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Wie zukunftsfähig ist die Waldorfschule? - 2 Berichte

Bei dem Kongress “ 90 Jahre Zukunft - Waldorfpädagogik im Gespräch“ nahmen Bildungsexperten von innen und außen Konzept und Alltag kritisch unter die Lupe

Von: Cornelie Unger-Leistner

NNA - Berichterstattung und der Bund der Freien Waldorfschulen berichten

*****

Frage der Zukunftsfähigkeit

Foto: Charlotte Fischer
Stuttgart.
„Ein Jubiläum ist Anlass, einerseits in die Vergangenheit zu schauen, andererseits aber die Gegenwart und die Zukunft einzubeziehen.“ Im Editorial zur Jubiläumspublikation betont Vorstandsmitglied Albrecht Hüttig, dass es dem Bund der Freien Waldorfschulen bei den Veranstaltungen zu „90 Jahre Waldorfschule“ vor allem darum ging, die Frage der Zukunftsfähigkeit der Waldorfschule unter verschiedenen Blickwinkeln zu beleuchten. Besonders interessant für die Waldorfschulbewegung war in diesem Zusammenhang die Spiegelung von außen, sowohl von Freunden der Bewegung wie von Kritikern. Dies kam auch beim Kongress „90 Jahre Zukunft“ – Waldorfpädagogik im Gespräch zum Ausdruck.
Gäste verschiedener Provenienz brachten als Geburtstagsgeschenk ihre Ideen zum Thema ein, die Reihe reichte vom Neurologen Prof. Joachim Bauer (Uniklinik Freiburg), der die Anforderungen an die Schule der Zukunft vom Gesichtspunkt der Hirnforschung betrachtete über Prof. Stephan A. Jansen von der Zeppelin Universität bis hin zum Leiter des Bildungsressorts der taz, Christian Füller.
Beim Abschlussplenum zogen Gäste und Veranstalter – vertreten durch Christof Wiechert, den Leiter der Pädagogischen Sektion am Goetheanum in Dornach – ein Fazit der Veranstaltung. „Ist der Ansatz der Waldorfpädagogik hochmodern – oder ersticken die Waldorfschulen in ihrer Tradition?“ Mit dieser Formulierung spitzte Moderatorin Martina Meisenberg die Frage zu in der Absicht, die Teilnehmer der Runde zu möglichst prägnanten Aussagen zu veranlassen – was ihr auch gelang. Christof Wiechert betonte dazu, modern und zeitgemäß sei, was Kinder fördere und er sprach der Waldorfpädagogik einerseits die Kompetenz zu, auf die drängenden Fragen der Zeit eine angemessene Antwort zu geben. Was die Waldorfpädagogik leisten könne, komme erst jetzt im 21. Jahrhundert voll zur Geltung. „Mit unserem Ziel, den Schülern Selbstmanagement zu vermitteln, sind wir absolut „top of the bill“, sagte Wiechert. Auf der anderen Seite sei bei den Waldorfschulen aber auch eine „gewisse Beharrlichkeit“, zu beobachten, die mitunter zu einer „Schwere der Form“ führe. Gelungener Unterricht verleite manchmal die Lehrer, das Bewährte zu wiederholen. Dies sei aber ein „falsches Prinzip“, betonte Wiechert: „Wenn man einen guten Kaffee zum zweiten Mal aufgießt, schmeckt er nicht mehr so gut“.
Christian Füller bescheinigte dem Jubilar Waldorfschule ebenfalls „viele Potentiale“, meinte aber im Gegensatz zu Wiechert, dass auf wichtige Gegenwartsfragen keine überzeugende Antwort gegeben werde. Vor allem beim individualisierten und binnendifferenzierten Lernen vermisse er Anregungen aus der Waldorflandschaft, die ihre Potenziale nicht genügend ausschöpfe: „Ihr bringt eure PS nicht auf die Straße“, fasste er seine Kritik zusammen. Als zukunftsweisende Beispiele nannte Füller vor allem die mit dem Deutschen Schulpreis ausgezeichneten Schulen, die mit neuen Konzepten auf die beiden grundlegenden Probleme im deutschen Schulwesen reagierten: die Bildungsarmut in den unteren Schulformen und die pädagogische Armut in den höheren, die den Schülern nur die Alternative „friss oder geh“ gegenüber ihrem pädagogischen Angebot ließen.
