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Als in Berlin die Früheinschulung eingeführt wurde, richtete meine Schule eine Vorklasse für die Fünfjährigen ein, mit gebundenem Tageslauf und einem Lehrplan, der die Basissinne und die Gemeinschaftlichkeit schult. Diese Klasse heißt bei uns »Sonnenklasse« und wird von einem Erzieherteam geführt.

 
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... findet das – bei aller pädagogischen Phantasie, zu der wir uns aufgerufen fühlen können – nicht mehr statt, was wir uns unter Waldorfschulleben vorstellen und vor Corona-Zeiten erlebt haben: die unbedrohte zwischenmenschliche Begegnung, der angstfreie Austausch, das quirlige Zusammensein.

 
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steinerschule berner Oberland

Nachdem wir noch ganz optimistisch den Basar angekündigt haben, ist nun wieder alles ganz anders. Am Basarwochenende wird es im und ums Schulhaus ruhig bleiben. Dafür wird uns der Basar bis in die Adventszeit hinein und vielleicht sogar darüber hinaus begleiten.

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Claus-Peter Röh und Florian Osswald, Leiter der Pädagogischen Sektion der Freien Hochschule für Geisteswissenschaft am Goetheanum seit 2010, werden sich Mitte 2021 bzw. Anfang 2022 von dieser Aufgabe zurückziehen.

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Lassen wir es dahingestellt sein, ob – was inzwischen viele bezweifeln – die staatlichen Verordnungen zur Eindämmung der Corona-Pandemie wirklich notwendig waren. Auf jeden Fall haben sie das Vertrauen vieler Menschen in die Zuverlässigkeit zentraler Maßnahmen auf wissenschaftlicher Grundlage erheblich gestärkt.

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Waldorf-Eltern: Studie räumt mit Vorurteilen auf

Die Alanus Hochschule für Kunst und Gesellschaft

Was für Menschen sind Waldorf-Eltern und welche Werte vertreten sie? Sind sie wirklich so elitär und finanziell besser situiert als der Rest der Gesellschaft, wie es in bildungspolitischen Debatten um Freie Schulen oft behauptet wird? Die nun im Beltz-Verlag veröffentlichte Studie „Waldorf-Eltern in Deutschland“ von Steffen Koolmann, Lars Petersen und Petra Ehrler von der Alanus Hochschule für Kunst und Gesellschaft in Alfter bei Bonn setzt solchen Vorurteilen erstmals eine repräsentative Untersuchung der Eltern von Waldorfschülern entgegen.

Engagierte Eltern sind eine tragende Säule von Waldorfschulen: Sie gründen und verwalten die Schulen und zahlen außerdem für die Bildung ihrer Kinder. Genug Gründe, um diese Gruppe unter die Lupe zu nehmen:  Etwa 3500 Elternteile von 117 Waldorfschulen gaben bundesweit per Fragebogen Auskunft über ihre sozioökonomischen Verhältnisse sowie über Werte, Motive, Einstellungen und zukünftige Herausforderungen der Waldorfschule. „Diese Studie leistet einen Beitrag zur aktuellen Forschung und beendet ein Defizit, denn das Betrachten der Eltern als Bildungsakteure wurde bisher weitgehend vernachlässigt“, sagt Petra Ehrler, wissenschaftliche Mitarbeiterin an der Alanus Hochschule. Die Studie liefert nicht nur wichtige Erkenntnisse für allgemeine Trends in der Waldorf-Elternschaft, sondern mit einem speziellen Auswertungstool können die teilgenommenen Schulen ihre schulspezifischen Ergebnisse ermitteln und daraus Strategien für die Zukunft entwickeln.

„Diese Studie ist nicht nur wichtig, um herauszufinden, wer diese Menschen eigentlich sind, die ihre Kinder zu uns schicken. Sie bietet darüber hinaus die einmalige Chance, mit den Ergebnissen den zukünftigen Herausforderungen der Waldorfschule zu begegnen und die Fragen zur Qualität voranzutreiben“, sagt Thomas Lutze-Rodenbusch, Vorstandsmitglied des Bundes der Freien Waldorfschulen, der die Studie in Auftrag gegeben hat.

