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Goetheanum

Erst die analoge, dann die digitale Welt

Internationale Konferenz der waldorfpädagogischen Bewegung setzt sich für eine entwicklungsorientierte Medienpädagogik ein

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Die Alanus Hochschule für Kunst und Gesellschaft

Medienerziehung an reformpädagogischen Bildungseinrichtungen:

Erziehung bedeutet auch und gerade im „digitalen Zeitalter“, Kinder auf ihrem Weg  zum selbstständig  denkenden Erwachsenen zu begleiten.

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erziehungskunst.de

Frühe Kindheit • Herbst 2018

Treten wir an die Wiege eines Neugeborenen, so können wir davon noch einen Hauch spüren. Ein Zauber liegt über dem Kind, der sich uns sofort mitteilt und uns still werden lässt. Ganz offensichtlich und selbstverständlich befindet sich das Kind in einer Welt, die uns in dieser Weise verschlossen ist, zu der es aber auch für uns eine Brücke bildet.

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erziehungskunst.de

Digitale Medien: Eltern müssen Verantwortung übernehmen

Ein Kind von etwa sieben Jahren bekommt ein Smartphone geschenkt. Es soll seine Freiheiten damit haben, bestimmte Seiten, z.B. Seiten pornografischen oder gewalttätigen Inhalts im Internet jedoch nicht nutzen dürfen. Das Kind freut sich natürlich und versichert den Eltern, entsprechend damit umzugehen.

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Rudolf Steiner Schulen Schweiz

Überprüfen und Schärfen des eigenen Profils

Der vieldiskutierte Lehrplan 21 ist in fast allen Kantonen definitiv beschlossen und für den Volksschul-Unterricht in Kraft. Was bedeutet der neue Lehrplan für die Steinerschulen? Er ist eine Chance.

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erziehungskunst.de

Das ganze Leben hineinwerfen

Franz Glaw, Mathematik- und Deutschlehrer an der Rudolf Steiner Schule Düsseldorf – ein Porträt.

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"VOID"

Vom 22. bis 27. November fand im Rahmen der Hamburger Klangwerktage - Festival für zeitgenössische Musik, das internationale Holocaust Education Projekt "VOID" statt.

Von: Ruth Bamberg

'Void - Musik und Architektur'

Dieses internationale Holocaust Education Projekt mit Oberstufenschülerinnen und -Schülern der Waldorfschulen Ecole Perceval, Paris, und der Rudolf Steiner Schule, Hamburg-Harburg, entstand in Kooperation mit der UNESCO, der Cité de la Musique Paris und den Hamburger Symphonikern. Es wurde am 27. November in Hamburg und am 1. Dezember im großen Saal der UNESCO in Paris präsentiert. Das Ergebnis zählte zu den Highlights der Klangwerktage:
Der Architekt Daniel Libeskind und der Komponist Nikolaus Brass, deren Arbeiten den Ausgangspunkt zum Gemeinschaftswerk der Schüler bildeten, waren Gäste der Schüleraufführung und anschliessender Podiumsdiskussion unter der Leitung von Sonja Simmenauer zum Thema 'Void - Musik und Architektur'.
Unter Anleitung von Christophe Rosenberg, der seit vielen Jahren Workshops für Kinder und Jugendliche am Educational Department der Cité de la musique anbietet, erarbeiteten die Schüler eine Multimediakomposition zum Thema 'Void', angeregt durch die Void genannten Schneisen im Inneren des jüdischen Museums in Berlin. Void bezieht sich auf das, was niemals ausgestellt werden kann, wenn es um die Geschichte des jüdischen Berlins, von dem nichts geblieben ist, geht. Daniel Libeskind sagte in Hamburg: "Die undurchdrigliche Leere der 'Void', lässt das Fehlen der jüdischen Bürger Berlins fühlbar und damit wirklich werden. Nur durch die Integration der Löschung jüdischen Lebens kann die Geschichte Berlins und Europas eine menschliche Zukunft haben." Die Schüler lernten das Holocaust-Gedenken anhand von zwei Beispielen moderner Kunst neu kennen: dem jüdischen Museum in Berlin, entworfen von Daniel Libeskind, und der Komposition „VOID I + II“ von Nikolaus Brass.

