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Willkommen im digitalen Zeitalter

Im Abgrund der Anonymität
Wenn der Mensch sich auf seine besonderen Fähigkeiten besinnt, braucht er sich vor der Maschine nicht zu fürchten.

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Den Menschen wiederentdecken

Das digitale Zeitalter braucht eine neue Pädagogik.
Maschinell zu denken heißt, die Welt aus Einzelteilen zu denken. Die neue Schule jedoch geht von den Zusammenhängen aus. Und sie fragt nach dem Bezug zum jeweiligen Menschen. In jedem Fach. In jedem Alter. Ganz konkret

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Ersatzschulfinanzierung muss neu geregelt werden

Ein neues Rechtsgutachten der Friedrich-Naumann-Stiftung stellt fest, dass sämtliche Gründungs- und Betriebskosten eines freien Schulträgers durch staatliche Finanzhilfe gedeckt werden müssen, um dem Sonderungsverbot zu entsprechen.

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Auf meinem Weg

Auf meinem Weg ist der dritte Film der ersten Langzeitdokumentation über eine Waldorfschulklasse. Acht Jahre lang waren die Mädchen und Jungs an der Waldorfschule im bayerischen Landsberg am Lech mit ihrer Klassenlehrerin beisammen, acht Jahre lang hat Filmemacherin Maria Knilli sie mit der Kamera begleitet.

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Neue Kooperation mit Rudolf-Steiner-Fachschulen und Waldorfseminaren

Verkürzte Studiendauer an der Alanus Hochschule im Bachelor-Studiengang Kindheitspädagogik
Durch die Anerkennung der Vorleistungen ist ein Quereinstieg in das berufsbegleitende Studium der Kindheitspädagogik möglich.

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Stricken unter Palmen

Haiti: Früher die Perle der Antillen genannt, ist Haiti heute eines der ärmsten Länder der westlichen Hemisphäre. Von den knapp zehn Millionen Einwohnern kann nur die Hälfte der über 15-Jährigen lesen und schreiben. Eine kleine Dorfschule, fördert die Kinder mit waldorfpädagogischem Ansatz auf diesem Weg.

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Befreiungsschlag

Unternehmer rettet Rudolf-Steiner-Schule St. Gallen.
Jörg Sennheiser unterstützt die in finanzielle Not geratene St. Galler Rudolf-Steiner-Schule mit einem Darlehen von zwei Millionen Franken.

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Ein Jahr Neuseeland. Waldorfschule mit Landwirtschaft

Angefangen hat alles mit einem vierwöchigen Flitterwochen-Urlaub
Liege und Schirmchen am Strand waren uns immer schon zu eintönig und langweilig. Wir wollten reisen, etwas erleben und lokale Kultur kennenlernen.

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Sichere Bindung

Waldorfpädagogik und Bindungsforschung sind sich einig: Bindung ist ein psychisches Grundbedürfnis. Urvertrauen und die daraus sich entwickelnde Zuversicht für den Lebenslauf kann nur aus einem Zusammenspiel physischer und seelischer Geborgenheit, spiritueller Umgebung und einer sicheren Bindung entstehen.

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Ganztagsbetreuung – muss das sein?

Vertragen sich die menschenkundlich begründeten waldorfpädagogischen Ansichten mit einer Betreuung von 8-16 Uhr (oder sogar länger) von immer kleineren Kindern? Passt das Konzept der flächendeckenden Gruppen- und Fremdbetreuung zu den Grundsätzen der Waldorfpädagogik?

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DIGITALES KINDERZIMMER?

Vorsicht vor Risiken und Nebenwirkungen! Die Zahlen internetabhängiger Jugendlicher und junger Erwachsener steigen rasant

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Die Waldorfpädagogik erobert Asien

Mehr als 900 Personen trafen sich zur jüngsten Asiatischen Waldorflehrer-Tagung in China. Thema war unter anderem der rechtliche Status der Waldorf-Einrichtungen und die kulturelle Anpassung der Waldorfpädagogik

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Möglichkeiten der Entwicklung neuer Waldorffeste

Nach Forschungen über die Entwicklung von Jahresfesten in Kusi Kawsay, Peru und Nairobi Waldorf School fasst die Autorin Vera Hoffmann in ihrem vierten Teil die entsprechenden Motive und Prozesse so zusammen, dass sie als Anregung für andere Kollegien mit ähnlicher Fragestellung dienen können. Auch wenn lokale Gegebenheiten jeweils ausschlaggebend waren, so sind die übergeordneten Prinzipien auch für Schulen in anderen Umständen anwendbar.

