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Zweite einstweilige Verfügung gegen Grandt-Buch

Das Landgericht Stuttgart hat dem Gütersloher Verlagshaus erneut verboten, das „Schwarzbuch Waldorf“ des Journalisten und Autors Michael Grandt in der gegenwärtigen Fassung zu verbreiten. ...

Von: NNA - Christian von Arnim

Bilder rechts: Fotografin Charlotte Fischer
 

STUTTGART (NNA).

Das Landgericht habe dem Bund der Freien Waldorschulen in dem am 28. Oktober
verkündeten Urteil in allen zu verhandelnden Punkten Recht gegeben, heißt es
in einer Pressemitteilung vom Bund. In der damit erwirkten zweiten
einstweiligen Verfügung habe das Gericht die vom Bund in der mündlichen
Verhandlung am 16. Oktober beanstandeten Stellen des Schwarzbuchs sämtlich
als falsche Tatsachenbehauptungen gewertet, so die Mitteilung.

„Demnach ist der Verlag verpflichtet, die Verbreitung des Schwarzbuches zu
unterlassen, solange die streitgegenständlichen Aussagen in dem Buch zu
finden sind“, erklärte der Bund.

In einer ersten einstweiligen Verfügung war dem Verlag vom Gericht untersagt
worden, das Buch ohne richtigstellende Einschränkungen zu dem im Schwarzbuch
angesprochenen Thema körperliche Gewalt und Waldorfpädagogik zu
veröffentlichen. Das Buch wurde dann mit einem Einlegeblatt mit einem
„klarstellendem Hinweis“ ausgeliefert. (NNA berichtete).

Laut Erklärung hatte die Waldorf-Organisation diese zweite Klage auf drei im
Schwarzbuch enthaltene Passagen gestützt, die sich mit der Beteiligung der
Waldorfschulen an der PISA-Studie, der Gründung der ersten Waldorfschule
sowie der gesetzlichen Vorgaben für die Lehrerbildung befassten.

Bei der beanstandeten Passage zur Beteiligung der Waldorfschulen an der
PISA-Studie z.B. zitiere Grandt aus einem Interview des Vorsitzenden des
Deutschen Lehrerverbandes, Josef Kraus, nach dem die Waldorfschulen nicht an
der PISA-Studie beteiligt gewesen seien. Diese „unwahre Tatsachenbehauptung
darf ... auch nicht als Fremdäußerung verbreitet werden“, heiße es dazu im
Urteil, so die Mitteilung des Bundes. Grandt hafte auch für das falsche
Zitat von Kraus.

Tatsächlich waren 14 Waldorfschulen nach dem Zufallsprinzip für die
PISA-Studie ausgewählt worden, in die Auswertung kamen jedoch nur Schulen ab
einer bestimmten Größe. An der PISA-Studie beteiligt waren die
Waldorfschulen Jena und Balingen sowie die österreichischen Waldorfschulen.

Weitere noch ausstehende Punkte würden im Hauptverfahren behandelt, so der
Sprecher des Bundes NNA gegenüber. Ein Termin dafür ist nocht nicht
festgesetzt worden. Insgesamt gebe es in dem Grandt-Buch, das 224 Seiten
umfasst, ca. 120 Stellen, die als unzutreffend, entstellend oder faktisch
falsch zu bewerten seien, erklärte der Bund.

Auch die Recherche-Qualität des „Schwarzbuch Waldorf“ wurde vom Gericht
kommentiert: „Davon abgesehen muss in diesem Zusammenhang vom Autor, der
sich ja nach seiner eigenen Zielsetzung kritisch mit dem System ‚Waldorf‘
auseinandersetzen will, ein Mindestmaß an Recherche verlangt werden“,
zitiert die Waldorf-Mitteilung das Urteil.

In einer Stellungnahme erklärte Rainer Dresen, Justiziar bei Random House,
der Muttergesellschaft der Gütersloher Verlagsanstalt, gegenüber NNA, das
Buch sei ja schon längst ausgeliefert. Die „paar Exemplare“, die noch auf
Lager seien, würden jedoch nicht mehr ohne Schwärzungen ausgeliefert und die
nötigen Änderungen in einer eventuellen neuen Auflage aufgenommen. Die
gerichtlichen Auflagen würden „natürlich beachtet“.

