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Confoedera

Confoedera: Neuer Auftritt

Die Webseite der confoedera-Bewegung hat ein neues Kleid bekommen. Die in dieser Bewegung aktiven Menschen und Einrichtungen sind der Ansicht, dass das Wirtschaftsleben seinem Wesen nach brüderlich sei und engagieren sich für die schrittweise – auf der individuellen Einsicht der beteiligten Menschen beruhenden – Entwicklung und Entfaltung einer solchen, wesensgemässen Wirtschaftsweise.

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Waschbär

Waschbär

Der Eigentümer des Versandhauses Waschbär wollte sein Unternehmen für alle Zeiten vor Spekulanten in Sicherheit bringen und dafür sorgen, dass es auch in Zukunft von fähigen Menschen verantwortungsvoll geführt werden kann. Er verzichtete für diesen guten Zweck auf viel Geld.

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Freie Gemeinschaftsbank Basel

Stiftung Freie Gemeinschaftsbank - Newsletter Mai 2018

Saatgut, Kaffee, Huhn und Hahn, Kuh, Bienen und Äpfel... Die Stiftung Freien Gemeinschaftsbank Basel hatte diesen Frühling zum Schwerkpunkt die Landwirtschaft.

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Thema Grundeinkommen

Einkommensbildung und Menschenrecht

Im vierten Artikel seiner Serie zum Thema Grundeinkommen greift Johannes Mosmannn die Frage nach dem Verhältnis von Recht und Einkommen auf.

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Sardex

Geldverwaltung und Assoziation

Ist die Sardex-Währung ein Beispiel einer assoziativen Geldverwaltung? In seinem aktuellen Beitrag in der Zeitschrift dieDrei stellt Stephan Eisenhut Gedanken in diese Richtung an.

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Fashion Revolution

Fashion Revolution

Heute vor 5 Jahren ­­- am 24. April 2013, stürzte in Bangladesh unweit der Hauptstadt Dhaka das Gebäude Rana Plaza in sich zusammen und begrub tausende Textilarbeiter und Textilarbeiterinnen unter sich. 1135 Menschen starben, über 2400 wurden teils schwer verletzt. Im Gedenken an die Katastrophe findet jeweils Ende April weltweit die Fashion Revolution Week statt.

 

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Gemeinschaftsbank Basel

Prelude in Wirtschaft

Christopher Houghton Budds kleines Büchlein "Prelude in Economics" ist nun auch auf Deutsch erhältlich. Ein Begleiter durch die Komplexität des modernen Wirtschaftslebens.

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Zeitgenosse werden

Als die Erwachsenenwelt zu Beginn der 20. Jahrhunderts sich in Schlaf und Illusionen verlor, war es der zweiundzwanzigjährige Lyriker Georg Heym, der am 6.7.1910 hellsichtig in seinem Tagebuch notierte: »Dieser Frieden ist so faul, öde und schmierig wie eine Leimpolitur auf alten Möbeln«. Wenige Jahre später zeigte sich dann die Wirklichkeit der von der Politur überdeckten Ereignisse. Norbert Boeder – ein Mitglied der Jugendbewegung – rief in einem Gedicht den Erwachsenen zu: »Ihr Alten seid die Toten, / wir Jungen sind Gericht. / Ihr sitzt an einem Knoten / der Zeit und löst ihn nicht. / Ihr könnt ihn auch nicht lösen, / weil keiner von euch frei – / wir machen drum kein Wesen, / wir schlagen ihn entzwei.« 1967/68 waren es wieder vor allem Schüler und Studenten, die gegen die Blindheit der Kriegsverstrickungen in Vietnam, die Verdrängungsmechanismen ihrer Eltern, die politischen Lügen und kulturellen Erstarrungen protestierten und spürten, dass ihre Zeit weltweit nach Gerechtigkeit, Frieden und Umweltverantwortung rief.

Heute staunt man immer wieder angesichts der existenziellen, rückhaltlosen Initiativen von jungen Menschen, die nach der Schule erst einmal nach Südamerika reisen, um die Lebensbedingungen der Menschen dort kennenzulernen und sich für eine ökologische Initiative zu engagieren; die so stark mit dem Elend in Afrika mitleiden, dass sie Hebammen oder Ärzte werden, um vor Ort helfen zu können oder die mit 19 ein ganzes Kulturzentrum gründen und dafür über eine Millionen Euro auftreiben. Den Älteren weit überlegen sind sie im Umgang mit der digitalen Welt – und zwar keineswegs nur im Sinne äußerer Anwendung, sondern auch bezüglich kreativer Ideen bei Crowdfunding, anspruchsvollen Medienkonzepten und effektiven Kommunikationsabläufen.

Wenn der Himmel revoltiert

Müssen junge Menschen also erst zu Zeitgenossen erzogen werden? Ein junger Mensch bringt, wenn er auf diese Erde kommt und auf ihr zu leben beginnt, etwas mit, über das die Älteren gerade nicht verfügen: die neuesten, aktuellsten Impulse aus einer Welt, die uns äußerlich nicht vor Augen liegt. Geradezu verzweifelt hat Rudolf Steiner am 19.7.1921 seine damaligen Stuttgarter Mitarbeiter in der ersten Waldorfschule auf diese Tatsache hinzuweisen versucht. Er musste feststellen, dass die Kollegen keineswegs die jugendlichen Schülerinnen und Schüler in der nötigen Weise erreichten, sondern über sie hinweg dozierten. Seine Diagnose lässt an Deutlichkeit nichts zu wünschen übrig und dokumentiert sein dringendes Anliegen, eine Wahrnehmung der tiefsten Intentionen anzustoßen, die junge Menschen ihrer Zeit entgegenbringen: »Wir stehen so da, dass wir eine Kluft auf­gerichtet haben zwischen uns und dieser Jugend. […] Wir sind durch einen Abgrund vom Kinde getrennt.«

Wenn es um Zeitgenossenschaft geht, sind zunächst wir, die erwachsenen Eltern und Pädagogen gemeint. Wir sind aufgerufen, in uns selbst die Zeitimpulse, die Aufgaben der Zukunft zu entdecken. Nur wenn uns dies gelingt, ist die Frage erlaubt, inwieweit es bei den Schülerinnen und Schülern tatsächlich noch bestimmte Dinge gibt, die nicht von selbst schon als Fähigkeiten zur Verfügung stehen, sondern einer unterstützenden Hilfe bedürfen.

» zum ganzen Bericht in erziehungskunst.de

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