Prof. Stephan A. Jansen, Präsident der Zeppelin Universität Friedrichshafen, betrachtete das Thema „Schule der Zukunft“ aus der Sicht des „Abnehmers“ Universität. Bei vielen Studenten sei zunächst eine „Entschulung“ notwendig, es gehe darum, den eigenen Willen zu wecken, Urteil und auch Zweifel zu wecken, wo die Schule viel zu sehr auf fertige Antworten gesetzt habe. „Akademiker müssen noch viel mehr infrage stellen als andere“, betonte er. Mit Jansens Formulierung, es komme darauf an, bereits an der Schule „das Wollen denken zu lernen“ war er nach Auffassung der anderen Diskussionsteilnehmer im Zentrum von Anthroposophie und Waldorfpädagogik angekommen, so dass er sich wiederum zu der Bemerkung veranlasst sah, die Zeppelin Universität müsse aufpassen, dass sie nicht das Etikett „Waldorf-Universität“ angeheftet bekomme. Ein bemerkenswert hoher Anteil ehemaliger Waldorfschüler habe sich mit 13% in dem sehr anspruchsvollen Auswahlverfahren der Zeppelin-Universität profilieren können. Das Image der Waldorfschulen betrachtete auch er als verbesserungswürdig. Es sei „oszillierend“ und es stelle sich die Frage, ob die Schulbewegung über „Strukturen der Selbstüberarbeitung“ verfüge. Rüdiger Iwan, der mit seinem Buch „Die neue Waldorfschule“ in der Waldorfschulbewegung für viel Diskussion sorgt, knüpfte mit seinen Redebeiträgen an die Formulierung der „Schwere der Form“ von Christof Wiechert an. Neue Formen seien notwendig, um die Idee der Waldorfschule zu reanimieren. Die Waldorfschule müsse viel mehr anknüpfen an dem, was die Schüler mitbrächten „Was ich da vor 30 Jahren im Seminar gelernt habe, geht heute nicht mehr“, betonte er. Die Waldorfpädagogik tue sich schwer damit, die Schüler als lernende Subjekte anzuerkennen. Ein Weg der Erneuerung besteht nach Auffassung Iwans im individuellen Kompetenznachweis der Schüler, wie er im Konzept des Portfoliolernens vorgesehen ist. Bernd Rechel vom Leitungsteam der GEW-Landesfachgruppe Grundschulen, der anstelle seiner verhinderten Kollegin Doro Moritz an der Diskussionsrunde teilnahm, konnte Erfahrungen aus seiner langen Berufspraxis als Grundschulrektor an staatlichen Schulen einbringen. „Ich war immer ein bisschen neidisch auf die Waldorfschulen“, meinte er. Das Selektionsprinzip der staatlichen Schulen behindere gravierend die Wertschätzung des Schülers durch den Lehrer. Zu früh würden Schüler als „Bildungsverlierer“ aussortiert. Auf der anderen Seite könnten die Waldorfschulen auch von den staatlichen Schulen etwas lernen, vor allem bei der Individualisierung des Lernens. Auch beim Unterrichten von Kindern mit Migrationshintergrund und aus sozialen Brennpunkten verfügten die staatlichen Schulen über mehr Erfahrung. „Da sollten wir unbedingt in die Diskussion kommen“, betonte Rechel. Für ihn ist die Lehrerbildung die entscheidende Schaltstelle für die gute Schule der Zukunft. Entscheidende Merkmale sah er im Verzicht auf das Auslesesystem, dem partnerschaftlichen Miteinander von Eltern und Lehrer sowie der konsequent freundschaftlichen Hinwendung auf das Kind. „Die ganze Testeritis, den Defizitblick und die Fremdbewertung - das alles müssen wir abschaffen“. Rechel sprach sich aber auch für eine starke Schulleitung aus. „Aus meiner Sicht brauchen die Kollegien einen Rektor“, betonte er. Von Moderatorin Martina Meisenberg wurde schließlich noch die Frage nach dem spirituellen Element in der Waldorfpädagogik in die Debatte gebracht.
Christian Füller forderte von den Waldorfschulen eine kritisch-distanzierte Haltung zu Rudolf Steiner. Das Werk Steiners dürfe nicht wie eine Bibel gehandhabt werden, betonte Füller.
Christof Wiechert
hob die Bedeutung von Intuition, Inspiration und Imagination in der Pädagogik hervor und stellte sie gegen die Vorstellung vom Machbaren des pädagogischen Prozesses. „ Die Zeit der Vorstellung des Machbaren haben wir lange hinter uns“, betonte er. Das Originelle, Kreative brauche Raum um zu existieren. Am Ende der Diskussion stand die Mahnung Wiecherts an die Waldorfschulen, sich mehr als bisher in die bildungspolitische Debatte einzumischen. „Wir müssen lernen, viel politischer zu werden und klar zu machen, dass es so nicht weitergeht im Bildungswesen. Das ist sicher nicht angenehm. Aber die Waldorfschulen müssen immer noch gegen den Strom schwimmen, “ betonte er. Von den anwesenden Kongressteilnehmern wurde die lockere, positive Atmosphäre der Diskussion hervorgehoben, die trotz des Gewichtes der bildungspolitischen Themen anregend und zeitweise sogar unterhaltsam gewirkt habe, was nicht zuletzt das Verdienst der sehr gelungenen Moderation von Martina Meisenberg gewesen sei. Bericht: Cornelie Unger-Leistner
____________________________