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Langenthaler Steinerschule wird «IB World School»

Die Rudolf Steiner Schule Oberaargau (RSSO) erhält als erste Schweizer Steinerschule die Zulassung als «IB World School» und geht damit neue Wege in der Schweizer Bildungslandschaft.

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Rudolf Steiner O-Ton

»Verantwortlich dem Geist, den er erlebt, muss der Lehrer, der Erzieher sein. Das ist nur möglich innerhalb der Dreigliederung des sozialen Organismus.« … >>

Grundlage für Identität und Gesundheit.

Pädagogische Sektion am Goetheanum unterstützt Petition ‹Nein zur digitalen Kita!› … >>

Die Reise vom Kindergarten in die Schule

Der Wechsel vom Kindergarten in die Schule ist ein besonderer Einschnitt, auch für die Familie.  … >>

RoSE Vol 7 Nummer 2 erschienen

Neue Ausgabe der internationalen Online-Fachzeitschrift zur Waldorfpädagogik  … >>

Neuer Rektor

Stefan Hasler übernimmt bis 2018 … >>

Eurythmie-Studiengänge reakkreditiert

Bei jeder Reakkreditierung wird auch geprüft, wie die Hochschule den entsprechenden Studiengang evaluiert und weiterentwickelt. … >>

Willkommen im digitalen Zeitalter

Maschinen sind entweder an oder aus

von Wolfgang Debus, August 2017

Die Wohnungstüre wird mit Hilfe eines Augenscans geöffnet. Anschließend wird das Echo Dot mit seinem Namen angesprochen und darum gebeten, das Licht anzuschalten, die Heizung auf 22°C einzustellen und gefragt, was sich noch im Kühlschrank befindet.

Der Kühlschrank ermittelt die enthaltenen Lebensmittel, prüft ihre jeweiligen Verfallsdaten und recherchiert im Internet nach möglichen Rezepten, damit man die bald verderblichen Lebensmittel verarbeitet. Wem dies nicht zusagt, der fordert das Echo Dot auf, eine Pizza zu bestellen, die dann wiederum von einem Lieferservice im selbstfahrenden Fahrzeug per Drohne gebracht wird. Geschrieben oder getippt wird nicht mehr. Alles geht nur noch über Sprachsteuerung oder Sensoren, in absehbarer Zeit über Gedankenkraft.

Was sich wie Science-Fiction liest, ist heute bereits technisch möglich und es ist nicht unwahrscheinlich, dass solche Situationen bald zu unserem Alltag gehören. Forscher des Google-Konzerns bereiten viel gravierendere Veränderungen unserer Welt vor: Das Internet soll mit einem Netz aus technisch ausgestatteten Ballons weltweit flächendeckend erreichbar sein. Datenbrillen zeichnen jeden Vorgang und jede unserer Äußerungen auf und speichern diese in Datenclouds. Durch umfassende Netze werden der gesamte Umraum der Erde und durch »Wolken« sämtliche Ereignisse in der Zeit erfasst. Zeit und Raum werden digitalisiert. Alles, was geschieht, wird zu Daten. Die Verarbeitung der Daten wird durch Algorithmen bestimmt.

Nahe der Ostküste der USA, im Bundesstaat Maine, befindet sich ein »Staat im Staat«, wie die NSA häufig bezeichnet wird. Dort werden die technischen Möglichkeiten und die Anwendungen des Internets dazu verwendet, im großen Maßstab und weltweit private Daten nahezu aller Internetnutzer auszuspähen und aufzuzeichnen. Seit 9/11 hat sich die Bedeutung dieses Auslandsgeheimdienstes erheblich vergrößert. Was aber mit den Daten geschieht, ist geheim. Am Pfingstmontag 2013 wurde durch Edward Snowden an die Öffentlichkeit gebracht, wie nicht nur in den USA, sondern nahezu überall auf der Welt, ohne richterlichen Beschluss Millionen Menschen, Unternehmen und Regierungen überwacht werden und damit das Grundrecht auf Privatheit missachtet wird. Wer wie Snowden solche Rechtsverletzungen ans Tageslicht bringt, wird verfolgt, ausgegrenzt und sogar mit dem Tode bedroht. Was Recht ist, geht hier nicht nur verloren, sondern es wird ins Gegenteil verkehrt.

