Themen

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Die Biologisch-Dynamische Wirtschaftsweise

 

Auf Bitten zahlreicher Personen entschloß sich Rudolf Steiner im Jahre 1924, in Koberwitz einen Vortragszyklus über Landwirtschaft auf anthroposophischer Grundlage zu halten. Nach Rudolf Steiner war es das Ziel zu solchen praktischen Gesichtspunkten zu kommen, die zu dem damals durch praktische Einsicht und wissenschaftliche Untersuchungen Gewonnenen das hinzuzufügen, was von einer geistgemäßen Beleuchtung der einschlägigen Fragen gegeben werden konnte. Der "Versuchsring anthroposophischer Landwirte" erprobte umgehend die Angaben Steiners in der landwirtschaftlichen Praxis. Drei Jahre später wird eine "Verwertungsgenossenschaft für Produkte der Biologisch-Dynamischen Wirtschaftsmethode" gegründet. Heute, 80 Jahre nach dem Landwirtschaftlichen Kurs, bewirtschaften weltweit ca. 3500 Betriebe 670.000 ha und mehr als 3500 Demeter-Produkte von der italienischen Antipasti über das kräftige Vollkornbrot, den Spitzen-Wein bis zum preisgekrönten Eis, Textilien und Kosmetika sind im Fachhandel zu haben. Die Demeter-Markengemeinschaft ist weltweit die größte Anbietergruppe kontrolliert ökologischer Waren.

 

Ernährung

Ernährung war durch die Reformbewegung ein aktuelles Thema zu Rudolf Steiners Zeiten. Trotzdem wurde der Ernährungsimpuls erst später durch Vertreter der biologisch-dynamischen Landwirtschaft und der anthroposophischen Medizin aufgegriffen. Ehrenfried Pfeiffer beschäftigte sich mit der Nahrungs- und Ernährungsqualität. Der Chemiker Rudolf Hauschka befasste sich mit Ernährungsversuchen, die er in seinem Buch „Ernährungslehre“ beschrieb. Der Arzt Gerhard Schmidt leitete von 1963-1970 die Sektion für Landwirtschaft und Ernährung am Goetheanum und führte u.a. mit Udo Renzenbrink Versuche mit Gerste in der Ernährung durch, um den wenig gebräuchlichen Getreidearten wieder einen Platz in der täglichen Kost zu sichern. Gerhard Schmidt legte sein Wissen in den drei Bänden „Dynamische Ernährungslehre“ nieder. Udo Renzenbrink gründete 1970 den Arbeitskreis für Ernährungsforschung in Bad Liebenzell/DE (heute in Bad Vilbel/DE) und erreichte mit seiner intensiven Kurs- und Vortragstätigkeit, dass in den anthroposophischen Institutionen ein Ernährungsbewusstsein entstand und die Getreidekost vermehrt eingeführt wurde. Um allen sieben Getreidearten in der Ernährung zu berücksichtigen, entwickelte er eine Kost, an der an jedem Wochentag mit seiner Planetenzugehörigkeit ein bestimmtes Getreide gegessen wird (z.B. Sonntag = Sonne und Weizen). Diese heute durchaus nicht unumstrittene Zuordnung fand sehr großen Anklang und bestimmt den Speiseplan vieler Institutionen und Familien. Ihr Vorteil ist eine rhythmische Ernährung, die vor allem Kinder zugute kommt. 

News

Demeter.de

Die Demeter-Gemeinschaft trauert um Gisela Upmeier, die im Alter von 78 Jahren verstorben ist. Sie und ihr Mann hatten die Entwicklung des Ökodorf Brodowins maßgeblich vorangetrieben.

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Demeter.de

Die Schülerinnen und Schüler, die jeden Freitag unter dem Motto „Fridays for Future“ für eine wirkungsvolle Klimapolitik demonstrieren, haben Recht. Denn sie sind die Leidtragenden, die die Folgen unserer Untätigkeit ausbaden müssen. Zum Klimaschutz beitragen muss auch die Landwirtschaft – Demeter fordert die Politik auf, jetzt entscheidende und überfällige Reformen anzugehen.