Kontakt:

Peter Augustin
Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
Bund der Freien Waldorfschulen, Wagenburgstr. 6, 70184 Stuttgart
Telefon 0711-21042-40, Fax 0711-21042-19
augustin@waldorfschule.de ____________________________

Kongress „90 Jahre Zukunft“: Hirnforschung bestätigt Methoden der Waldorfpädagogik

Von NNA-Korrespondentin Edith Willer-Kurtz

STUTTGART (NNA). Mit einem bildungspolitischen Kongress zum Thema „90 Jahre Zukunft - wie bleibt die Waldorfpädagogik zeitgemäß?“ beging die
Waldorfschulbewegung in Stuttgart den 90.Geburtstag der Waldorfschule
Uhlandshöhe – die inzwischen erste von fast 1000 Waldorfschulen weltweit.
Rund 600 Gäste hatten sich im Festsaal der Uhlandshöhe eingefunden,
eingeladen hatten Bund der Freien Waldorfschulen, die Landesarbeitsgemeinschaft der Waldorfschulen Baden-Württemberg und die
Waldorfschule Uhlandshöhe.

Vorträge, Foren und Diskussionen waren darauf ausgerichtet „mit der
Öffentlichkeit in Dialog zu kommen und das pädagogische Profil der Schulen
entsprechend den Erfordernissen der Gegenwart weiterzuentwickeln“, betonte
Walter Riethmüller, Mitglied des Vorstandes des Bundes der Freien
Waldorfschulen, in seiner Begrüßung. Dementsprechend gehörten zu den
Referenten und Podiumsteilnehmern auch Bildungsexperten, die nicht zur
Waldorfbewegung gehören oder ihr kritisch gegenüberstehen.