Im Abgrund der Anonymität

Durch das Internet erhalten Motive wie Macht, Gier, Egoismus und Angst eine ganz neue Tragweite, da sich durch Digitalisierung und Vernetzung mehr Möglichkeiten ergeben, ohne rechtliche und persönliche Konsequenzen zu handeln. Eine wesentliche Ursache dafür ist die Anonymität. Anonym wird aus tausenden Kilometern Entfernung Krieg durch »Knopfdruck« geführt ohne individuelle Folgen für den Verursacher. Sei dies durch Drohnen, Hackerangriffe auf Infrastruktureinrichtungen, Regierungsserver oder Bankkonten, durch Rufmord oder Manipu­lation: Der Abgrund der Möglichkeiten zeigt sich besonders dort, wo die Anonymität auf die Spitze getrieben wird: Das Darknet ermöglicht es den Nutzern, völlig unerkannt zu kommunizieren und zu agieren. Rein technisch ist es die anonymste »Fortbewegungsweise« im Internet. Mit der sogenannten Oniontechnologie wird bei jedem Server jeweils der weitere Weg durchs Netz schrittweise entpackt und ermittelt.

Dies führt dazu, dass niemand außer dem Browser des Benutzers, der den Weg berechnet hat, herausfinden kann, wo das Datenpaket wirklich herkommt. Dies liegt auch daran, dass ein Knotenpunkt nicht mitgeteilt bekommt, ob der letzte Knoten­punkt die Quelle des Datenpakets ist, oder auch wieder nur ein weiter­leitender Knotenpunkt.

Zudem ist es so, dass bei jeder neuen Anfrage oder Datensendung dieser Weg über verschiedene Servercomputer neu berechnet und durchgeführt wird. Das heißt, die Wege sind niemals gleich. Dies alles macht es Datenspionen und Geheimdiensten oder Polizeistellen unmöglich, die echte IP des Nutzers herauszu­finden. Im

Dark­net finden sich Waffen-, Drogen- und Menschenhandel sowie Online-Hinrichtungen auf Bezahlung. Je anonymer, desto rechtsfreier sind Nutzer der digitalen Netze. Es gibt keine übergeordnete Instanz mehr, außer (falls vorhanden) die individuellen Maßstäbe jedes Einzelnen. Daraus folgt, dass mit jedem technischen Schritt mindestens ein ebenso großer, wenn nicht größerer ausgleichender moralischer Schritt erforderlich wäre. 

Maschinen haben keine Moral

Doch wo sind die Schulungen und Schulen dazu und wie sehen diese aus? Ganz dem Netz entsagen, sich auf eine »einsame Insel« zurückziehen und sich der Digitalisierung verweigern? Vor 100 Jahren, am 25. November 1917, spricht Rudolf Steiner über das Verhältnis von Mensch und Maschine deutliche Worte: »Diese Dinge dürfen nicht so behandelt werden, als ob man sie bekämpfen müsste. Das ist eine ganz falsche Anschauung. Diese Dinge werden kommen. Es handelt sich nur darum, ob sie im weltgeschichtlichen Verlaufe von solchen Menschen in Szene gesetzt werden, die mit den großen Zielen des Erdenwerdens in selbstloser Weise vertraut sind und zum Heil der Menschen diese Dinge formen, oder ob sie in Szene gesetzt werden von jenen Menschengruppen, die nur im egoistischen oder im gruppenegoistischen Sinne diese Dinge ausnützen. […] Nicht auf das Was kommt es in diesem Falle an, das Was kommt sicher; auf das Wie kommt es an, wie man die Dinge in Angriff nimmt. […] Die Zusammenschmiedung des Menschenwesens mit dem maschinellen Wesen, das wird für den Rest der Erdenentwickelung ein großes, bedeutsames Problem sein.«

Technische Entwicklung ist sinnvoll, denn auf die Möglichkeit, stumpfe Tätigkeiten von Maschinen ausführen zu lassen, will kein vernünftiger Mensch mehr verzichten. Aber in welcher Weise zeigen sich die von Steiner angedeuteten Probleme? ...

» zum gesamten Bericht auf erziehungskunst.de

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