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Goetheanum

Erst die analoge, dann die digitale Welt

Internationale Konferenz der waldorfpädagogischen Bewegung setzt sich für eine entwicklungsorientierte Medienpädagogik ein

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Die Alanus Hochschule für Kunst und Gesellschaft

Medienerziehung an reformpädagogischen Bildungseinrichtungen:

Erziehung bedeutet auch und gerade im „digitalen Zeitalter“, Kinder auf ihrem Weg  zum selbstständig  denkenden Erwachsenen zu begleiten.

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erziehungskunst.de

Frühe Kindheit • Herbst 2018

Treten wir an die Wiege eines Neugeborenen, so können wir davon noch einen Hauch spüren. Ein Zauber liegt über dem Kind, der sich uns sofort mitteilt und uns still werden lässt. Ganz offensichtlich und selbstverständlich befindet sich das Kind in einer Welt, die uns in dieser Weise verschlossen ist, zu der es aber auch für uns eine Brücke bildet.

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erziehungskunst.de

Digitale Medien: Eltern müssen Verantwortung übernehmen

Ein Kind von etwa sieben Jahren bekommt ein Smartphone geschenkt. Es soll seine Freiheiten damit haben, bestimmte Seiten, z.B. Seiten pornografischen oder gewalttätigen Inhalts im Internet jedoch nicht nutzen dürfen. Das Kind freut sich natürlich und versichert den Eltern, entsprechend damit umzugehen.

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Rudolf Steiner Schulen Schweiz

Überprüfen und Schärfen des eigenen Profils

Der vieldiskutierte Lehrplan 21 ist in fast allen Kantonen definitiv beschlossen und für den Volksschul-Unterricht in Kraft. Was bedeutet der neue Lehrplan für die Steinerschulen? Er ist eine Chance.

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erziehungskunst.de

Das ganze Leben hineinwerfen

Franz Glaw, Mathematik- und Deutschlehrer an der Rudolf Steiner Schule Düsseldorf – ein Porträt.

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WOW…what a day

Die Idee des WOW-Day wurde 1994 auf einer Konferenz der europäischen Waldorfschulen geboren.

Von: Text von Schülern der Medien-AG und der Kunstlehrerin Caroline Krebietke

Waldorf One World Day - (WOW-Day)

