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Zeitgenosse werden

Müssen junge Menschen erst zu Zeitgenossen erzogen werden? Sind sie es nicht längst und nur die Erwachsenen verschlafen wie eh und je die Zeichen der Zeit, indem sie die Jugend zu ihrem eigenen Abbild zu erziehen versuchen?

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Triodos Bank stellt Vorschläge für eine nachhaltigere Zukunft der Finanzwirtschaft vor

Beim European Banking Summit 2017 des Europäischen Bankenverbandes (EBF) stellte Peter Blom, CEO der Triodos Bank und Vorsitzender der Global Alliance for Banking on Values (GABV), konkrete Vorschläge für ein nachhaltigeres Finanzwesen vor.

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Eröffnung des „Space of Cultures“

Öffentliche Tagung der Anthroposophischen Gesellschaft in der Schweiz | 28. Oktober 2017 | Basel

Wie auf der SEKEM Farm befindet sich der „Space of Cultures“ in einem großen Amphitheater auf dem Campus der Heliopolis Universität. SEKEM freut sich sehr, das umfangreiche neue Kulturprojekt gemeinsam mit der Lebensbaum Stiftung unterstützen zu können.

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Der Abgrund des Nationalismus und die Zukunft der Menschengemeinschaft

Der Abgrund des Nationalismus und die Zukunft der Menschengemeinschaft

Öffentliche Tagung der Anthroposophischen Gesellschaft in der Schweiz | 28. Oktober 2017 | Basel

Das letzte Jahr hat uns alle weltpolitisch aufgerüttelt

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Enkeltaugliche Gesellschaft

Thomas Jorberg unterschreibt Generationen Manifest
Die Unterzeichner fordern einen Kurwechsel in 10 Punkten – um Armut, Hunger und den Klimawandel zu bekämpfen.

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Ein Leuchtturm in der Gemeinschaft

Das Haus der Kulturen und Abouleish Museum
In dem Museum sollen verschiedenste Sammlungen von Dr. Abouleish ausgestellt und seine Lebensreise dokumentiert werden.

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Die Bedeutung und Gefährdung der Sinne im digitalen Zeitalter

Buch zum 5. Wittener Kolloquium für Humanismus, Medizin und Philosophie
13 Autoren aus den Bereichen Neurobiologie, Medizin, Pädagogik, Ästhetik, Psychologie, Philosophie und Anthroposophie plädieren in diesem Band für eine realitätsgerechtere Sinneslehre und einen wirklich sinnvollen Umgang mit unserer Wahrnehmung von Leib, Umwelt und Mitmensch.

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Zeitgenosse werden

Als die Erwachsenenwelt zu Beginn der 20. Jahrhunderts sich in Schlaf und Illusionen verlor, war es der zweiundzwanzigjährige Lyriker Georg Heym, der am 6.7.1910 hellsichtig in seinem Tagebuch notierte: »Dieser Frieden ist so faul, öde und schmierig wie eine Leimpolitur auf alten Möbeln«. Wenige Jahre später zeigte sich dann die Wirklichkeit der von der Politur überdeckten Ereignisse. Norbert Boeder – ein Mitglied der Jugendbewegung – rief in einem Gedicht den Erwachsenen zu: »Ihr Alten seid die Toten, / wir Jungen sind Gericht. / Ihr sitzt an einem Knoten / der Zeit und löst ihn nicht. / Ihr könnt ihn auch nicht lösen, / weil keiner von euch frei – / wir machen drum kein Wesen, / wir schlagen ihn entzwei.« 1967/68 waren es wieder vor allem Schüler und Studenten, die gegen die Blindheit der Kriegsverstrickungen in Vietnam, die Verdrängungsmechanismen ihrer Eltern, die politischen Lügen und kulturellen Erstarrungen protestierten und spürten, dass ihre Zeit weltweit nach Gerechtigkeit, Frieden und Umweltverantwortung rief.

Heute staunt man immer wieder angesichts der existenziellen, rückhaltlosen Initiativen von jungen Menschen, die nach der Schule erst einmal nach Südamerika reisen, um die Lebensbedingungen der Menschen dort kennenzulernen und sich für eine ökologische Initiative zu engagieren; die so stark mit dem Elend in Afrika mitleiden, dass sie Hebammen oder Ärzte werden, um vor Ort helfen zu können oder die mit 19 ein ganzes Kulturzentrum gründen und dafür über eine Millionen Euro auftreiben. Den Älteren weit überlegen sind sie im Umgang mit der digitalen Welt – und zwar keineswegs nur im Sinne äußerer Anwendung, sondern auch bezüglich kreativer Ideen bei Crowdfunding, anspruchsvollen Medienkonzepten und effektiven Kommunikationsabläufen.

Wenn der Himmel revoltiert

Müssen junge Menschen also erst zu Zeitgenossen erzogen werden? Ein junger Mensch bringt, wenn er auf diese Erde kommt und auf ihr zu leben beginnt, etwas mit, über das die Älteren gerade nicht verfügen: die neuesten, aktuellsten Impulse aus einer Welt, die uns äußerlich nicht vor Augen liegt. Geradezu verzweifelt hat Rudolf Steiner am 19.7.1921 seine damaligen Stuttgarter Mitarbeiter in der ersten Waldorfschule auf diese Tatsache hinzuweisen versucht. Er musste feststellen, dass die Kollegen keineswegs die jugendlichen Schülerinnen und Schüler in der nötigen Weise erreichten, sondern über sie hinweg dozierten. Seine Diagnose lässt an Deutlichkeit nichts zu wünschen übrig und dokumentiert sein dringendes Anliegen, eine Wahrnehmung der tiefsten Intentionen anzustoßen, die junge Menschen ihrer Zeit entgegenbringen: »Wir stehen so da, dass wir eine Kluft auf­gerichtet haben zwischen uns und dieser Jugend. […] Wir sind durch einen Abgrund vom Kinde getrennt.«

Wenn es um Zeitgenossenschaft geht, sind zunächst wir, die erwachsenen Eltern und Pädagogen gemeint. Wir sind aufgerufen, in uns selbst die Zeitimpulse, die Aufgaben der Zukunft zu entdecken. Nur wenn uns dies gelingt, ist die Frage erlaubt, inwieweit es bei den Schülerinnen und Schülern tatsächlich noch bestimmte Dinge gibt, die nicht von selbst schon als Fähigkeiten zur Verfügung stehen, sondern einer unterstützenden Hilfe bedürfen.

» zum ganzen Bericht in erziehungskunst.de

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