Praktische Lektion

Idee und Realisation des Projektes stammen von Christiane Leiste, die seit acht Jahren zusammen mit Franziska Hilmer im Verein 'ZeitZeichen' mit Sitz im Rudolf Steiner-Haus Hamburg, Ausstellungs- und Musikprojekte realisiert. Mit der Lektüre der bewegenden Biografie ‹Breaking Ground – Entwürfe meines Lebens› von Libeskind, Sohn zweier Holocaust-Überlebender, begann vor drei Jahren für Christiane Leiste die Idee zum Projekt. Das Jüdische Museum in Berlin war das erste Gebäude, das Libeskind – mit über 50 – überhaupt realisierte. Christiane Leiste war nach dem Besuch in diesem Museum von den ‹Voids› nicht weniger bewegt. Zurück in Hamburg, traf sie den 1949 am Bodensee geborenen Komponisten Nikolaus Brass, der ebenso berührt ‹Void I für Piano solo› komponierte. Als Christiane Leiste in diesem Jahr die Leitung der Klangwerktage übernahm, konnte sie beide Künstler, deren Schaffen gleichsam um Gedächtnis, Begegnung und Unergründlichkeit kreist, zusammenbringen. Sie reiste nach Paris und traf den Musikpädagogen Christophe Rosenberg, mit dem sie das Austauschprojekt entwickelte. Die Lehrerinnen Marlis Hartung, Hamburg, und Iona Cobelz, Paris, bereiteten etwa ein halbes Jahr lang mit 28 freiwilligen Schülern – vor allem Mädchen – die Arbeit thematisch vor. Am 22. November war es dann soweit: Die Schülerinnen reisten nach Berlin und trafen einander das erste Mal im Jüdischen Museum. Im Anschluss ging es gemeinsam  nach  Hamburg  zum einwöchigen Workshop mit Christophe Rosenberg. Für die Schülerinnen stand zunächst die Freude an der Begegnung, am Reisen und am Austausch im Zentrum ihrer Motivation. Im Laufe des Workshops begannen sie aber mehr und mehr die Musik und die Arbeit zu schätzen. Aus Sprache, Schrift, Poesie, Musik, Ton, Klang,  Geräusch, Video und Computer entstand eine Schülerkomposition, die mit dem Handwerkszeug zeitgenössischer Tonkunst und Multimediatechnik realisiert wurde. Rosenberg bedauerte, das inhaltlich vergleichbare Projekte noch immer eine Ausnahme sind. Strategien zeitgenössischer Kunst seien aus seiner Erfahrung bestens geeignet um Jugendliche zu erreichen und ihnen eine praktische Lektion in Demokratie und gegenseitiger Akzeptanz zu vermitteln. In der oft an unscharfer Sachdienlichkeit orientierten Gegenwart ist das Projekt 'Void' ein Kunststück besonderer Art: Neben reichen Erfahrungen für die Schülerinnen und Schüle, grossen Herausforderungen für die Lehrerinnen und unter der Mitwirkung prominenter Gäste und bedeutender Förderer, war der ganze Prozess - von der Idee bis zur Aufführung - von Visionen inspiriert und im Kern von essenzieller Substanz aller Beteiligten getragen. Ruth Bamberg _________________________

Kontakt

Hamburger Klangwerktage
Festival für zeitgenössische Musik
Birrenkovenallee 13
22143 Hamburg
Fon 0049-(0)40-80 60 68 60
Fax 0049-(0)40-80 60 68 66
info[at]klangwerktage.de
www.klangwerktage.de

Künstlerische Leitung
Christiane Leiste: c.leiste[at]klangwerktage.de

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