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Freunde der Erziehungskunst

Die Webseite der Freunde der Erziehungskunst hat einen neuen Look. Nach langer Vorbereitungszeit konnte die Seite Anfang März 2019 online gehen.

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Waldorf 100

Studierende und Wissenschaftler*innen aller Fachrichtungen, sowie Lehrer*innen haben ab sofort die Möglichkeit, Praxisbeispiele aus der Klassenlehrerzeit an der Waldorfschule online zu streamen. Im neuen deutsch- und englischsprachigen Streaming-Portal stellt die Pädagogische Forschungsstelle kostenlos bisher unveröffentlichtes Filmmaterial für Lehrerbildung und Forschung bereit. 

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atempo

Im Jahr 2019, in dem die Waldorfpädagogik ihren 100. Geburtstag feiert, möchte man nach dem Gespräch mit ihm fast selbst wieder Schülerin werden, wenn man wüsste, dass ein Lehrer mit dieser Hingabe fürs Unterrichten und diesem tiefen Interesse am Menschen an der Tafel stünde. - Christian Boettger im Gespräch mit Maria A. Kafitz

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erziehungskunst.de

Um sich über die dringendsten Arbeits- und Forschungsaufgaben für die Waldorfschul- und Kindergartenbewegung auszutauschen, haben sich etwa 20 Experten aus Deutschland, der Schweiz, Brüssel und Großbritannien Anfang November letzten Jahres in Dornach getroffen.

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Sichere Bindung

Waldorfpädagogik und Bindungsforschung sind sich einig: Bindung ist ein psychisches Grundbedürfnis. Urvertrauen und die daraus sich entwickelnde Zuversicht für den Lebenslauf kann nur aus einem Zusammenspiel physischer und seelischer Geborgenheit, spiritueller Umgebung und einer sicheren Bindung entstehen.

»Bindung ist«, so der Pionier der Bindungsforschung und Kinderarzt John Bowlby, »ein gefühlsmäßiges Band, das zwischen zwei Individuen entsteht.«

Die Bindungserfahrungen in der frühen Kindheit sind die Grundlage für die sogenannten inneren oder mentalen Arbeitsmodelle des Selbst mit der Bindungsperson. Diese Modelle dienen dazu, das Verhalten der Bindungsperson zu interpretieren und ihr Verhalten vorherzusagen. Darüber hinaus ermöglichen sie, das eigene Bindungsverhalten, die eigenen Gedanken und Gefühle zu regulieren (Bowlby 1996).

Es hat sich erwiesen, dass sicher gebundene Kinder bessere Voraussetzungen haben, sich ihren individuellen Fähig­keiten entsprechend optimal zu entwickeln. Die sichere Bindung entsteht, wenn das Kind sein Signalverhalten (Schreien, Weinen, Lächeln, Vokalisieren, Anblicken, Lautieren) direkt vom Gegenüber gespiegelt bekommt. Es ist auf diese direkte Zuwendung angewiesen, da es in den ersten Lebensmonaten seine Affekte nicht selber regulieren kann. Jedes Kind hat die angeborene Neigung, Nähe und Kontakt zur primären Bezugsperson zu suchen und aufrechtzuerhalten. Eine Bezugsperson muss für das Kind ständig emotional verfügbar sein. Werden diese Bedürfnisse durch Zuwendung beantwortet, spürt das Kind seine Selbstwirksamkeit und kann an ihr reifen.

Eine sichere Bindung kann sich beim Kind nur entwickeln, wenn der Erwachsene durch sein feinfühliges Verhalten dem Kind das Gefühl vermittelt, selbstwirksam zu sein. Feinfühligkeit ist die Fähigkeit des Erwachsenen, die Signale des Kindes wahrzunehmen, sie richtig zu interpretieren, angemessen und prompt darauf zu reagieren.

Vom Bindungsmuster des Kindes, das sich in den ersten Lebensjahren entwickelt, hängt seine Fähigkeit ab, sich sozial kompetent und neugierig zu verhalten und sich einen Aktionsradius zu verschaffen, der eine gute Exploration zulässt, die wiederum Entwicklung ermöglicht.

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