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Medienmündigkeit ...

 

... ist eine der Freiheitsfragen unserer Zeit.

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Pädagogisch stellt sich daher sofort die Frage, welche Fähigkeiten ein heranwachsender Mensch entwickeln muss, um mit der Technik so frei umgehen zu können, dass er sie sinnvoll einsetzen kann, nicht aber blind ihrer Faszination erliegt.

Was bedeutet das für die tägliche Unterrichtspraxis? In welchem Verhältnis stehen die neuen Herausforderungen zu bewährten Waldorftraditionen? Ab wann sollte man sich gezielt und bewusst mit elektronischen Medien auseinandersetzen? Wie kann man sie im Unterricht sinnvoll und kreativ nutzen? Auf welche Fähigkeiten kommt es bei der Mediennutzung an und wann werden sie veranlagt?

«Das Kind in Ehrfurcht empfangen, in Liebe erziehen und in die Freiheit entlassen.»

Rudolph Steiner

Medienerziehung

Fragen über Fragen

Smartphones, Tablet - PCs und digitale Spiele dringen mit Macht in KiTas und Schulen ein, oft bestimmen sie das Familienleben. Von der Digitalisierung versprechen sich viele die Lösung von Erziehungs-und Lernproblemen, doch zunehmend wird deutlich: sie verursacht auch Probleme. Eltern und Lehrer suchen Rat, wie sie mit der Smartphone- und Tabletnutzung ihrer Kinder umgehen sollen. Ab wann soll mein Kind ein Smartphone bekommen? Gibt es einen Weg zur Medienmündigkeit, der nicht in der Mediensucht endet? Wie sieht der richtige Einsatz im Unterricht aus? Was ist dran an den Warnungen vor Strahlungsrisiken?

Zitat:

„Smartphones beeinträchtigen die Gehirnentwicklung, die Aufmerksamkeit, das Lernen und damit die Bildungskarriere (...) Unter dieser Perspektive kommt den negativen Auswirkungen des Smartphones auf die Entwicklung sozialer Fähigkeiten – von Empathie über Autonomie bis zur Demokratie – eine ganz besondere Bedeutung zu, auf die gerade in jüngster Zeit mit zunehmender Dringlichkeit hingewiesen wird. Es ist schade, dass sich die vielen „Experten“ bislang mehr oder weniger weigern, die Gefahren digitaler Medien mit Hilfe dessen, was wir aus der Gehirnforschung wissen, zu untermauern.“

Prof. Manfred Spitzer

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Prof. Manfred Spitzer - Gehirnforscher, Psychiater und Psychologe

06.04.2017 | 70 Min. | Quelle: SWR

 

Manfred Spitzer ist einer der renommiertesten deutschen Gehirnforscher und einer, der immer wieder vor den Folgen digitaler Medien warnt. Und das sehr provozierend: "Der übermäßige Gebrauch des Internets führt zu digitaler Demenz. Smartphones können abhängig und kurzsichtig machen." Wie lassen sich also Smartphone und Co sinnvoll nutzen? Wie gehen wir am besten mit der digitalen Innovation um? Welche neuen Erkenntnisse liefert die Hirnforschung? SWR1 Moderatorin Nicole Köster hat im Rahmen der Veranstaltung "SWR1 Leute live" mit Prof. Manfred Spitzer an der Universität Ulm diskutiert. Manfred Spitzer hat Medizin, Psychologie und Philosophie studiert und wurde 1997 als jüngster Psychiatrieprofessor Deutschlands an die Uniklinik Ulm berufen. Er ist Leiter der psychiatrischen Universitätsklinik und gründete auch das Transferzentrum für Neurowissenschaft und Lernen.

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Referentinnen und Referenten, die Vorträge über die Chancen und Risiken digitaler Medien halten:>> PDF