Fotos: Copyright Freie Waldorfschule am Kräherwald e.V.
Auf einer Sitzung des "European Council of Steiner Waldorf Schools" berichtete die norwegische Lehrerin Astrid Bjönnes über die Tradition des "Operasjon Dagswerk" - Schüler aller norwegischen Oberschulen erarbeiten an einem Tag im Jahr Geld für wohltätige Zwecke. Ihre Kollegen waren begeistert, und ehe sie es noch richtig verstand, bekam sie die Aufgabe, für die europäischen Waldorfschulen eine solche Aktion zu organisieren! Doch für welche Projekte? Nana Göbel von den Freunden der Erziehungskunst schlug die Waldorfschule in Santiago de Chile vor, die damals dringend Hilfe brauchte. Helmut von Loebell, Waldorflehrer in Salzburg und Geschäftsmann in Kolumbien, schlug das Projekt Extra Muros in Bogota vor, das er selbst einmal begonnen hatte. Bald kamen weitere Projekte hinzu... Die WOW-Day-Arbeitsgruppe, zu der auch die Freunde der Erziehungskunst gehören, hält den Kontakt zu den Projekten und entscheidet über die Aufnahme neuer Projekte. Astrid Bjönnes stellt den Schulen jährlich die aktuellen Projekte vor und schickt den beteiligten Schulen Dankbriefe. Die gesammelten Spenden gehen an die Freunde der Erziehungskunst und werden von diesen zu 100% an die Projekte weitergeleitet.  In den ersten Jahren beteiligten sich rund 20 Schulen am WOW-Day, heute sind es jährlich etwa doppelt so viele - neben den deutschen vor allem skandinavische. 2003 schickte sogar die erste Waldorfschule aus den USA eine kleine Spende. Inzwischen kommen durch diese Aktion engagierter Waldorfschüler und Lehrer jährlich über 60.000 Euro zusammen! Am Dienstag, den 29. September 2009 haben die Klassenstufen 10 und 11der Freien Waldorfschule am Kräherwald auf der Königstraße Spenden gesammelt für die Shanti-Seva Waldorfschule in Kathmandu, Nepal. Ab 11.00 Uhr hatten die Schülerinnen und Schüler die amtliche Erlaubnis zwei Stunden lang im Bereich der Königstraße Passanten anzusprechen und um Geldspenden zu bitten. Für viele SchülerInnen eine große Herausforderung! „Wie soll ich die Leute denn ansprechen?“ oder „Die beachten uns gar nicht!“ war häufig von den Jugendlichen zu hören. Die Begegnungen mit Stuttgarts Bürgen auf der Königstraße waren vielschichtig und spannend. Ein Bettler war so begeistert von der Aktion, dass er das gesamte Kleingeld aus seiner Kappe in die Sammelbüchse spendete. Oder der chinesische Maler, der zusätzlich zu seiner Geldspende auch noch ein Blatt mit chinesischer Kalligraphie dazu gab. Glückszeichen für die Kinder in Asien. Geschäftsleute auf dem Weg in die Mittagspause oder Mütter mit Kleinkindern, die auf dem Heimweg vom Wochenmarkt waren, spendeten großzügig und zeigten sich interessiert und aufgeschlossen für das Engagement der Schülerinnen und Schüler.Aber manche Jugendliche machten auch andere Erfahrungen. „Ich spende nur für deutsche Kinder!“ war ein mehrfach gehörter Kommentar. Oder: „Ihr solltet erst mal was für Deutschland tun!“Persönliche Hemmschwellen mussten überwunden werden und vielfältige Kommunikationsstrategien wurden ausprobiert. Das Ergebnis konnte sich sehen lassen. Insgesamt kamen fast 2500 Euro zusammen. Ein Vermögen für die Menschen in Nepal und ein großer Erfolg für eine nur zweistündige Sammelaktion.                                   Caroline Krebietke, Kunstlehrerin 4. Oktober 2009 ***** Till Hofmann und Josefine Geib, 10 A Am 29.09.09 gingen die Schüler der 10. und 11. Klassen unserer Schule, im Rahmen des WOW-Day  (WaldorfOneWorld)  sprichwörtlich “auf die Straße”... um Geld für eine Waldorfschule in Nepal zu sammeln, und damit die hilfsbedürftigen Kinder dort zu unterstützen. Wir verteilten uns also von 11-13 Uhr auf der mehr oder weniger belebten Königsstraße und stifteten die Passanten zum Spenden an. Bald merkten wir, dass das so simpel klingende „Geldsammeln“ gar nicht so einfach war. Wir bekamen im Laufe des Vormittages jede Menge Absagen und blöde Kommentare zu hören und ernteten einige genervte Blicke. Trotzdem gab es auch positive Erlebnisse, die zeigten, dass sich das Engagement trotz der vielen Nicht-Spender gelohnt hat. Als wir eine von der Rolltreppe kommende Frau ansprachen, von der wir erst dachten, dass „die“ bestimmt nichts spenden würde, zeigte sich mal wieder, wie sehr man sich täuschen kann. Als wir ihr erzählt hatten, für was wir sammeln, sagte sie: „Ich bin zwar selber Hartz-4-Empfängerin und habe nicht viel, aber die dort haben im Vergleich zu uns gar nichts. Deshalb spende ich auch!“ und mit diesen Worten leerte sie ihr gesamtes (!) Kleingeld in unsere Sammelbüchse. Das war wohl das für uns eindrücklichste Erlebnis. Das jemand, der fast selber nichts hat, trotzdem etwas für andere Menschen, denen es eben noch schlechter geht, spendet, ist einfach großartig und gibt einem wieder ein Stückchen Illusion, und man sieht leichter über die Menschen hinweg, die bei der Frage „Guten Tag, wollen Sie vielleich etwas für...“ schnell murmeln: „Tut mir Leid, hab kein Geld dabei!“ um dann im nächsten Laden verschwinden. Interessant zu beobachten war auch, dass die meisten jungen Leute dem Spenden eher abgeneigt waren und meistens erst gar nicht reagierten, und falls doch, dann meistens mit „Nöö, will ich nicht!“. Insgesamt war es aber, trotz der Kälte und den Misserfolgen, ein lehrreicher und interessanter Tag, der den meisten auch sehr viel Spaß gemacht hat, viele neue Ideen für soziales Engagement aufgebracht hat und sich wirklich gelohnt hat.   __________________________ Eva Tilgner
Öffentlichkeitsarbeit
Freie Waldorfschule am Kräherwald e.V.
Rudolf Steiner-Weg 10
70192 Stuttgart
Tel. 0711 / 30 5 30 - 141
Fax. 0711 / 30 5 30 - 142
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