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Demeter.de

Eine Studie der Universität Kassel in Kooperation mit Demeter und Bioland bestätigt, dass die Haltung horntragender Kühe im Laufstall möglich ist. Der neu veröffentlichte „Werkzeugkasten“ zeigt, worauf Landwirtinnen und Landwirte achten müssen und gibt ihnen umfangreiche und praktische Informationen für einen Eigencheck und Verbesserungsmöglichkeiten.  

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Demeter.de

Die Gesellschaft ist sensibler geworden und verlangt nach authentischen, glaubwürdigen Marken. Bio wird mehr und mehr zum Mainstream. Demeter ist in Bewegung und stellt sich den neuen Herausforderungen und Chancen, die diese Entwicklungen mit sich bringen.

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Demeter.de

Der Demeter-Verband übt scharfe Kritik am staatlichen Tierwohlkennzeichen. Dessen Kriterien für Schweinehaltung hat Landwirtschaftsministerin Julia Klöckner am 6. Februar 2019 in Berlin vorgestellt. Es ist weder verpflichtend, noch umfasst es alle Tierwohlstufen. Damit wird es keine lenkende Wirkung entfalten und seinen Zweck verfehlen, wirklich mehr Tierwohl zu bewirken. „Bio“ bleibt damit das einzige umfassende, aussagekräftige und ganzheitlich geprüfte Label für wirkliches Tierwohl.   

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SEKEM

Die biodynamische SEKEM-Initiative wurde von der Hamburger Stiftung World Future Council zu einem der besten agrarökologischen Projekte im globalen Süden 2019 gewählt. Gemeinsam mit 14 weiteren Organisationen setzte sich die ägyptische Initiative damit gegen 77 Nominierungen aus 44 Ländern in Afrika, Asien und Lateinamerika durch.

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Veranstaltungen

Aktuell sind keine Termine vorhanden.

Ausstellungen und Kurse

Frankfurt am Main

Fortbildung „Anthroposophische Ernährung“

Im Februar 2019 beginnt die neu konzipierte Fortbildung „Anthroposophische Ernährung“ mit dem ersten Modul „Grundlagen der anthroposophischen Ernährung“. Die gesamte Fortbildung ist aus sechs Modulen aufgebaut, die einzelnen oder gemeinsam belegt werden können. Ziel ist es, Ernährung ganzheitlich zu verstehen und individuell gestalten zu lernen. Das anthroposophische Welt- und Menschenbild ist Hintergrund der Arbeit. Aktuelle naturwissenschaftliche Erkenntnisse werden mit einbezogen. Übungen zur Vertiefung der Inhalte, Verkostungen, Kochen von Getreidegerichten u.a. sind Bestandteil der Module.

Das Angebot richtet sich an Ernährungsfachleute, pädagogische Fachkräfte sowie interessierte Privatpersonen.

Weitere Informationen:

Flyer mit Programm und Anmeldung als pdf. herunterladbar von der Homepage.

Der Kurs findet an der Freien Bildungsstätte „der hof Niederursel“ in Frankfurt a. M. statt.

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Forschungsinstitut am Goetheanum, Hügelweg 59 4143 Dornach

Impuls Bienenvolk

Praxis und Hintergründe einer wesensgemässen Bienenhaltung  - ein Kurs für ImkerInnen und imkerlich Interessierte an sechs Wochenenden.

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Atelier Liestal, Heidenlochstraße 118, 4410 Liestal

Wesensgemäße Bienenhaltung

Der Imkerkurs zur biologisch-dynamischen Bienenhaltung wendet sich an werdende als auch an bereits aktive Imker/inn, die eine möglichst naturnahe und artgerechte Bienenhaltung suchen.

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