Dresen warf dem Bund vor sich in seiner Beschwerde auf Kleinigkeiten zu
beschränken, z.B. ob der Autor ein Komma richtig gesetzt habe. Auch fragte
Dresen warum der Bund nicht schon gegen Josef Kraus wegen der Behauptung,
keine Waldorfschulen seien and der PISA-Studie beteilig gewesen, vorgegangen
sei und erst gegen Grandt. Mit Bezug auf die Vorgehensweise vom BfW sagte
Dresen: „Diese Art, kleinkariert gegen uns vorzugehen, die wirklich
wichtigen Aussagen aber unbeanstandet zu lassen, ich schmunzle drüber.“


Michael Grandt erklärte gestern auf seiner Website: „Das Urteil des LG
Stuttgart zum Prozess gegen das Schwarzbuch liegt dem Verlag nun seit
wenigen Stunden vor. Nach jur. Bewertung und Prüfung werde ich dies
kommunizieren.“

END/nna/cva

Bericht-Nr.: 081031-01DE Datum: 31. Oktober 2008

© 2008 News Network Anthroposophy Limited (NNA). Alle Rechte vorbehalten.
Siehe: www.nna-news.org/copyright/

Weitere NNA-Berichterstattung unter: www.nna-news.org/de/


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Waldorfschulen Recht gegeben

JULIA-MARIA BAMMES - Hohenzollerische Zeitung


Mit dem Buch des Bisingers Michael Grandt hat sich das Stuttgarter Landgericht erneut befasst - und dem Bund der Waldorfschulen recht gegeben.



Bisingen. Entsprechen die Aussagen, die der Bisinger Autor Michael Grandt in seinem "Schwarzbuch Waldorf" getroffen hat, der Wahrheit oder nicht? Diese Frage hat gestern erneut das Stuttgarter Landgericht beschäftigt. Die 17. Zivilkammer verkündete ein Urteil. Demnach darf das Gütersloher Verlagshaus - es gibt Grandts "Schwarzbuch" heraus - das Buch nicht mehr vertreiben, soweit darin die Aussage zu finden ist, dass Waldorfschulen "aus welchen Gründen auch immer" nicht an der Pisa-Studie beteiligt waren. Außerdem gibt es zwei weitere Aussagen, die das Verlagshaus nicht mehr verbreiten darf: "Die Waldorfschule ist, von der Außenwelt unabhängig, von der Anthroposophischen Gesellschaft als ,freie Schule gegründet worden" sowie um das Zitat "Entspricht dies einer gesetzlich geforderten Gleichartigkeit der Ausbildung von staatlichen Lehrern und Waldorflehrern?" Das teilte das Landgericht Stuttgart gestern unserer Zeitung mit.
Bereits vor knapp zwei Wochen hatte sich das Landgericht mit dem "Schwarzbuch" in einer mündlichen Verhandlung befasst. Das Gericht hatte verfügt, dass Grandts Buch nicht verbreitet werden dürfe, wenn weiterhin aus dem Buch Erich Gaberts zitiert werde. Vorausgegangen war dem Treffen vor Gericht eine einstweilige Verfügung, die der Bund der Freien Waldorfschulen im September vor dem Landgericht erwirkt hatte. Grandt habe falsche Tatsachenbehauptungen aufgestellt - der Bund der Waldorfschulen verharmlose körperliche Züchtigungen von Schülern - indem er aus "Die Strafe als Selbsterziehung und in der Erziehung des Kindes" von Erich Gabe zitiere.
Das Gütersloher Verlagshaus reagierte und legte drei Tage später Widerspruch ein. In der Verhandlung vor zwei Wochen hatte das Verlagshaus seinen Widerspruch zurückgenommen; die Regelung des Gerichts wurde von beiden Parteien akzeptiert. Bereits an diesem Tag war es um die Beteiligung der Waldorfschulen an Pisa gegangen - das Urteil wurde nun verkündet. Es wird allerdings als "vorläufige" gerichtliche Regelung gewertet, denn ein Hauptsachverfahren, also ein Klageverfahren, steht noch aus.

http://www.suedwest-aktiv.de/region/hohenzollerischezeitung/bisingen//3932176/druckansicht.php?=

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Erscheinungsdatum: Mittwoch 29.10.2008
Quelle: http://www.suedwest-aktiv.de/

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