News

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Die Alanus Hochschule für Kunst und Gesellschaft

150 Kursangebote für an Weiterbildung interessierte Menschen

 Neben einer Vielzahl von bewährten Kursen in den Bereichen Beruf, Inspiration, Kunst und Ferien hat das Alanus Werkhaus im Jahr 2019 auch viele spannende neue Kurse ins Programm aufgenommen.

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Eliant

Eliant

Warum setzen wir in den Schulen digitale Medien ein, ohne die Auswirkungen zu kennen?

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Freunde der Erziehungskunst

Keine Selbstverständlichkeit: Schulen im ländlichen Afrika

In ihrem aktuellen Spendenaufruf bitten die Freunde der Erziehungskunst um Spenden für Waldorfschulen, die sich vor allem für Kinder in ländlichen Gegenden Afrikas einsetzen.

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Goetheanum

Erst die analoge, dann die digitale Welt

Internationale Konferenz der waldorfpädagogischen Bewegung setzt sich für eine entwicklungsorientierte Medienpädagogik ein

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Die Alanus Hochschule für Kunst und Gesellschaft

Medienerziehung an reformpädagogischen Bildungseinrichtungen:

Erziehung bedeutet auch und gerade im „digitalen Zeitalter“, Kinder auf ihrem Weg  zum selbstständig  denkenden Erwachsenen zu begleiten.

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Welttag der Kinderrechte

Die schwierige Suche nach universellen Rechten

Von: Ilka Stein - Sekem

Pragmatischer Prozess der kleinen Schritte

Sich für die Entwicklung des Kindes aktiv einzusetzen zahlt sich in vieler Hinsicht aus - nicht nur für die betroffenen Kinder selbst. Je früher eine vielseitige, persönlichkeitsorientierte Förderung in Kindergarten oder Schule beginnt, desto nachhaltiger kann ihr Einfluss auf den späteren Verlauf der kindlichen Entwicklung sein. Der Welttag der Kinderrechte am 20. November erinnert daran, dass die Rechte der Kinder noch immer nicht universell verbindlich geschützt werden, gerade über kulturelle Grenzen hinweg. Dabei machen junge Menschen auch in den Ländern des Mittleren Ostens oft den Grossteil der Bevölkerung aus, mancherorts bis zu 60%. Junge Menschen sind auch besonders stark von gesellschaftlichem Wandel wie Armut, Migration, Arbeitslosigkeit, oder mangelndem Zugang zu Bildungschancen betroffen und sind damit ein wichtiger Faktor für die soziale und ökonomische Stabilität einer Gesellschaft. Dennoch werden sie selten als ihr integraler Teil wahrgenommen, ihr 'Wert' oft allein an der erwarteten späteren wirtschaftlichen Leistungsfähigkeit gemessen. 1989 wurde mit der UN Konvention über die Rechte des Kindes (CRC) die erste juristisch bindende internationale Vereinbarung verabschiedet, welche die Menschenrechte der Kinder auch interkulturell verbindlich zu bestätigen suchte. Die Vereinbarung wurde von 192 Ländern ratifiziert. Doch gerade hinsichtlich ihrer kulturübergreifenden Gültigkeit und damit ihrer Bedeutung für die Entwicklungszusammenarbeit wurde sie oft kritisiert. Man warf ihr ein eurozentrisches Verständnis der Kindheit vor und unterstellte, sie untergrabe kulturelle Vielfalt und gesellschaftliche Besonderheiten. Vor dem Hintergrund dieser Kritik lohnt ein Blick auf ihre Entstehungsgeschichte. Bereits die Abfassung des Dokuments zog sich über 10 Jahre hin und führte Repräsentanten aus 65 Ländern und der doppelten Anzahl internationaler zivilgesellschaftlicher Organisationen zusammen. Es wäre verwunderlich, wäre niemandem der beklagte eurozentrische Unterton frühzeitig aufgefallen. Im Gegenteil: oft wird ihr vorgeworfen, ihre Artikel seien gar zu vage formuliert, liessen zu viel Raum für Interpretation. Diese Vagheit kann jedoch als ein bewusstes Zugeständnis an kulturelle Vielfalt und unterschiedliche Konzepte von Kindheit verstanden werden. Die Formulierung bietet kultureller Vielfalt erst einen Entfaltungsspielraum. Ein Beispiel ist die Notwendigkeit, in vielen Entwicklungsländern auch die alltäglichen Lebensbedingungen von Familien berücksichtigen zu müssen, ohne die Rechte ihrer Kinder einzuschränken. Gleichzeitig gebietet die Konvention, dass Handlungen, die sich an Kinder richten, überprüfbar und korrigierbar sein müssen und zwar im Rahmen der jeweiligen kulturellen und sozialen Norm. Besonders der dritte Artikel wird oft zitiert: "Bei allen Massnahmen, die Kinder betreffen [...] ist das Wohl des Kindes ein Gesichtspunkt, der vorrangig zu berücksichtigen ist." Man wählte eine Formulierung im besten Interesse eines jeden Kindes, die dennoch Raum lässt für kulturelle Vielfalt und eine Vielzahl von Verständnisformen darüber, was Kindheit eigentlich ist. Universelle Kinderrechte über kulturelle Grenzen hinweg umzusetzen ist ein pragmatischer Prozess der kleinen Schritte, wie sie auch in SEKEM gegangen werden: Schulbildung allen Kindern zugänglich zu machen, Gewalt gegen Kinder zu bekämpfen, allen freie Religionsausübung zu ermöglichen und ihnen zu gestatten, ihre Meinung frei zu äussern und ihre Talente zu entwickeln. Die Sicherung ihrer Lebensumstände, Befriedigung grundlegender Bedürfnisse und gleichberechtigter Entwicklungschancen müssen eine gesellschaftlich tragfähige Balance mit anderen praktischen Lebensnotwendigkeiten eingehen. Diese angemessen zu gestalten, bleibt in jeder Gesellschaft eine Herausforderung, der sich auch SEKEM stellt. _________________________________

Kontakt:

Christina Boecker SEKEM Europe GmbH Christstr. 7 - D-44789 Bochum Ph: +49 234 8936995 www.sekem.com Amtsgericht Bochum HR 10596 Geschäftsführer Helmy Abouleish

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