Keine Besserverdiener

Waldorf-Eltern verdienen nicht besser. Die Studie entwirft ein sozioökonomisches Profil der Waldorf-Elternschaft und gelangt zu dem Ergebnis, dass ihre Einkommenssituation verglichen mit dem Bundesdurchschnitt nach Angaben des Statistischen Bundesamtes nicht auffällig anders ist. Waldorf-Eltern sind hingegen überdurchschnittlich gut ausgebildet. Der höhere Bildungsabschluss führt aber nicht zu mehr Einkommen, weswegen die Autoren der Studie das Fazit ziehen: „Vermutlich ist ihnen eine sie erfüllende berufliche Tätigkeit wichtiger als ein hohes Einkommen“. Dass Waldorf-Eltern sich häufiger in der Gesellschaft ehrenamtlich engagieren als der Bundesdurchschnitt, spricht dafür, dass ihnen sinnstiftende Tätigkeiten mehr bedeuten als die Höhe der finanziellen Entlohnung.

Waldorf-Eltern: Eine Typologie

Waldorf-Eltern sind nicht gleich Waldorf-Eltern. Dass die Elternschaft heterogen ist, ist eine weitere zentrale Erkenntnis der Studie. Lars Petersen, Professor für Produktions- und Dienstleistungsmanagement am Fachbereich Wirtschaft der Alanus Hochschule, formuliert eine Typologie mit fünf Typen: die „Konservativen“, die „Zurückhaltenden“, die „Überzeugten“, die „Begeisterten“ und die „Fordernden“. Diese unterscheiden sich je nach Betonung unterschiedlicher Werte – Während den „Konservativen“ Macht, Sicherheit, Leistung und Tradition wichtig sind – sie heben sich sogar deutlich ab von Eltern von Schülern auf staatlichen Schulen – betonen die „Überzeugten“ vor allem Werte wie Selbstbestimmung, Universalismus und Benevolenz. Die Überzeugten sind die ehrenamtlich aktivsten und diejenigen, die der Anthroposophie am nächsten stehen. Außerdem „fordern sie auch eine stärkere Betonung von Persönlichkeitsbildung“ sowie von „gesellschaftlich relevanten Themen im Unterricht“, wie es in der Studie heißt.

Herausforderungen der Zukunft

Kritik und Handlungsbedarf sehen die Eltern vor allem bei den Finanzen. Sie prangern Misswirtschaft an und fürchten immer geringere Schülerzahlen. Als Schulen in freier Trägerschaft sind sie auf Spenden und Zuschüsse angewiesen. Eine besondere Stärke von Waldorfschule aus Elternsicht sind die Atmosphäre und das Miteinander sowie der ganzheitliche Unterricht, in dem angstfreies Lernen möglich ist. Eine Aufgabe für die Zukunft: diese Stärken ausbauen und über Schwächen offen mit den Eltern sprechen, so die Autoren.

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Die Studie wurde gefördert durch die Pädagogische Forschungsstelle beim Bund der Freien Waldorfschulen und die Software AG-Stiftung.

Die Studie:

Waldorf-Eltern in Deutschland

Status, Motive, Einstellungen, Zukunftsideen

Herausgegeben von Steffen Koolmann / Lars Petersen / Petra Ehrler

Beltz Verlag, Weinheim

ISBN:978-3-7799-3761-6

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Ihre Ansprechpartnerin bei Rückfragen zu diesem Thema:
Tatjana Fuchs
Hochschulkommunikation Alanus Hochschule

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Tatjana Fuchs
Hochschulkommunikation
Tel.: +49 (0)2222 9321 – 1902
E-Mail: tatjana.fuchs@alanus.edu

Pressesprecherin Dr. Julia Wedel
Tel.: +49 (0)2222 9321 – 1942
Fax: +49 (0)2222 9321 – 21
E-Mail: julia.wedel@alanus.edu
Internet: www.alanus.edu

Alanus Hochschule für Kunst und Gesellschaft
Alanus University of Arts and Social Sciences
Villestr. 3
53347 Alfter

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