Im Zentrum der Veranstaltung stand ein Vortrag des Neurobiologen Prof.
Joachim Bauer
(Universität Freiburg) mit dem Thema „Motivation durch
Beziehung – Erziehung durch Spiegelung“ . Er klärte auf über Lehren und
Lernen aus der Sicht der Hirnforschung und brachte für die Anwesenden eine
echte Überraschung: Was in der Waldorfpädagogik seit 90 Jahren gängige
Praxis ist, erfährt nun seine Bestätigung durch die neuesten Ergebnisse der Hirnforschung.


Prof. Bauer belegte anhand von verschiedenen Studien, wie die Motivation des
Lernenden entscheidend durch Beziehungen beeinflusst wird und erläuterte die
zugrunde liegenden biochemischen Prozesse im Gehirn.

Botenstoffe, die körpereigen hergestellt werden bei entsprechender
Aktivierung, lösen danach Reaktionen aus, die zum Lernen anregen. Diese
Aktivierung ist – wie Prof. Bauer an entsprechenden thermischen Aufnahmen
des Gehirns zeigte - an die Qualität der Beziehung gekoppelt, die wir mit
unserem jeweiligen Gegenüber haben. Wir sind besonders dort motiviert, wo
wir für bzw. mit solchen Menschen etwas tun können, mit denen wir uns
zwischenmenschlich verbunden fühlen. Neurobiologisch also sind Menschen in
ihren zentralen Motivationen auf soziale Akzeptanz hin orientiert, gab Bauer
zu verstehen.

Das Gegenbeispiel dazu ist nach Prof. Bauer soziale Ausgrenzung und
Demütigung. Sie führten nicht nur zu einer Lähmung der Motivation, sondern
lösen neuesten Forschungsergebnissen zufolge im Gehirn ähnliche
Wahrnehmungen wie absichtsvoll zugefügter körperlicher Schmerz aus - was
einer der Hauptauslöser von Aggression ist. Das Gehirn mache da keinen
Unterschied, betonte Bauer.

Zu lernen sei an dieser Stelle: Überall dort, wo Lehrer aggressivem
Verhalten von Schülern entgegentreten müssten, sollten sie dies zwar mit
Entschiedenheit tun, allerdings die Betroffenen nicht demütigen, sondern
etwas gegen ihre soziale Ausgrenzung oder Bindungslosigkeit tun. Bewegungen, Rhythmen und Musizieren nannte Prof. Bauer als wichtige Komponenten und bestätige damit neben dem Beziehungsaspekt auch das ganzheitliche Lernen als positiv im Licht der Hirnforschung.

Für die Gestaltung der Beziehung zwischen Pädagogen und Kind bzw.
Jugendlichen ergaben sich aus dem Vortrag eine ganze Reihe interessanter
Schlussfolgerungen. Als wünschenswert bezeichnete Prof. Bauer eine Balance
zwischen verstehender Zuwendung und Führung.

Kinder und Jugendliche wollten spüren, dass sie von Lehrern/Lehrerinnen
verstanden und persönlich gesehen würden, erklärte Prof. Bauer. Sie
wünschen: „Lass mich spüren, dass es mich gibt, zeige mir wer ich bin,
beschreibe meine starken und schwachen Seiten. Lobe mich, aber kritisiere
mich auch und zeige mir welche meine Potentiale sind, das was Du mir
zutraust“.

Pädagogen, die selbstbewusst auftreten mit der Bereitschaft, als Mensch
erkennbar zu sein, hinterlassen im Spiegelsystem des Jugendlichen nach den
Worten Bauers ein Skript, durch das Kinder und Jugendliche „am Modell“
lernen können. Notwendig seien außerdem Einfühlung und Empathie. Erst durch
die Frage: Wie sieht die Welt aus den Augen des Kindes bzw. Jugendlichen
aus? ergebe sich eine „Beziehungs-Verbindung“.

