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Die von l’Aubier konzipierte Ausbildung startete dieses Jahr erneut. Studium und Arbeit sind nur eine äußere Form davon, da das Ziel darin besteht, von den Kräften der Konkurrenz zu denen der Vereinigung überzugehen.

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Der Zahlungsverkehr gehört zum Kerngeschäft einer Bank und ist eine der wichtigsten Bank-Dienstleistungen, die fast jede:r nutzt.
Aber was machen eigentlich diejenigen, die für den Zahlungsverkehr verantwortlich sind? Und wie sieht das Tätigkeitsfeld in der
Freien Gemeinschaftsbank aus?

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Auf den Ersten folgte der Zweite Weltkrieg. Heute können wir uns die Frage stellen, inwieweit deren Ursachen in anderer Weise weiterhin wirken. Eine Wende wird in dem Masse möglich sein, als wir die Dreigliederung des Sozialen Organismus als Wirklichkeit erkennen, als Ziel erstreben und als Notwendigkeit erachten. Diesem Bemühen ist die Tagung gewidmet.

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Die Menschenwürde wird heute als kostbares Gut gepriesen, aber immer wieder wird sie verletzt, verachtet und vergessen. Was ist Menschenwürde?

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Mit Erschütterung und Abscheu äußerte sich der Leiter der sozialwissenschaftlichen Sektion am Goetheanum über den russischen Überfall auf die Ukraine. Wenn die jetzt begonnenen kriegerischen Auseinandersetzungen nicht sofort gestoppt würden, sei millionenfaches menschliches Leid die Folge. Krieg dürfe in Europa kein Mittel der Politik mehr sein.

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Der Corona-Lockdown hat weltweit zu einem besorgniserregenden Zuwachs an Fällen von Depressionen, Angstzuständen, Einsamkeit und sogar Selbstgefährdung bei Kindern geführt. Das geht aus einer aktuellen Analyse von Save the Children hervor, die sich auf Daten des »Oxford COVID-19 Government Response Tracker« stützt.

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Langfristige Hilfe für Nepals Erdbebenregionen

Erdbeben

„Man spürt immer noch eine generelle Anspannung bei den Menschen. Da ist die Erinnerung und natürlich die ständige unterschwellige Angst vor weiteren Beben“, erzählt Lukas Mall nach seiner Rückkehr. Als Teil eines 17-köpfigen Teams reiste er von 03. bis 18. November in die nepalesische Bergregion, in Kooperation mit der Gesellschaft für internationale Zusammenarbeit (GIZ GmbH) . Bereits 2015 waren Notfallpädagogen in Nepal und erlebten die Zerstörung und die Verzweiflung der Menschen nach den verheerenden Erdbeben hautnah. Bei den zwei großen Naturkatastrophen im April und Mai 2015 (Stärke 7,8 und 6,9) kamen fast 9.000 Menschen ums Leben, 3,5 Millionen wurden obdachlos. Nun waren die elf Notfallpädagogen zusammen mit sechs Übersetzern und einer Koordinatorin der GIZ ca. 60-70km nordwestlich von Katmandu im Einsatz.

Es gibt viele grundlegende Probleme in Nepal, die nicht ausschließlich durch die Erdbeben verursacht sind, doch durch sie weiter verschärft wurden. Nepal ist eines der ärmsten Länder der Welt. Immer noch leben viele Familien in beschädigten Häusern oder in Hütten aus Bambus, Pappe oder Wellblech. Der Wiederaufbau kommt neben logistischen Schwierigkeiten auch deshalb so langsam voran, weil Nepal in einer schweren politischen Krise steckt. Der Sturz der verhassten Königsdynastie 2006 stürzte die hierarchische Gesellschaft in einen Wandel. Die jungen Nepalis wollen mitentscheiden, doch die Hoffnung auf ein „neues Nepal“ schwindet, das Land befindet sich im Stillstand. Die Wirtschaft liegt am Boden, eine Verfassung gibt es nicht, ebenso wenig eine funktionierende Bürokratie. Viele sind gezwungen, zum Arbeiten ins Ausland zu gehen.
Die Angst vor weiteren Beben lähmt die Bevölkerung zusätzlich. Und sie ist nicht unbegründet: Die Nachbeben dauern bis heute an, Forscher rechnen mit weiteren. Es geht nun vor allem darum, die Menschen zu stärken und die Gebäude, die wieder aufgebaut werden, sicherer zu machen. Aus diesem Grund baut die GIZ Schulen auf, bietet landwirtschaftliche Schulungen und Ausbildungsmöglichkeiten. Das Wiederaufbauprogramm bietet eine mittel- bis langfristig angelegte Unterstützung für die Instandsetzung der vom Erdbeben betroffenen Gemeinden. „Aber auch die Softskills und Bildung sind wichtig“, erklärt Berthold Bös, Experte bei der GIZ. Dafür sind die Notfallpädagogen angereist. In drei Dörfern arbeiten die Fachleute mit ca. 3000 Menschen. Es geht darum, die Resilienzkräfte der Kinder und Jugendlichen zu aktivieren. Die Lehrer und auch die Eltern sollen durch Workshops befähigt werden, als Unterstützung für die Kinder zu agieren. Nur wer selbst über genug Kraft verfügt, kann anderen helfen. So können in den Schulen und zuhause  sichere Orte für die Kinder entstehen, physisch wie psychisch.

