weite Kampagne für humane Bildung

Eine altersgerechte Digitalisierung entscheidet darüber, wie autonom denkend und zukunftsfähig die neuen Generationen heranwachsen dürfen. Deshalb hat ELIANT im Jahr 2018 das Schwergewicht der Arbeit auf altersgerechten Einsatz der digitalen Medien gesetzt.

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Die Alanus Hochschule für Kunst und Gesellschaft

150 Kursangebote für an Weiterbildung interessierte Menschen

 Neben einer Vielzahl von bewährten Kursen in den Bereichen Beruf, Inspiration, Kunst und Ferien hat das Alanus Werkhaus im Jahr 2019 auch viele spannende neue Kurse ins Programm aufgenommen.

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Sichere Bindung

Waldorfpädagogik und Bindungsforschung sind sich einig: Bindung ist ein psychisches Grundbedürfnis. Urvertrauen und die daraus sich entwickelnde Zuversicht für den Lebenslauf kann nur aus einem Zusammenspiel physischer und seelischer Geborgenheit, spiritueller Umgebung und einer sicheren Bindung entstehen.

»Bindung ist«, so der Pionier der Bindungsforschung und Kinderarzt John Bowlby, »ein gefühlsmäßiges Band, das zwischen zwei Individuen entsteht.«

Die Bindungserfahrungen in der frühen Kindheit sind die Grundlage für die sogenannten inneren oder mentalen Arbeitsmodelle des Selbst mit der Bindungsperson. Diese Modelle dienen dazu, das Verhalten der Bindungsperson zu interpretieren und ihr Verhalten vorherzusagen. Darüber hinaus ermöglichen sie, das eigene Bindungsverhalten, die eigenen Gedanken und Gefühle zu regulieren (Bowlby 1996).

Es hat sich erwiesen, dass sicher gebundene Kinder bessere Voraussetzungen haben, sich ihren individuellen Fähig­keiten entsprechend optimal zu entwickeln. Die sichere Bindung entsteht, wenn das Kind sein Signalverhalten (Schreien, Weinen, Lächeln, Vokalisieren, Anblicken, Lautieren) direkt vom Gegenüber gespiegelt bekommt. Es ist auf diese direkte Zuwendung angewiesen, da es in den ersten Lebensmonaten seine Affekte nicht selber regulieren kann. Jedes Kind hat die angeborene Neigung, Nähe und Kontakt zur primären Bezugsperson zu suchen und aufrechtzuerhalten. Eine Bezugsperson muss für das Kind ständig emotional verfügbar sein. Werden diese Bedürfnisse durch Zuwendung beantwortet, spürt das Kind seine Selbstwirksamkeit und kann an ihr reifen.

Eine sichere Bindung kann sich beim Kind nur entwickeln, wenn der Erwachsene durch sein feinfühliges Verhalten dem Kind das Gefühl vermittelt, selbstwirksam zu sein. Feinfühligkeit ist die Fähigkeit des Erwachsenen, die Signale des Kindes wahrzunehmen, sie richtig zu interpretieren, angemessen und prompt darauf zu reagieren.

Vom Bindungsmuster des Kindes, das sich in den ersten Lebensjahren entwickelt, hängt seine Fähigkeit ab, sich sozial kompetent und neugierig zu verhalten und sich einen Aktionsradius zu verschaffen, der eine gute Exploration zulässt, die wiederum Entwicklung ermöglicht.

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