Beim Prozess der wechselseitigen Wahrnehmung von Lehrendem und Lernendem spielen - so der Vortrag weiter - die sog. Spiegelneuronen eine
entscheidende Rolle. Diese Nervenzellen im Gehirn verhalten sich ähnlich wie
die Saite einer Gitarre, die auch in Schwingung gerät, wenn eine auf den
gleichen Ton gestimmte andere Saite angezupft wird. Wenn wir ein Gefühl wie
Freude, Trauer oder Schmerz bei einem anderen Menschen erleben, werden
dieselben Gefühle auch in uns geweckt ohne dass uns dies bewusst ist. So
erklärt sich neurobiologisch, warum gute Laune, aber auch Apathie ansteckend
sein können.

In diesem Zusammenhang erwähnte Prof. Bauer auch die Bedeutung von
Gesprächen zwischen den Pädagogen über Kinder ohne deren Anwesenheit, durch die sich die Situation eines Kindes verbessern könne einfach nur dadurch,
dass das veränderte Verhalten des Lehrers eine andere Resonanzwirkung beim
Kind hervorrufe. So werden die von Kritikern oft als „typisch esoterisch“
bezeichneten Kinderbesprechungen in der Waldorfpädagogik ebenfalls durch die Hirnforschung untermauert.

In den Diskussionen auf dem Kongress kamen sowohl die Errungenschaften der
Waldorfpädagogik zur Sprache als auch von außen als eher negativ
wahrgenommene Aspekte. Als positiv genannt wurden die Ausrichtung des
Lehrplans an den altersspezifischen Bedürfnissen der Kinder, Verzicht auf
Sitzenbleiben, Fremdsprachen von der ersten Klasse an und der ganzheitliche
Ansatz. Zum Vorbild für das staatliche Schulwesen könne außerdem die
Leistungsbewertung werden, die nicht durch Noten, sondern durch eine
Beschreibung von Entwicklungspotenzialen des Kindes erfolge, wurde in einer
Diskussion betont. Als negativ wurde eine gewisse Beharrlichkeit gegenüber
Notwendigkeiten der Veränderung genannt, beispielsweise bei modernen Formen des Lernens.

Christof Wiechert, der Leiter der Pädagogischen Sektion am Goetheanum in
Dornach verteidigte in der Abschlussdiskussion die spirituelle Fundierung
der Waldorfpädagogik. Aus diesem Hintergrund könne der Pädagoge seine Kräfte schöpfen, damit er im Gespräch mit den Schülern das zustande bringe, was Bildung ausmacht.

Es komme darauf an, an dem anzuschließen, was die Schüler wissen. Der
Pädagoge müsse vielfältige Möglichkeiten nutzen, sein mitgebrachtes Wissen
so zu kommunizieren, dass die Schüler regelrecht „hungrig“ darauf würden,
das Wissen des Lehrers aufzunehmen. In wieweit dies gelinge, sei jedoch
immer auch abhängig von denjenigen Menschen, die es tun.

Immer wieder hervorgehoben wurde an diesem Tag das Beispiel der Mannheimer Interkulturellen Waldorfschule, einer Schule in einem sozialen Brennpunkt mit einem Anteil von Migrantenkindern von rund 50 Prozent. Um diesem - von allen Beteiligten als zeitgemäß eingestuften – Modell einer Waldorfschule jedoch zu weiterer Verbreitung zu verhelfen, seien höhere Landeszuschüsse notwendig.

Wissen, Anregungen, Gedankenaustausch, Kontroverses und Heiteres – all dies
waren Geburtstagsgaben, mit denen die Gäste, des Kongresses, unter ihnen
viele Lehrer, beschenkt wurden. Man darf gespannt sein, welche Kulturimpulse
sich daraus entwickeln bis zum Jahr 2019 - dem 100jährigen Jubiläum der
Waldorfschule.

End/nna/wil/jh

Link: http://www.waldorfschule.info/de/aktuell/index.html

Bericht-Nr.: 091103-01DE Datum: 3. November 2009

© 2009 News Network Anthroposophy Limited (NNA).

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