Eines der besuchten Dörfer ist der 3000-Seelen-Ort Dandagaun. Er wurde von dem Erdbeben vor zwei Jahren hart getroffen. Ungefähr 70 Menschen ließen hier ihr Leben, fast alle Gebäude wurden beschädigt oder zerstört. Praktisch jeder hat eine nahestehende Person verloren. „Die größte Schwierigkeit ist, dass wir jeden Tag wieder an all das erinnert werden“, sagt der Direktor der Schule. Und es stimmt, der Wiederaufbau kommt sehr langsam voran. Alles muss mühsam in die entlegenen Orte wie Dandagaun geschafft werden. Nach wie vor bietet sich ein Bild der Zerstörung, als sei das Beben erst Monate her und nicht über zwei Jahre. 70 % der Bewohner von Dandagaun leben immer noch in Notunterkünften. Auch die Hälfte des Schulunterrichts findet in sogenannten „temporary learning rooms“ statt. Die Blechhütten sind  eine Zwischenlösung, die zum Dauerzustand wurde.
Die alte Schule steht zwar noch, genügt aber den Sicherheitsvorschriften bei weitem nicht. Daher baut die GIZ hier ein neues Gebäude. Berthold Bös sieht einen großen Gewinn in der Zusammenarbeit zwischen der GIZ und der Notfallpädagogik: „Wir bauen die Schulen. Jetzt geht es darum, sie mit lebendigen Lerninhalten zu füllen, um die Kinder stark für die Zukunft zu machen.“

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Die Freunde der Erziehungskunst Rudolf Steiners e.V. fördern weltweit Initiativen eines freien Bildungswesens. Seit 1971 setzen sie sich für die Waldorfpädagogik und für Freiheit im Bildungswesen ein. Seit 1993 organisiert und betreut das Büro in Karlsruhe internationale Freiwilligendienste in aller Welt und ermöglichte bislang über 20.000 Menschen einen sozialen Dienst in über 350 Projekten in mehr als 60 Ländern. Zurzeit nehmen jährlich fast 2.000 junge Menschen an den Programmen teil. Seit Sommer 2011 können Interessierte über den Verein auch einen 12-monatigen Freiwilligendienst in anthroposophischen Einrichtungen in Deutschland leisten.

Seit 2006 sind die Freunde der Erziehungskunst im Bereich „Notfallpädagogik“ tätig. In Folge von kriegerischen Auseinandersetzungen und Naturkatastrophen arbeiteten sie bislang mit psychotraumatisierten Kindern und Jugendlichen im Libanon (2006), China (2008 und 2013), Indonesien (2009), Haiti (2010), Kirgisistan (2010), Japan (2011), Bosnien und Herzegowina (2014), Griechenland (2015), Slowenien (2015), Ecuador (2016), Philippinen (2013-2016), Haiti (2016), Gaza (seit 2009), Nepal (seit 2015), Kenia (2012 – 2013 und 2017), Kurdistan-Irak (seit 2013) und Mexiko (2017).

 

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Reta Lüscher-Rieger
Presse- und Öffentlichkeitsarbeit für Notfallpädagogik
Tel.: 0721-354806 183

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E-Mail: r.luescher-rieger@freunde-waldorf.de
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